Produktiv von zu Hause arbeiten: 8 Tipps fürs Home Office

Vorbei sind die Zeiten, in denen man nur im Büro arbeiten konnte. Wir geben dir Tipps dazu, wie du auch im Home Office super produktiv arbeitest.

Seit mehreren Jahren schon geht der Trend dahin, teilweise oder sogar vollständig von zu Hause aus zu arbeiten, anstatt täglich ins Büro zu pendeln. Das Ganze hat nicht nur Vorteile wie weniger Zeitverlust für An- und Abfahrt, weniger Kosten für Tickets, Mittagessen, Büroflächen, etc., weniger Umweltbelastung dank weniger Verkehr und laut Studien offenbar mehr Produktivität, sondern kann auch in Zeiten wie der aktuellen COVID-19-Pandemie dazu beitragen, Unternehmen am Laufen zu halten, während du und deine Kollegen sicher sozial distanziert zu Hause bleiben.

Damit du also in den eigenen vier Wänden mindestens so sehr in die Gänge kommst, wie das im Büro der Fall wäre, haben wir von Canva hier praktische Tipps und Tricks für ein effizientes, produktives Home Office für dich.

01. Zieh dich morgens für die Arbeit an

Egal, ob ein Zoom-Meeting mit Kollegen auf dich wartet oder nicht, dich morgens für den Beruf anzuziehen ist ein wichtiger psychologischer Schritt, um dich auf einen Tag voller fokussierter, produktiver Arbeit vorzubereiten. Natürlich kannst du die High-Heels weglassen und auch eine Anzugjacke ist nicht unbedingt nötig, aber zumindest solltest du weiterhin deine morgendliche Routine so fortsetzen, dass du jederzeit die Tür öffnen könntest, sollte unerwartet jemand vor der Tür stehen.

So schüttelst du auch das träge Pyjama-Gefühl ab und stellst dich auf den Arbeitstag ein. Das Wichtigste ist, zumindest den Anschein eines normalen Alltags zu erhalten, indem du (mehr oder weniger) das tust, was du sonst auch vor der Arbeit tust.

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02. Halte dich weiterhin an deinen üblichen Zeitplan

Einer der größten Vorteile daran, zu Hause zu arbeiten, ist jener, dass du nicht wie bei der Arbeit im Büro pünktlichst losfahren und in der Firma punktgenau ankommen musst – um aber dennoch weiterhin für Struktur in einem Arbeitstag zu sorgen, solltest du deine üblichen Zeiten auch daheim zumindest grob einhalten. Das bedeutet nicht nur, dass du etwa zur selben Zeit wie sonst mit der Arbeit beginnen und aufhören solltest, sondern auch, dass du wie gewohnt regelmäßige Pausen einlegst und zwar so, wie das auch im Büro ganz natürlich geschehen würde.

Insofern ist es vollkommen in Ordnung, die Arbeit kurz zu unterbrechen, um beispielsweise die Wäsche aufhängen zu gehen; versuche allerdings, deine Unterbrechungen auf unter 15 Minuten zu beschränken – immerhin würdest du im Büro auch nicht länger am Stück mit Kollegen plaudern oder dir einen schnellen Kaffee holen. Auch deine Mittagspause sollte etwa zur gleichen Zeit stattfinden und mindestens eine Stunde lang dauern – nur so kannst du sichergehen, dass du am Nachmittag noch mit ausreichend Energie Aufgaben erledigen kannst.

Diese schicken Planer helfen dir dabei, die Arbeitswoche schon im Voraus zu gestalten – sowohl im Büro als auch zu Hause:

03. Richte dir ein Mini-Büro ein

Was macht ein Büro eigentlich zu einem Büro – mal abgesehen von den Kollegen? Die Tatsache, dass alles dort darauf abgestimmt ist, dich bei deiner Arbeit bestmöglichst zu unterstützen. Genau aus diesem Grund solltest du dir für dein Home Office auch zu Hause ein richtiges Mini-Büro einrichten – mit allem, was dazugehört: ein Schreibtisch samt Computer und Bildschirm sowie ausreichend Platz für Papierarbeiten und diverses Büromaterial, ein gemütlicher, ergonomischer Stuhl, eine natürlich Lichtquelle sowie bei Bedarf zusätzliche Lampen, etc. Kurzum: Dein Arbeitsplatz daheim sollte alles haben, was dir auch im normalen Büro zur Verfügung steht.

Zusätzlich kannst du natürlich noch andere Gimmicks hinzufügen, sofern du das möchtest: beispielsweise lärm-abschottende Kopfhörer für Meetings, eine eigene Kaffeemaschine oder ein Radio zur Unterhaltung. Was auch immer deinen Arbeitstag einfacher, produktiver bzw. angenehmer gestaltet, sollte hier Platz finden.

Bonus-Tipp: Das heißt übrigens nicht, dass du ab sofort immer nur von deinem Heimbüro aus arbeiten musst. Einige Vorzüge des Home Office sind ja eben, dass man auch mal von der Couch oder dem Balkon aus arbeiten kann. Allerdings hilft ein fixer Arbeitsplatz dir dabei, Privates und Berufliches gedanklich und organisatorisch zu trennen.

Gestalte deinen Arbeitsbereich auch motivierend, vielleicht mit selbst designten Postern? Diese zwei Vorlagen kannst du dazu gleich verwenden:

04. Nimm weiter an Meetings teil

Nur weil du und deine Kollegen nicht im selben Raum sind, heißt das noch lange nicht, dass ihr nicht weiterhin zusammenarbeiten könnt, beispielsweise bei Meetings oder Brainstorming-Sessions. Vorbei sind die Zeiten von krächzenden Videokonferenzen voller technischer Probleme, die obendrein schwer aufzusetzen sind – virtuelle Meetings über Programme und Apps wie Zoom, Skype for Business oder Google Hangouts machen die Online-Zusammenarbeit kinderleicht. Ach ja: Und da du im Home Office schließlich generell weniger mit deinen Kollegen plauderst als du das sonst im Büro machst, scheu dich auch nicht davor, diese Videokonferenzen auch etwas vom strikten Business abdriften zu lassen – immerhin soll auch der soziale Aspekt während deiner Heimarbeit nicht unnötig leiden.

05. Genieße die Vorteile

Klar, Produktivität ist wichtig – dasselbe trifft aber auch auf deine mentale Gesundheit und dein Wohlbefinden zu. Hab also keine Angst davor, auch sämtliche Vorteile von Heimarbeit auszunutzen, sondern genieße sie in vollen Zügen. So kannst du im Home Office glücklicher arbeiten, deine Gesundheit fördern und obendrein mitunter sogar noch deine Produktivität steigern.

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Lass beispielsweise (nicht ablenkende) Musik im Hintergrund laufen, so lange und so laut du möchtest, gönn dir in der Mittagspause ein kleines Nickerchen oder nutze die Zeit, die du sonst für den Weg zur Arbeit bzw. nach Hause verbracht hättest, dafür, ein leckeres Abendessen zu zaubern oder gleich den Speiseplan für die ganze Woche zu planen. Wenn du das Beste aus deiner (vorübergehenden) Heimarbeit machst, motivierst du dich automatisch dazu, jeden Morgen voller Elan in die Arbeit zu starten.

06. Trenne Arbeit von Privatleben

Genauso wie es (ausgesprochene sowie unausgesprochene) Regeln im Büro gibt, sollte es diese auch in deinem Home Office geben. Erstelle eine Liste mit Regeln für dich selbst, die dazu dienen, dein Arbeitsleben von deinem Privatleben zu trennen – so sorgst du für klare Grenzen und kannst Job und Privates auch während deiner Heimarbeit auseinanderhalten. Wenn du beispielsweise auf deiner Couch im Pyjama arbeitest, könnte es sein, dass sich dein Feierabend nicht anders genug anfühlt, um für wirkliche Entspannung zu sorgen und die Arbeit wirklich aus deinen Gedanken zu vertreiben. Je eindeutiger du die Trennlinie zwischen Arbeit und Vergnügen ziehst, desto eher kannst du am Ende eines jeden Arbeitstages deinen Job wirklich hinter dir lassen.

Stelle übrigens auch ein paar Regeln auf, die nicht direkt mit der Arbeit verbunden sind: Nimm dir beispielsweise vor, jeden Tag ein wenig Sonne zu tanken – und wenn es nur am Fenster oder beim Weg zum Briefkasten ist, streck dich regelmäßig, mach dir zu gewissen Zeiten eine Tasse Tee und versprich dir selbst, jeden Tag mit zumindest einem anderen Team-Mitglied zu plaudern, auch wenn es unnötig erscheint. Diese kleinen Maßnahmen sorgen dafür, dass du dich nicht zu sehr abschottest oder aus einer gewissen Routine fällst.

07. Nutze den Abend, um richtig zu entspannen

Obwohl die starke Einbindung von Internet im Job die Trennung zwischen Arbeit und Privatleben bereits im Büro fortlaufend schwieriger gestaltet, kann Heimarbeit hier noch eins drauflegen – umso wichtiger ist es, nach der Arbeit so richtig zu relaxen und die Arbeit bis zum nächsten Morgen ruhen zu lassen. Das wichtigste dabei ist, dir eine klare Ziellinie zu zeichnen, genau wie das auch bei der Arbeit im Büro der Fall wäre, wenn du Feierabend machst.

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Lass dich nicht dazu verleiten, bis in die späten Abendstunden zu arbeiten, nur weil du theoretisch könntest – im Gegenteil: Versprich dir selbst, deinen Laptop zu einer gewissen Zeit abzuschalten, alle Benachrichtigungen auf lautlos zu stellen und wirklich mit der Arbeit aufzuhören, egal, wie viele Aufgaben noch offen sind. Morgen ist auch noch ein Tag.

08. Baue Bewegung und Pausen in deinen Tag ein

Nur weil du von zu Hause aus arbeitest, heißt das noch lange nicht, dass du den ganzen Tag nur vor dem Computer oder auf der Couch sitzen musst. Die Arbeit im Home Office gibt dir im Idealfall sogar die Möglichkeit, dich noch mehr mit deiner Außenwelt zu beschäftigen, als du das für gewöhnlich bei der Arbeit im Büro tust – immerhin hast du dank wegfallender Fahrzeiten sogar mehr Zeit als sonst. Um dein geistiges wie körperliches Wohlbefinden zu stärken, solltest du regelmäßige Bewegung in deinen Tag bringen – beispielsweise bei einer kurzen 15-Minuten-Yoga-Session am Balkon, im Garten oder auch im Schlafzimmer. Ebenso könntest du kurze Meditationen in deinen Kalender eintragen, um dich durch das typische Nachmittagstief zu bringen. Schon solche kleinen Maßnahmen können gewaltige Effekte in Sachen Gesundheit und Wohlbefinden erzielen.

Bonus: Technik-Tricks, die dir dabei helfen, mit deinen Kollegen effektiv online zusammenzuarbeiten

Dir gemeinsam mit deinem Team formale Prozesse zu überlegen, kann einen riesigen Unterschied darin machen, wie glatt die Arbeit mit einem Team, das an unterschiedlichen Orten arbeitet, abläuft.

Welche technischen Hilfsmittel ihr dabei auch immer wählt, stelle sicher, dass dein ganzes Team glasklar weiß, welches Programm wofür da ist: Nutze etwa Slack als Alternative für die typischen Gespräche am Schreibtisch (du weißt schon, wenn du dich im Büro einfach mal umdrehst, um deine Kollegen etwas zu fragen), bleibe für tatsächliche Ankündigungen und Rundschreiben beim E-Mail-Versand, verwende Zoom, um Videokonferenzen zu starten und investiere Zeit (und Geld) in Team-Tracking-Tools wie beispielsweise Trello oder monday.com, um schnell sehen zu können, wer gerade woran arbeitet, ohne erst nachfragen zu müssen.

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Hier sind noch ein paar weitere praktische Apps, die eure Arbeitsabläufe im Team #HomeOffice vereinfachen und produktiver gestalten können:

Noisli

Wenn du Spotify und seine Autoplay-Funktion während der Arbeit zu ablenkend findest, aber dennoch nicht in totaler Stille arbeiten möchtest, dann ist diese App hier wie für dich gemacht: Noisli spielt beruhigende Hintergrundgeräusch ab, beispielsweise ein Lagerfeuer oder Windbrausen, um dich zu entspannen und bei Konzentration zu halten.

Post-it App

Nutzt du üblicherweise lieber einen physischen Aufgaben-Tracker? Mit der Post-it App kannst du deine physischen Post-it-Brainstorming-Sessions digital festhalten und diese dann mit deinen Online-Teammitgliedern teilen.

Flock

Wenn du den gemeinschaftlichen Aspekt deiner Arbeit liebst und diesen auch im Home Office nicht verlieren möchtest, dann probier mal diese App hier aus. Gespräche über Flock können privat mit einer einzigen Person oder auch als Gruppe abgehalten werden, mit zusätzlichen Optionen wie Screen-Sharing oder Nachrichten-Markierung als spätere Referenz.

Und zum Abschluss haben wir hier noch zwei Vorlagen für Projekt-Reports, mit denen du festhalten kannst, wer woran gerade arbeitet und wie der Stand der Dinge ist:

Fühlst du dich jetzt bestens vorbereitet für deine Arbeit im Home Office? Dann raus aus dem Schlafanzug und ran an die Aufgaben. Wir wünschen dir viel Erfolg!

Deine Geheimwaffe für beeindruckende Designs