PNG, JPG/JPEG oder GIF: Welches Format wofür verwenden?

Hand, die Polaroids hält: PNG, JPG oder GIF - welches Format für Bilder verwenden

JPG/JPEG, PNG, GIF… die Medienwelt und das Internet sind voll von Bildformaten – aber was ist eigentlich der Unterschied? Wir klären auf!

Wer oft nach Bildern sucht oder vielleicht einfach schon einmal die Speicherfunktion von Canva genutzt hat, der weiß, dass es eine Vielzahl an verschiedenen Bildformaten gibt. Die gängigsten darunter sind unumstritten JPG/JPEG, PNG und GIF – aber worin genau unterscheiden sich diese überhaupt? Und wann verwendet man welches am besten? Die Antworten dazu findest du in unserem Artikel!

Warum eigentlich PNG, JPG/JPEG und GIF?

Bevor wir uns die jeweiligen Eigenschaften und Vor- bzw. Nachteile von JPG/JPEG, PNG and GIF näher anschauen, ist zunächst einmal interessant, warum sich gerade diese drei Formate unter allen anderen durchgesetzt haben.

Der wichtigste Faktor hierbei ist – wohl wenig überraschend – das Internet: Anders als beispielsweise im Druckbereich, wo man vorwiegend unkomprimierte, hochauflösende Bilder verwenden möchte, um die Qualität des Endprodukts möglichst hoch zu halten, kommt es im Internet vorwiegend darauf an, Bilder gezielt zu komprimieren (also die Dateien möglichst klein zu halten). Das ist deshalb so, um lange Ladezeiten zu vermeiden, sowie zusätzlich sicherzustellen, dass das Bild auch mit allen üblichen Browsern kompatibel ist, damit es überhaupt angezeigt werden kann.

Alle drei Formate, die wir in diesem Artikel behandeln, also PNG, JPG/JPEG und GIF, erfüllen diese Kriterien: Sie sind gut komprimierbar, ermöglichen damit kleine Dateigrößen und so gut wie jeder Browser kann sie anzeigen. Im Druckbereich sind hingegen vollkommen andere Formate gängig, da es hier viel mehr um hohe Auflösungen und detailgetreue Qualität geht.

Im Folgenden wollen wir uns nun alle drei Formate näher ansehen und dir erklären, worin die Unterschiede liegen und wann du welches davon am besten wählst.

Im Detail: JPG/JPEG

Noch lange bevor sich PNG und GIF zu den Standardformaten des Internets hinzu gesellt haben, kannte jeder Online-User schon JPGs bzw. JPEGs. Der Name steht dabei für „Joint Photographic Experts Group” und die unterschiedliche Schreibweise hat keinerlei Einfluss auf das Format. Tatsächlich kannst du die „.jpg”-Endung von Bildern sogar bedenkenlos in „.jpeg” umbenennen – oder umgekehrt –, ohne dass die Datei dadurch negativ beeinträchtigt wird.

JPGs wurden ursprünglich dafür entwickelt, große Datenmengen, wie sie etwa bei professionellen Fotografen durch Fotografien in hohen Auflösungen entstehen, durch geschickte Komprimierungsverfahren möglichst klein zu machen. Der größte Vorteil dabei ist, dass die Dateigröße und somit der benötigte Speicherplatz für die Bilddatei stark reduziert werden; der Nachteil: Einmal komprimiert, kann die Datei nicht mehr größer gemacht werden – der Qualitätsverlust ist also permanent. Im Internet macht das kaum etwas aus: Selbst kleine Bilder mit geringer Auflösung sehen am Laptop, Tablet und vor allem am kleinen Handy-Display gestochen scharf aus. Würde man dasselbe Bild allerdings drucken wollen, müsste man entweder auf eher kleine Ausgabegrößen setzen oder deutliche Unschärfe in Kauf nehmen.

Zu bedenken gilt allerdings auch: JPG ist nicht gleich JPG. Wenn du schon einmal versucht hast, ein Bild in einem Grafikprogramm als JPG oder JPEG zu speichern, dann hast du sicher auch den Komprimierungs-Bildschirm gesehen, in dem du die Qualität deines Bildes nach verschiedenen Kriterien anpassen konntest. Je nachdem, wie gering du die Werte hier wählst, wird die Datei kleiner, aber auch die Qualität damit schlechter.

JPGs/JPEGs eignen sich also besonders dann, wenn Bilder möglichst klein sein sollen – etwa in Online-Shops, wo sehr viele Fotos auf einer einzigen Seite dargestellt und die Ladezeiten gering gehalten werden sollen. Achtung bei Grafiken, die in erster Linie aus Linien oder Schriftarten bestehen: Durch die Komprimierung der Bilddatei können diese leicht unscharf und somit schwer lesbar werden – wähle bei Bildern mit Text also am besten andere Bildformate oder zumindest eine relativ hohe Qualitätsstufe (= relativ geringe Komprimierungsstufe).

Noch ein Hinweis: JPGs/JPEGs unterstützen keine Transparenz, das bedeutet, dass das Bild nur als Rechteck gespeichert werden kann und eventuell transparente Flächen automatisch in einfarbige (meist weiße) Flächen umgewandelt werden.

Im Detail: PNG

Das heutzutage am zweitmeisten verwendete Bildformat – vor allem online – sind PNG oder „Portable Network Graphics” Bilder.

PNGs sind ebenfalls komprimierbar – im Gegensatz zu JPG/JPEG verliert die Datei jedoch nicht wirklich an Qualität. Der Nachteil: Die Dateien werden größer als JPGs/JPEGs, sind in den meisten Fällen jedoch immer noch klein genug, um problemlos im Internet verwendet zu werden.

Zusätzlich unterstützt das PNG-Format Transparenz, das heißt, du kannst damit auch „freigestellte” Bilder (also Bilder ohne Hintergrund, die du rahmenlos anbringen kannst) oder semi-transparente („durchscheinende”) Bilder speichern.

In Kombination mit der Tatsache, dass PNGs zudem 24-bit unterstützen, also auch mehr als ausreichend Farben dargestellt werden können, sind sie heutzutage eines der beliebtesten sowie auch vielseitigsten Bildformate.

PNGs bieten sich überall dort an, wo die Balance zwischen Qualität und Dateigröße gehalten werden soll oder wo Transparenzen gewünscht sind. Zudem sollte es dein bevorzugtes Format bei Bildern mit vielen Linien oder Schriftzügen sein. Achtung: Manche (vor allem ältere) Browser können PNGs nicht darstellen.

Im Detail: GIF

Als letztes Format bleibt noch das GIF oder „Graphics Interchange Format” über. Es ist ein beinahe veraltetes Format, das im Grund dasselbe verlustlose Komprimierungsverfahren wie PNG nutzt, allerdings bloß 8-bit und somit lediglich 256 Farben unterstützt. Das Resultat daraus ist, dass Bilder, die in GIFs umformatiert werden, oft farbverfälscht aussehen oder körnig wirken, da nicht alle Farben der Originaldatei auch wirklich übertragen werden können.

output_Re4zcS

Warum also GIFs überhaupt noch nutzen? Aus einem einzigen Grund: Weil es im Gegensatz zu JPG/JPEG und PNG auch Animationen unterstützt. Wenn du auf Facebook und Co. schon mal ein Bild gesehen hast, das sich im Loop bewegt hat, dann hat es sich dabei ziemlich sicher um ein GIF gehandelt. GIF unterstützt zudem auch Transparenz.

Hier findet ihr übrigens die Instagram-Story-Vorlage, die wir für das GIF oben verwendet haben:

Zusammenfassung: Wann verwendest du am besten welches Bildformat?

Je nachdem, was du mit deinem Bild erreichen bzw. wo du es einsetzen möchtest, solltest du dich für das entsprechende Bildformat entscheiden:

JPG/JPEG: Für die möglichst kleine Speicherung von Bildern, die in erster Linie digital betrachtet (also nicht gedruckt) werden sollen, sofern keine Transparenz nötig ist. Das Format ist für Linien-Bilder eher ungeeignet, für Fotos und andere realistische Darstellungen aber ideal.

Photograph of the sun on the cliffs and beack at Durdle Door on the Jurassic Coast in Dorest, England, UK

PNG: Das Go-To-Format für Bilder mit vielen Linien oder Schriftzügen oder wenn Transparenz gewünscht ist. Die Dateien sind größer als bei den anderen beiden Formaten, dafür entsteht kein Qualitätsverlust. Achtung bei der Darstellung in älteren Browsern.

GIF: Notwendig für animierte Bilder. In allen anderen Fällen solltest du besser auf PNG oder JPG/JPEG also Formate zurückgreifen.

output_Re4zcS

Alles klar? Perfekt! Dann leg gleich in Canva los und kreiere dein Design-Meisterwerk und speichere es anschließend in deinem Wunsch-Format – geht ganz einfach per Klick auf den kleinen Pfeil in der rechten oberen Ecke neben der „Herunterladen”-Schaltfläche. Viel Spaß beim kreativen Gestalten!

Verwandte Artikel

Alle anzeigen

Group 3 (3) (1)

Erwecke deine Ideen innerhalb von wenigen Minuten zum Leben.

Mit dem einfachsten Designprogramm der Welt kannst du dich selbst ausdrücken.