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Mit Canva digitale und physische Produkte zum Verkauf designen


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Wir wissen, dass Lizenzbedingungen für Inhalte und die kommerzielle Nutzung verwirrend und etwas überwältigend sein können. Auch wenn es sich um ein komplexes Thema handelt und wir nicht immer eine klare Antwort auf jeden Einzelfall geben können, möchten wir dir Informationen an die Hand geben, die du bei der Nutzung von Canva zum Erstellen und Verkaufen von Designs (z. B. Vorlagen, Printprodukten, E-Books und KI-generierten Inhalten) sowie beim Erstellen von Designs für Kund*innen beachten solltest.

Die vollständigen rechtlichen Bedingungen findest du in unserer Lizenzvereinbarung für Inhalte.

Was ist erlaubt und was nicht?

Wir gehen noch genauer auf die Einzelheiten und verschiedene Szenarien ein. Hier sind zunächst einige allgemeine Punkte, die du beim Erstellen und Verkaufen von Designs mit Canva beachten solltest.

Du darfst nur Originaldesigns verkaufen

Wenn du ein Produkt für den Verkauf herstellen willst, musst du ein Originaldesign kreieren. Du darfst keine Canva-Inhalte unbearbeitet verkaufen.

Ein Originaldesign entsteht, wenn du Canva-Content mit verschiedenen Designelementen (z. B. Bildern, Videos, Audiodateien, anderen Medien, Text, Illustrationen und Hintergrundfunktionen) und Bearbeitungstechniken kombinierst, um ein neues kreatives Werk zu schaffen.

Woran erkenne ich, ob mein Design originell genug ist?

Eine gute Frage, die du dir stellen kannst, lautet: Ist das, was ich verkaufe, ein einzigartiges Design, in das ich kreative Arbeit gesteckt habe? Oder verkaufe ich einfach Content, den ich auf Canva gefunden habe, mit nur geringfügigen Änderungen weiter?

Wann gilt meine Nutzung von Content als „eigenständig“?

Wenn du Content in seiner ursprünglichen Form verwendest, lediglich einen Filter anwendest, die Farben änderst, die Größe anpasst, den Content zuschneidest oder umrandest oder ein einzelnes Content-Element mit nur wenigen zusätzlichen Designelementen wie einem Rahmen verwendest, gilt dies als eigenständige Nutzung.

Du darfst kein Element aus der Canva-Bibliothek (z. B. ein Foto oder eine Illustration) auf ein T-Shirt setzen und verkaufen. Das ist kein „Design“ und käme dem Weiterverkauf des Contents einer anderen Person gleich. Das gilt unabhängig davon, ob du das T-Shirt selbst gestaltest oder einen externen Druckservice nutzt.

Produkte, die du verkaufen darfst

Canvas Lizenzvereinbarung für Inhalte erlaubt es dir, sowohl Canva-Free- als auch Canva-Pro-Content für das Gestalten und Verkaufen einer Reihe von Produkten zu verwenden (siehe Abschnitt 5 der Lizenzvereinbarung für Inhalte), zum Beispiel:

  • Vorlagen
  • Poster, Tassen, T-Shirts, Sticker und andere Druckprodukte
  • E-Books und Zeitschriften

Canvas Lizenzvereinbarung für Inhalte erlaubt es dir nicht, Free- oder Pro-Content zu verwenden, um eigene Stockmedien (z. B. Clipart-Dateien) zu gestalten und zu verkaufen. Wenn du Stockmedien verkaufen möchtest, musst du deine Designs von Grund auf selbst erstellen.

Besondere Bedingungen für die Nutzung von Canva-Pro-Content

Für die Nutzung von Canva-Pro-Content in Vorlagen oder Produkten, die zum Verkauf bestimmt sind, gelten besondere Bedingungen. In unserer Lizenzvereinbarung für Inhalte findest du weitere Einzelheiten. Allgemein gilt:

  • Wenn du Vorlagen mit Pro-Content erstellen und verkaufen möchtest, darfst du sie nur als Canva-Vorlagenlinks verkaufen. Im folgenden Abschnitt zu Vorlagen erfährst du mehr dazu.
  • Bei der Verwendung von Pro-Content in elektronischen Veröffentlichungen wie E-Books gilt eine Pixelbegrenzung.

Vorlagen verkaufen

Unter bestimmten Bedingungen darfst du Vorlagen verkaufen.

  • Die Vorlagen müssen ein Originaldesign sein. Du kannst Free- und Pro-Content kombinieren.
  • Pro-Content darfst du in Vorlagendesigns nur verwenden, wenn sie als Canva-Vorlagenlinks geteilt werden (z. B. eine Vorlage, mit der deine Kund*innen zum Gestalten in Canva zurückkehren).
  • Du darfst Vorlagen mit Pro-Content nicht als PDF oder in anderen Dateiformaten verkaufen – unabhängig davon, ob sie reduziert sind oder nicht.

Definition von Vorlagen

Wir definieren Vorlagen als Designs mit einem vorgegebenen Layout und Stil, die von Endnutzer*innen weiterbearbeitet oder angepasst werden sollen, um das gewünschte fertige Dokument zu erstellen.

Dazu gehören Vorlagen für Websites, soziale Netzwerke, Dokumente und Projekte sowie Vorlagen, die anderweitig an Dritte weitergegeben und/oder verkauft werden. Zum Beispiel:

  • Eine Hochzeitseinladung ist eine Vorlage, denn du musst die Einzelheiten der Veranstaltung eintragen, um sie verwenden zu können.
  • Ein E-Book ist keine Vorlage, denn es ist ein fertiges Produkt, das von den Endnutzer*innen nicht weiterbearbeitet werden muss, um es zu verwenden. Das gilt auch dann, wenn das E-Book Abschnitte enthält, die Endnutzer*innen ausfüllen können. Ein Beispiel ist ein Ratgeber mit einem Abschnitt, in den Leser*innen Notizen eintragen können.

Szenarien zu Vorlagen

Zahir ist auf Einladungskarten spezialisierter Vorlagendesigner. Er möchte mit Canva Vorlagen für Hochzeitseinladungen gestalten und auf Etsy verkaufen.

  • Zahir erstellt einige Einladungsvorlagen mit Pro-Content. Das ist erlaubt, solange Zahir seine Vorlagen als Canva-Vorlagenlinks verkauft.
  • Zahir erstellt einige Einladungsvorlagen, die ausschließlich Free-Content und Fotos enthalten, die er selbst aufgenommen und auf Canva hochgeladen hat. Das ist erlaubt, und Zahir kann diese Vorlagen als PDFs oder Canva-Vorlagenlinks verkaufen.

Poster, Tassen, T-Shirts, Sticker und andere Druckprodukte verkaufen

Unter bestimmten Bedingungen darfst du verschiedene Druckprodukte verkaufen und Print-on-Demand-Dienste (POD) nutzen.

  • Die Druckprodukte müssen ein Originaldesign sein. Du kannst Free- und Pro-Content kombinieren.
  • Du darfst Free- oder Pro-Content nicht unverändert drucken.
  • Du darfst Print-on-Demand-Dienste (POD) nutzen, solange du dein Originaldesign verwendest und der Dienst nicht verlangt, dass du das Urheberrecht daran besitzt.

Manche externen Druckservices verlangen möglicherweise, dass du bestätigst, das Urheberrecht an jedem Design zu besitzen, das du bei ihnen hochlädst. Ist das der Fall, darfst du in diesen Designs keinen Canva-Content verwenden, denn das Urheberrecht daran gehört dir nicht. Du besitzt daran lediglich eine Lizenz.

Verlangt der Druckservice von dir lediglich die Bestätigung, dass du das Recht hast, dein Design mit Canva-Content zu verwenden, ist das in Ordnung, solange du unsere Lizenzbedingungen einhältst (du darfst Content beispielsweise nicht eigenständig weiterverkaufen).

Du bist dafür verantwortlich, die Bedingungen externer Websites zu prüfen, da wir dich dazu nicht beraten können.

Szenarien zu Print-on-Demand (POD)

Szenario 1: Jon möchte T-Shirt- und Tassendesigns gestalten und über einen Print-on-Demand-Dienst (POD) verkaufen. Für seine Originaldesigns kombiniert Jon Grafiken und Schriftarten. Das ist erlaubt.

Szenario 2: Nadia möchte Poster gestalten und über POD verkaufen. Ihr Design besteht aus einem einzelnen Foto mit einem Rahmen.

  • Nadia darf für ihre Poster keine Pro- oder Free-Fotos von Canva verwenden, da dies als eigenständige Nutzung gelten würde.
  • Nadia darf ihre eigenen Fotos, die sie auf Canva hochlädt, für diese Poster verwenden, denn sie besitzt das Urheberrecht an ihren Fotos und darf sie eigenständig nutzen.

Szenarien zu Stickern, Postern, Flyern, Einladungen usw.

Szenario 1

AJ möchte Sticker gestalten und verkaufen.

  • AJ erstellt einen Stickerbogen mit 20 einzelnen Basketball-, Football- und anderen Sportelementen aus der Canva-Bibliothek. Die Sticker können als reduzierte PDF-Datei oder als einzelne PNG-Dateien heruntergeladen werden. Das ist nicht erlaubt, denn die einzelnen Elemente würden eigenständig genutzt. Außerdem ähnelt das Bereitstellen einzelner Dateien zum Download dem Verkauf von Clipart-Dateien.
  • AJ erstellt einen Stickerbogen mit 20 inspirierenden Zitaten, die AJ selbst verfasst und mit Canva-Schriftarten getippt hat. Die Sticker können als reduzierte PDF-Datei oder als einzelne PNG-Dateien heruntergeladen werden. Das ist erlaubt.

Szenario 2

Kat möchte Grußkarten gestalten und verkaufen, die ihre Kund*innen zu Hause ausdrucken können. Kats Kund*innen können die Karten nicht bearbeiten. Kat kombiniert verschiedene Schriftarten sowie Free- und Pro-Content, um die Kartendesigns zu erstellen. Das ist erlaubt.

Szenario: Druckprodukte auf Grundlage einer Canva-Vorlage verkaufen

Blake möchte ein Kinderbuch gestalten, drucken und verkaufen. Blake beginnt das Buchdesign mit einer Canva-Vorlage. Das ist erlaubt, solange Blake die Vorlage nicht unverändert verkauft. Blake muss die Buchvorlage mit eigenen Inhalten füllen und eigene kreative Arbeit einbringen, damit das Buchdesign einzigartig ist.

Digitale E-Books und andere Online-Veröffentlichungen verkaufen

Unter bestimmten Bedingungen darfst du digitale Veröffentlichungen (z. B. E-Books, Online-Zeitschriften und Newsletter) verkaufen.

  • Die digitale Veröffentlichung muss ein Originaldesign sein. Du kannst Free- und Pro-Content kombinieren.
  • Wenn du Pro-Content in elektronischen Veröffentlichungen verwenden möchtest, musst du sie mit Canva gestalten.
  • Du darfst Pro-Content nicht von Canva herunterladen und anschließend in einer anderen Software-Anwendung für dein E-Book verwenden.
  • Wenn du Pro-Content in einem unbearbeiteten Format verwendest (das heißt, ein einzelnes Foto auf einer Seite, über dem keine Elemente liegen), musst du die Höchstgrenze von 480.000 Pixeln einhalten. So können andere den Pro-Content nicht einfach aus deinem E-Book extrahieren und wiederverwenden.

Szenario zu E-Books

Jenny ist Ernährungsberaterin und möchte mit Canva ein E-Book gestalten, das sie an ihre Kund*innen verkaufen kann. Im gesamten E-Book verwendet Jenny Stockfotos von Lebensmitteln aus der Canva-Bibliothek. Das ist erlaubt, solange Jenny bei allen unbearbeiteten Bildern im E-Book die Pixelgrenze von 480.000 einhält.

Digitale Cliparts verkaufen

Du darfst digitale Cliparts, die Kund*innen in Anwendungen außerhalb von Canva verwenden, nicht mit Free- oder Pro-Content gestalten und verkaufen. Wenn du digitale Cliparts verkaufen möchtest, musst du deine Designs von Grund auf selbst erstellen.

Szenario zu digitalen Cliparts

Martina möchte digitale Cliparts gestalten und verkaufen. Martina plant, Free- und Pro-Content zu verwenden, um neue Clipart-Designs zu erstellen, und anschließend die reduzierten PNG-Dateien zum Herunterladen anzubieten. Das ist nicht erlaubt, denn Martina würde Content weiterverkaufen, den Kund*innen in anderen Anwendungen verwenden können.

KI-generierte Bilder verkaufen

Bilder, die mit KI-Funktionen (z. B. Magic Edit, DALL·E und Imagen von Google Cloud) generiert werden, fallen nicht unter Canvas Lizenzvereinbarung für Inhalte. Du darfst diese Bilder für alle rechtmäßigen Zwecke verwenden, auch zum Verkauf, solange du unsere Nutzungsbedingungen für KI-Produkte einhältst.

In vielen Ländern ist das Eigentum an KI-generierten Werken nicht eindeutig gesetzlich geregelt. Das bedeutet, dass du möglicherweise nicht der Inhaber der Urheberrechte an den von dir erstellten Bildern bist. Wir empfehlen dir, dich rechtlich beraten zu lassen, wenn du deine KI-generierten Werke verkaufen möchtest.

Hier erfährst du mehr über das Urheberrecht an in Canva erstellten Designs und die sichere und rechtmäßige Nutzung von Magic Studio.

Darf ich ein überarbeitetes Foto verkaufen, wenn ich mit Magic Edit bestimmte Komponenten des Fotos ändere?

Nur, wenn es Teil eines Originaldesigns ist. Du darfst es nicht allein verkaufen (z. B. als einziges Bild auf einem T-Shirt).

Ein Foto zu verändern, sei es mit herkömmlichen Fotobearbeitungstools oder KI-Tools, bedeutet weiterhin, das zugrunde liegende Foto zu verwenden. Die Lizenzvereinbarung für Inhalte gilt weiterhin für die Nutzung dieses zugrunde liegenden Fotos.

Uns ist bewusst, dass du ein Foto mit Magic Edit so stark verändern kannst, dass es dem Originalfoto nicht mehr ähnelt. Es gibt jedoch keine eindeutige Regel dafür, wie stark du ein Foto verändern musst, damit die Nutzung nicht mehr als eigenständig gilt.

Designs für Kund*innen erstellen

Du darfst Designs (z. B. Social-Media-Posts und Anzeigen) für Kund*innen erstellen oder Designaufträge annehmen, solange du Folgendes beachtest:

  • Übertrage die Rechte am fertigen Design (z. B. Social-Media-Post oder Anzeige) durch eine Vereinbarung mit deiner Kundschaft.
  • Stelle sicher, dass deine Kundschaft die Lizenzvereinbarung für Inhalte einhält.
  • Übertrage das Design nur an eine einzige Kundin oder einen einzigen Kunden. Du darfst dasselbe Design nicht an mehrere Kund*innen übertragen oder verkaufen.

Möchtest du unsere Canva Creators als Dank für die Verwendung ihrer Elemente erwähnen? Mehr dazu findest du unter Ersteller von Canva-Elementen namentlich erwähnen.

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