So erstellst du erfolgreich Videos für YouTube & Co.

ideokassetten: Videos für YouTube erstellen]

Du wolltest schon immer mal Videos auf YouTube, Vimeo oder ähnlichen Videoportalen veröffentlichen, aber du weißt nicht so ganz, was es beim Erstellen von Videos zu beachten gibt? In diesem Guide gehen wir auf die wichtigsten Details näher ein.

Dank integrierten Kameras in Smartphones kann heutzutage jeder kinderleicht ein Video drehen, doch bei der Bearbeitung dieser tun sich viele noch schwer. Vor allem als Anfänger erscheint einem das Erstellen eines Videos schon fast wie eine überwältigende Herausforderung. Dabei klappt das mit ein paar einfachen Tipps ganz leicht. Welche Grundregeln du beachten solltest und welche Bestandteile ein Video ausmachen, erfährst du hier.

Wähle das richtige Videoformat

Dir ist sicher schon mal aufgefallen, dass es auf verschiedenen Plattformen auch ganz unterschiedliche Videoformate gibt. Welches ist also das richtige Format, um ein erfolgreiches Video zu erstellen? Nun, das kommt darauf an, welche Plattform du nutzen möchtest und welchen Trend du verfolgst.

Die bekanntesten und meistgenutzten Videoformate

Es gibt unzählige Seitenverhältnisse für Videos, doch nur ein paar wenige werden üblicherweise verwendet und diese haben jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile. Oft wird anstelle des deutschen Begriffs übrigens auch der englische Begriff Aspect Ratio gebraucht. Hierbei handelt es sich um die Höhe und Breite eines Bildrahmens und um das Verhältnis, in dem sich die beiden gegenüberstehen.

Neben dem Begriff Aspect Ratio wirst du mit Sicherheit auf Verhältniswerte wie diese hier antreffen: 1:1, 4:3, 16:9, 9:16 oder 21:9 (für Kinofilme). Das sind die Verhältniswerte für Bildformate – die erste Stelle steht für die Breite (x) und die zweite Stelle für die Höhe (y).

Hier wäre ein Beispiel für eine Video-Vorlage im 1:1-Seitenverhältnis – Instagram-Beiträge sind für gewöhnlich in diesem quadratischen Format:

Videos im 16:9-Seitenverhältnis

Videos auf YouTube sind primär im 16:9-Seitenverhältnis anzufinden. Das liegt zum einen daran, dass YouTube und viele andere Videoportale vor der Ära der Smartphones existierten und sich daher an die Seitenverhältnisse von PC-Monitoren und Laptop-Bildschirmen orientierten, zum anderen liegt es daran, dass Videos auf vielen verschiedenen Plattformen und Kanälen abspielbar sein sollten und da ist das 16:9-Seitenverhältnis relativ praktisch.

Mittlerweile lassen sich YouTube-Videos per Smart-TV-Funktion auf Fernseher, Bildschirme und Leinwände übertragen und da ist das 16:9-Format dem hochformatigen 9:16-Seitenverhältnis, das etwa Story-Videos verwenden, deutlich überlegen. Auf dem Handy werden 16:9-Videos am besten angezeigt, wenn du das Handy auf die Seite kippst. Möchtest du daher ein Video erstellen, das auf vielen Plattformen optimal dargestellt wird, dann bietet sich das 16:9-Seitenverhältnis ideal an.

Das Seitenverhältnis 4:3 ist der Vorgänger von 16:9 und viele ältere Musikvideos auf YouTube sind noch in dem Format verfügbar. Das liegt daran, dass dieses Format auf Fernseher zugeschnitten ist. Ältere Videos wurden fürs Fernsehen gedreht und da YouTube erst seit 2005 besteht, wurden diese Videos in ihren Originalformaten digitalisiert und so hochgeladen. Das 4:3-Format brauchst du daher eigentlich nicht mehr zu verwenden, denn neue Smart-TVs nutzen mittlerweile alle das Format 16:9.

Gut geeignet für: YouTube-Videos, DailyMotion-Videos, Vimeo-Videos, etc.

Zur Ansicht auf: Laptops, PCs, Tablets, Smart-TVs

Besonders bei Videos mit Landschaften machen sich die Vorteile des 16:9-Seitenverhältnisses deutlich bemerkbar, wie diese Vorlage vormacht:

Videos im 9:16-Seitenverhältnis

Hierbei handelt es sich nicht um einen Tippfehler oder um eine ähnliche Variante wie 16:9, sondern um ein eigenes Format. Wie du dir vielleicht bildlich vorstellen kannst, ist hier die Höhe deutlich länger als die Breite des Videos, denn dieses Format ist für Handybildschirme optimiert.

Natürlich lassen sich Videos im Format 16:9 auch in der Seitenlage auf dem Handy gut anschauen, jedoch eignen sich Videos im 9:16-Format noch besser, denn hierfür musst du das Handy erst gar nicht kippen. Allerdings ist dieses Format auch nur für Handys wirklich ideal – gegebenenfalls noch für Tablets. Möchtest du also Clips für Instagram Stories, Snapchat Stories oder TikTok Videos erstellen, dann wähle dieses Format.

Gut geeignet für: Instagram Stories, Instagram Posts, Instagram Reels, Snapchat Stories, TikTok Videos, etc.

Zur Ansicht auf: Mobiltelefonen, Tablets

Stories, wie diese animierte Vorlage hier, werden üblicherweise im 9:16-Seitenverhältnis erstellt:

Videos im 1:1-Seitenverhältnis

Das 1:1-Seitenverhältnis wird auch als Quadratformat bezeichnet. Der Vorteil des 1:1-Seitenverhältnisses ist, dass es sowohl fürs Handy als auch für den Desktop optimiert ist und du damit quasi nie falsch liegen kannst. Vielleicht ist dir auch schon mal aufgefallen, dass dieses Format oft für Werbeinhalte gebraucht wird. Wenn du dir also nicht sicher bist, auf welcher Plattform dein Video erscheinen soll oder du einfach nur flexibel bleiben möchtest, dann wähle dieses Seitenverhältnis.

Gut geeignet für: Instagram Posts, Facebook Posts, Feeds

Zur Ansicht auf: Mobiltelefonen, Tablets, Laptops

Quadratische grafische Elemente, wie etwa die Box in dieser Vorlage hier, stechen beim 1:1-Seitenverhältnis besonders hervor:

Wähle die optimale Videolänge

Viele Videos auf Portalen wie YouTube sind etwa drei bis vier Minuten lang – das liegt aber vor allem daran, dass viele Musikvideos dort existieren. Zudem können Videos von YouTube-Beginnern nicht länger als 15 Minuten lang sein. Erst wenn YouTube deinen Kanal verifiziert hat, wird das 15-Minuten-Limit aufgehoben. Im Vergleich dazu liegt die übliche Länge von Videos auf dem Videoportal Twitch bei etwa einer Stunde, da es sich um eine Streaming-Plattform für Videospiele handelt.

Anders als bei Farbschemas gibt es bei der Länge für Videos keine klaren Formeln. Hier kommt es ganz darauf an, um welche Art von Video es sich handelt. Viele Kosmetik-Tutorials auf YouTube sind zum Beispiel zwischen fünf und zehn Minuten lang. Bei Vorträgen und formellen Präsentationen dürfen Videos auch schon mal länger ausfallen. In der Regel haben kürzere Videos aber den Vorteil, dass sie für Zuschauer attraktiver wirken, da man weniger Konzentration und Zeit aufbringen muss. Wenn du dein Video zwischen drei und 15 Minuten hältst, kannst du also für gewöhnlich wenig falsch machen.

Erstelle ein Script und Storyboard für dein Video

Du hast zahlreiche Ideen und weißt gar nicht, wo du diese in deinem Video einfließen lassen möchtest? Ein Storyboard kann dir dabei helfen – nicht nur um deine Gedanken zu ordnen, sondern auch um gleichzeitig den Verlauf deines Videos zu gestalten. Das Prinzip ist recht simpel: Versuche alle deine Ideen erst einmal aufzuschreiben und wähle dann zu den niedergeschriebenen Notizen passende Bilder. Im weiteren Schritt gilt es nun, diese ins Storyboard einzuordnen, wobei die Reihenfolge der Notizen vorerst keine Rolle spielt.

Das Storyboard braucht nicht kompliziert gestaltet zu werden. Es reicht eine einfache Reihenfolge wie in diesem Beispiel hier:

Setze Notizen dorthin ein, wo sie für dich am meisten Sinn ergeben. Du musst nicht zwangsläufig mit dem Intro deines Videos anfangen. Hast du schon konkrete Ideen für das Ende deines Videos? Dann kannst du auch damit anfangen und dich langsam an andere Stellen rantasten. Sobald du alle Teile des Storyboards befüllt hast, für die du bereits Ideen hast, ergeben sich die anfangs ungewissen Teile meist von allein. Das Storyboard kann dir auch dabei helfen, Lücken in der Produktion des Videos zu entdecken. Zudem hat ein fertiggestelltes Storyboard den Vorteil, dass du dich auf die technische Erstellung deines Videos voll und ganz konzentrieren kannst.

Dein Intro kann durchaus spielerisch gestaltet sein. Hier wäre eine kreative Vorlage dafür:

Folgende Bestandteile sollten in deinem Storyboard und später in deinem fertiggestellten Video vorhanden sein:

  • Ein Intro (max. 5 Sekunden)

Hier kannst du eine kurze Animation abspielen, die deinen Kanal repräsentiert – sie sollte wirklich nur ein paar Sekunden lang sein.

  • Begrüßung und Einführung (max. 30 Sekunden)

Hier begrüßt du die Zuschauer und erklärst das Thema des Videos, ohne zu viele Details zu verraten. Schließlich sollen die Zuschauer dein Video bis zum Ende durchsehen.

  • Der Hauptteil (je nach Thema länger oder kürzer)

Alles, was du an Details und Informationen besprechen möchtest, sollte im Hauptteil stattfinden. Er ist der längste Teil deines Videos und behandelt das eigentliche Thema.

  • Ein Outro (max. 15 Sekunden)

Das Ende des Videos, in dem du gegebenenfalls auf andere deiner Videos aufmerksam machst, dich bei deinen Zuschauern bedankst und vielleicht sogar eine Vorschau auf zukünftige Videos gibst.

Diese Vorlage eines Outro-Videos zeigt, wie du stilsicher auf weitere Videos verweisen kannst:

Erstelle eine wiederverwendbare Video-Vorlage

Ob für den Privatgebrauch, als Influencer oder für deine Marke, eine wiederverwendbare Vorlage erleichtert das Erstellen von Videos deutlich. Schau dir am besten ein paar Kanäle auf YouTube an, die du bereits abonniert hast. Du wirst merken, dass erfolgreiche Kanäle einen eigenen Stil entwickelt haben, der auf alle Videos übertragen und eingehalten wird.

Du hast bereits ein Logo? Dann füge es verkleinert in eine der Ecken des Videos ein, ähnlich wie Fernsehsender es machen. Du hast ein Motto oder einen typischen Slogan? Nutze den Satz als Intro oder Outro in jedem Video, damit er sich bei den Zuschauern einprägt. Als Musiker kannst du die Zuschauer auch mit einem kurzen Solo begrüßen, denn auch ein markanter Jingle schafft super Wiedererkennungswert.

Ein einheitliches Design auf deinem Kanal muss nicht kompliziert sein – eine ausdrucksstarke Farbe, eine klare Schriftart und schon hast du eine Vorlage, die du für all deine Videos verwenden kannst. So wie diese hier:

Eine solche Vorlage zu gestalten, bedarf am Anfang etwas Zeit und Kreativität. Allerdings wirst du, sobald sie fertiggestellt ist, viel Zeit sparen, da du sie immer wieder verwenden kannst. Ein weiterer Vorteil: Sobald du etwas Abwechslung in die Vorlage bringen möchtest, kannst du durch kleine Eingriffe viel erreichen, wie zum Beispiel durch das Verschieben von Formen oder durch die Änderung von Farbtönen.

Vielleicht denkst du dir jetzt: Einfacher gesagt als getan. Wenn du also eine Video-Vorlage erstellen möchtest und dich nun Fragen lähmen wie „Wie viele Farben soll ich auswählen?“ oder „Welche Schriftarten passen zu meiner Marke?“, dann halte dich am besten an bewährte Gestaltungsprinzipien aus der Designbranche.

Hier hätten wir noch eine schicke Video-Vorlage für dich, die du sofort zum Gestalten verwenden könntest:

Erstelle Untertitel für Videos mit Erzählungen

Ob du es glaubst oder nicht, die Mehrzahl aller Videos in den sozialen Medien werden ohne Ton angeschaut – besonders Handynutzer sehen sich Videos selten mit Ton an. Falls du dich jetzt wunderst, woran das liegt, versetz dich am besten kurz in die Lage eines Handynutzers: Wenn man unterwegs ist, hat man nicht immer Kopfhörer parat, daher werden Videos dann meist ohne Ton abgespielt. Gerade da sind Untertitel ungemein nützlich. Dasselbe gilt für Nutzer, die Hörbehinderungen haben – für sie sind Untertitel essenziell, um Videos mit Sprachinhalten zu verstehen.

Im Grunde genommen stehen dir für Untertitel zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Du kannst sie einbauen, bevor du dein Video exportierst, indem du die Untertitel direkt als Text in das Video einfügst. Oder, etwas einfacher und flexibler gestaltet es sich, Untertitel im Nachhinein einzufügen. Hierfür kannst du YouTube verwenden, denn sobald du ein Video dort hochlädst, hast du die Möglichkeit, mit einem integrierten Tool Untertitel zu erstellen. Ein weiteres nützliches Tool für solche Untertitel wäre auch veed.io.

Sobald du die Untertitel erstellt hast, kannst du sie sogar herunterladen und auf anderen Plattformen wie etwa Facebook verwenden. Der gängigste Dateityp für Untertitel trägt die Endung .srt und lässt sich mit normalen Text-Editor-Programmen öffnen und bearbeiten.

Klein aber oho: Vergiss nicht auf das Thumbnail-Bild

Keine Sorge, mit Thumbnail ist nicht wirklich dein Daumennagel gemeint, sondern eine Art Miniaturbild, das eine Vorschau auf dein Video bietet. Der englische Begriff Thumbnail ist dafür der gängigste Fachausdruck und auch auf zahlreichen Videoportalen als solcher vermerkt. Sobald du dein Video auf YouTube hochlädst, wird automatisch ein Bild aus deinem Video ausgesucht, das als Vorschau dient. Auch wenn YouTube dir mit der Automatisierung helfen möchte, sei dir geraten, lieber ein eigenes Thumbnail zu erstellen und hochzuladen.

Bei diesem Vorschaubild hier wird sofort klar, worum es im folgenden Video geht:

Zwar ist ein Thumbnail tatsächlich nur ein optionales Detail, es spielt aber eine extrem wichtige Rolle, schließlich ist es das erste Bild, das Nutzer von deinem Video sehen. Dementsprechend kann das Thumbnail-Bild einen enormen Einfluss darauf haben, ob dein Video angeschaut wird oder nicht. Da du meist die Möglichkeit hast, ein Vorschaubild hochzuladen, bietet es sich natürlich an, dein eigenes zu gestalten. Grundsätzlich sollte dein Thumbnail thematisch zu deinem erstellten Video passen und den Betrachtern in Kürze vermitteln, was in deinem Video zu erwarten ist, ohne dabei alles zu verraten.

Dieses Beispiel macht alles richtig – vom passenden Bild bis zum prägnanten Titel:

Bringst du in deinem Video Nutzern etwa ein Instrument bei? Dann ist es ratsam, jenes Musikinstrument im Thumbnail zu präsentieren. Zwar haben alle Videos auf YouTube bereits einen Titel, dennoch macht es Sinn, auch auf deinem Thumbnail nochmal einen Titel hinzuzufügen. Dieser sollte kurz ausfallen und nicht zu klein geschrieben werden. Alle Betrachter sollten ihn ohne Mühe schnell lesen können. Zu guter Letzt gilt auch beim Thumbnail-Bild: Weniger ist mehr. Versuche das Vorschaubild nicht mit zu vielen Details zu schmücken, um das Design nicht zu überladen.

Videos gehören zu den aufwendigsten Inhalten und setzen ein gewisses Grundwissen voraus. Hoffentlich konnten dir diese Tipps dabei helfen, dich ein wenig zu orientieren. Bei der Erstellung und Zusammensetzung deines Videos kann dich Canva unterstützen, da viele dieser Grundregeln dort schon integriert sind in Form von Vorlagen. Manche der Vorlagen beinhalten übrigens kostenpflichtige Design-Elemente, wie Symbole oder Fotos, die aber ganz einfach durch eigene oder andere Bilder und Videos ausgetauscht werden können. Viel Erfolg beim Gestalten deiner Videos!

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