Datenvisualisierung ganz einfach: Gestalte in Canva Diagramme & Co.

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Ob in der Geometrie beim Matheunterricht, im Bericht für die Arbeit oder einfach als Schritt-Übersicht in der Fitness-App am Handy: Diagramme helfen dir dabei, Daten visuell darzustellen und somit leichter zu verstehen.

Besonders jetzt, im Zeitalter von Big Data und dem Überfluss von gesammelten Daten, ist es wichtig, Informationen schnell aufbereiten zu können. Diagramme eignen sich hervorragend, um jegliche Art von Daten zu verbildlichen und deren Kernaussage leicht verständlich zu machen. Sie sind zwar – vor allem in Infografiken – meist einfach zu verstehen, aber die Gestaltung solcher ist nicht immer einfach. Zum Glück gibt es mittlerweile unterstützende Programme wie Canva, die die Erstellung von Diagrammen erleichtern. Im folgenden Guide erklären wir dir Schritt für Schritt, was es bei der Visualisierung von Daten zu beachten gilt.

Welche Art von Diagramm ist das richtige?

Daten zu visualisieren, begünstigt grundsätzlich die Verständlichkeit dieser, allerdings kann die Wahl eines falschen Diagramms genau das Gegenteil bewirken und die Betrachter verwirren. Gerade bei der Visualisierung von Daten passieren häufig Fehler, die dann als mögliche Folgereaktion sogar eine falsche Interpretation verursachen können. Die Auswahl des richtigen Diagramms spielt demnach eine ungemein wichtige Rolle.

Brauchst du also ein schlichtes Säulendiagramm oder ein etwas aufwendigeres Ishikawa-Diagramm? Bei der Hülle und Fülle von Diagrammtypen fragst du dich sicher, welche Unterschiede es gibt und wann welche überhaupt passen. Woran erkennt man also, welche Art von Diagramm für welche Daten und Themen am besten geeignet ist? Um das Ganze etwas einfacher zu gestalten, solltest du dir deine Daten anschauen und überlegen, was sie vermitteln.

Hier wäre etwa ein schickes Beispiel für die in der Arbeitswelt bekannte SWOT-Analyse:

Visualisierungsarten und ihre Verwendungszwecke

Der Einfachheit halber haben wir im Canva Graph Maker verschiedene Diagrammtypen in einige Hauptkategorien zusammengefasst, wobei manche gleich in mehreren Kategorien auftauchen, da sie Dank ihrer Merkmale vielseitig genutzt werden können. Hier gehen wir nun näher auf die unterschiedlichen Verwendungszwecke ein und geben ein paar bekannte Beispiele – natürlich gibt es aber noch zahlreiche weitere Visualisierungsmöglichkeiten und Diagrammtypen.

Diagramme & Visualisierungen für Vergleiche

Wie der Name dieser Kategorie bereits verrät, sind diese Diagrammtypen gut geeignet, um mehrere Daten oder auch Kriterien miteinander zu vergleichen und Schlüsse daraus zu ziehen. Visualisierungsmöglichkeiten, wie etwa die Vergleichstabelle, haben einen stärkeren Fokus auf das Vergleichen von Daten und Fakten, während Diagrammtypen, wie das Venn-Diagramm, sich auch für andere Zwecke eignen und deren Schwerpunkte anders gesetzt werden können. Im Allgemeinen werden Diagramme dieser Kategorie gerne bei Umfragen, Wahlen und Wettbewerben eingesetzt.

Beispiele für Visualisierungs- und Diagrammtypen für Vergleiche: Flächendiagramm, Balkendiagramm, Donut-Chart, Vergleichstabelle, Kreisdiagramm, Venn-Diagramm, T-Chart

Vergleichstabellen können auch dabei helfen, Vergleichskriterien übersichtlich darzustellen, wie dieses Beispiel zeigt:

Diagramme für Zusammensetzungen & Anteile

Ähnlich wie bei den Diagrammen der Kategorie Vergleiche, eignen sich diese Diagrammtypen für mehrere Zwecke und überschneiden sich auch mit denen der vorherigen Kategorie. Möchtest du also neben einem schlichten Informationsvergleich auch noch gezielt bestimmte Daten stärker hervorheben, so sei dir zu Diagrammtypen wie Balken- oder Kreisdiagrammen geraten. Sie sind ideal, wenn du deine Leserschaft von einer Tatsache überzeugen möchtest und sich die Daten deutlich voneinander grafisch unterscheiden sollen. Setze diese Visualisierungen passend bei Debatten, Thesen und Berichten von wissenschaftliche Versuchen ein.

Beispiele von Diagrammtypen für Zusammensetzungen & Anteile: Balkendiagramm, Donut-Chart, Kreisdiagramm

Balkendiagramme lassen sich auch prima auf Infografiken sehen, wie in diesem Beispiel hier:

Diagramme für Trends

Auch hier verrät der Name der Kategorie schon, worum es geht. Diese Art von Diagrammen eignet sich hervorragend dafür, um Prognosen aufzustellen, und sowohl in die Zukunft als auch in die Vergangenheit zu schauen. Diagramme in dieser Kategorie verwenden zum Großteil Linien, um Daten über eine gewisse Zeitspanne anzuzeigen. Besonders beliebt sind sie bei Finanzthemen, Langzeit-Entwicklungen, Analysen und Performance-Leistungen.

Beispiele von Diagrammtypen für Trends: Gantt-Diagramm, Liniendiagramm, Balkendiagramm

Auch bei Liniendiagrammen kann man sorglos etwas mehr Farbe einsetzen, wie etwa in dieser Präsentation:

Diagramme & Visualisierungen für Verhältnisse

Diagramme in dieser Kategorie helfen dir, Daten miteinander zu verknüpfen und Verbindungen zu verdeutlichen. Hierbei geht es weniger um Prozesse, sondern eher darum zu erkennen, welche Komponenten gruppiert werden können. Besonders beliebt sind dafür Mindmaps, um etwa die Resultate eines Brainstormings oder von ähnlichen kreativen Methoden einzuordnen. Du brauchst Hilfe bei der Ideenfindung? Dann greif am besten zu einem dieser Diagramme.

Diagramme, wie diese Mindmap, können trotz zahlreicher Farben übersichtlich erscheinen:

Diagramme für Prozesse & Abläufe im Projektmanagement

Möchtest du Zeitpläne, Abläufe oder Workflows deutlich darstellen, etwa als Teil deines Projektmanagements, dann wähle Diagramme aus dieser Kategorie. Lass dich übrigens vom Namen nicht einschränken: Abseits der Arbeitswelt eignen sich diese Diagrammtypen auch prima für die Darstellung von Spielverläufen, Regeln und Abhängigkeiten.

Der Prozessablauf ist in dieser Visualisierung für jeden Betrachter deutlich zu erkennen:

Graphic Organizer Diagramme & Visualisierungen

Du möchtest Lernunterlagen, kreatives Material oder sonstige Themen visuell so aufbereiten, dass deine Leser sie einfach und klar strukturiert aufnehmen können? Dann sind Graphic Organizer Diagramme und Visualisierungsmethoden ideal. Jegliche Informationen lassen sich in diesen Diagrammen übersichtlich verteilen und die Schwerpunkte kannst du immer noch im Nachhinein festlegen. Für Trends, Prognosen und Vergleiche eignen sich die Diagramme in dieser Kategorie jedoch kaum.

Auch in der Freizeit, zum Beispiel für persönliche Projekte, lassen sich Diagramme dieser Kategorie bestens nutzen:

Welche Daten sollen in einem Diagramm hervorgehoben werden?

Auch wenn Diagramme die Verständlichkeit von Rohdaten automatisch bereits verbessern, gibt es da noch einige Dinge, die du beachten solltest, damit die Kernaussage deines Diagramms garantiert verstanden wird.

Die wichtigsten Daten und Fakten sollten in jedem Fall klar hervorgehoben werden. Dies erreichst du, indem du für diese Farbtöne wählst, die sich von den anderen Daten absetzen. Dabei bleibt es dir überlassen, ob du einen helleren, dunkleren oder ganz anderen Farbton verwendest. Zu den wichtigsten Daten oder Aussagen gehören meistens die tiefsten und höchsten Punkte, sowie die kleinsten als auch die größten Mengen.

Auch Größenunterschiede und Proportionen können helfen, die Hauptaussagen in deinem Diagramm noch klarer zu visualisieren, wie dieses Beispiel schön verdeutlicht:

Welche Farben eignen sich, um Daten zu visualisieren?

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, das gilt auch für Farben. Im Allgemeinen eignen sich alle Farben für Diagramme. Trotzdem kannst du durch die Beachtung dieser drei Tipps viel schneller an dein Ziel kommen. Diagramme sind letzten Endes auch Grafiken und daher lassen sich die allgemeinen Gestaltungsprinzipien hier ebenfalls anwenden.

Farbtipp #1: Verwende deine Markenfarben

Gestaltest du das Diagramm für deine Marke? Wenn ja, dann solltest du deine Markenfarben oder zumindest ähnliche Farbtöne verwenden, schließlich soll das Verhältnis zur Marke klar sichtbar sein. Dasselbe gilt für Icons oder andere Bilder, die in dein Diagramm mit einfließen sollen. Lass dich von ihren Farben inspirieren, um ein stimmiges Design zu schaffen.

In dieser Infografik werden die bereits bestehenden Farben auch für Diagramme benutzt:

Farbtipp #2: Wähle harmonierende Farben

Willst du mehrere Diagramme erstellen oder bleibt es bei einem einzigen? Falls es mehrere Diagramme werden sollen, zum Beispiel für eine Präsentation oder einen mehrseitigen Bericht, dann wähle eine Farbpalette aus, die miteinander harmonierende Farben beinhaltet. Die Leser sollten durch zu viele stark kontrastierende Farben nicht überfordert werden. Gleichzeitig konkurrieren Diagramme bei harmonierenden Farbtönen nicht miteinander, falls diese auf derselben Seite landen. Entscheide dich entweder für warme oder kalte Farbtöne und bleib bei diesen.

Blau- und Grüntöne gehören zu den kalten Farbtönen und harmonieren ideal miteinander, wie man in diesem Beispiel gut sehen kann:

Farbtipp #3: Setze vereinzelt Kontraste

Hast du allerdings nur ein einziges Diagramm geplant und möchtest die Aufmerksamkeit darauf lenken, dann lohnt es sich, eher kontrastreiche Farben zu verwenden. Dies trifft oft bei Berichten auf sozialen Medien und Werbeflächen zu. Betrachter haben oftmals nur wenige Sekunden Zeit, um das Diagramm beim Scrollen wahrzunehmen. Benutze daher Farbkombinationen wie Schwarz und Gelb oder Weiß und Rot, um Spannung im Auge der Betrachter zu erzeugen. Weitere Tipps kannst du aus der Farbenlehre entnehmen.

Diese Infografik macht genau das: Die Diagramme setzen sich deutlich und kontrastreich vom Hintergrund und anderen grafischen Elementen ab:

Erstelle ein Diagramm mit einem Diagramm-Generator

Ein Diagramm auf einem so leeren weißen Blatt zu erstellen, klingt wie ein großer Aufwand. Vor allem stellst du dir sicher die Frage, womit du anfangen sollst? Glücklicherweise gibt es im Internet ausreichend Hilfsprogramme, die dir beim Anfang helfen können, wie zum Beispiel unser Graph Maker. Wir zeigen dir nun Schritt für Schritt, wie du ihn einsetzen kannst:

Schritt 1: Wähle zunächst den Titel deines Diagramms aus und klicke dann auf „Mein Diagramm jetzt erstellen“. Du kannst den Titel später auch noch ändern.

Schritt 2: Als Nächstes kannst du den Typ des Diagramms bestimmen. Falls du nicht genau weißt, welchen Diagrammtyp du benötigst, kannst du anhand von ein paar Fragen herausfinden, welcher für dein Projekt am besten geeignet ist.

Schritt 3: Im folgenden Schritt wird gefragt, was deine Grafik anzeigen soll. Handelt es sich bei dem von dir geplanten Diagramm etwa um einen Trend oder möchtest du eine hierarchische Übersicht erstellen? Wähle einfach die passende Eigenschaft des Diagramms aus – zu Beginn des Artikels gehen wir auf die einzelnen Kategorien näher ein.

Schritt 4: Nun werden dir verschiedene Unterarten des Diagrammtyps angeboten. Alle haben ähnliche Eigenschaften, etwa um zum Beispiel einen Vergleich darzustellen. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Aufmachung. Wähle eines, das am ehesten für deinen Zweck geeignet ist – du kannst auch mit verschiedenen herumspielen, um zu sehen, welcher Typ am besten passt.

Schritt 5: Im letzten Schritt hast du die Wahl zwischen Diagrammvorlagen derselben Unterart. Die gewählte Vorlage kannst du nun nach Lust und Laune anpassen – von Farben bis hin zur Form.

Erstelle ein Diagramm mit einer Diagrammvorlage

Falls dir die ganzen Fachbegriffe und Namen der Diagramme nicht weiterhelfen und du eher Bilder als Inspiration brauchst, dann ist diese Sammlung von Diagrammvorlagen wahrscheinlich hilfreicher.

Vielleicht weißt du bereits in etwa, in welche Richtung dein Diagramm visuell gehen soll, nur fehlt es dir an Beispielen. Der Vorteil an diesen Vorlagen ist, dass du nicht bei null anfangen musst. Wähle einfach eine passende Vorlage – die Farben und Schriftarten sind bereits für dich von Experten zusammengestellt worden. In der Vorlagensammlung sind die Diagramme allerdings nicht in verschiedene Typen unterteilt, sondern willkürlich aufgelistet. Lass dich hier einfach ein wenig inspirieren. Du kannst aber natürlich auch nach einem bestimmten Diagrammtyp suchen, gib dazu einfach den entsprechenden Namen in der Suchleiste oben oder direkt im Canva Editor ein.

Diagramme und Infografiken sind keine einfach Angelegenheit und benötigen ein geschultes Auge, um Fehler zu vermeiden und Präzision zu bewahren. Canva kann dir dank zahlreicher Vorlagen die passende Hilfestellung bieten, damit du jegliche Art von Daten visualisieren kannst. Probiere es einfach mal aus!

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