So bleibst du in der Selbstisolation mit anderen verbunden

Sozialer Kontakt ist für Menschen ein absolutes Muss – wir zeigen dir, wie du auch in der Selbstisolation mit Freunden und Familie verbunden bleibst.

Menschen sind sehr soziale Wesen. In Studien wurde nachgewiesen, dass soziale Isolation vergleichsweise negative Folgen wie das Rauchen von 15 Zigaretten täglich haben kann. Umso wichtiger ist es also, während der aktuell vorgeschriebenen sozialen Distanzierung im Zuge der Eingrenzung der COVID-19-Pandemie, Kontakte auf andere Weise als durch direkte persönliche Treffen aufrechtzuerhalten. In unserem Artikel verraten wir dir deshalb, was du tun kannst, um mit Freunden und Familienmitgliedern in Kontakt zu bleiben.

Was bedeutet soziale Distanzierung und Selbstisolation überhaupt?

Auch wenn sowohl soziale Distanzierung wie auch Selbstisolation bis zu einem gewissen Grad eine soziale Isolierung bedeuten, hilft es, beides eher als „physische Distanzierung” zu betrachten – also als körperliches Fernhalten von anderen Personen. Im Fall von COVID-19 sollte dieser Abstand zumindest rund zwei Meter betragen, aber in anderen Fällen, beispielsweise, wenn man in einem anderen Land oder in einer anderen Region als Freunde oder Familie wohnt, kann dieser Abstand noch viel größer sein.

Wenn soziale Distanzierung und Selbstisolation aus gesundheitlichen Gründen stattfinden, ist es am einfachsten, sich dafür aus dem öffentlichen Leben zu entfernen, also alle öffentlichen Bereiche zu vermeiden, an dem sich Leute üblicherweise in Gruppen aufhalten, darunter beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, Restaurants, Bars und Theater, aber auch Treffen mit Freunden.

Man kann den Liebsten auch aus der Ferne zeigen, wie viel sie einem bedeuten, und auch andere daran erinnern, in Kontakt zu bleiben – beispielsweise mit Social Media Posts wie diesen hier:

Wie bleiben wir in Verbindung, während wir uns voneinander fernhalten?

Auch wenn diese beiden Dinge auf den ersten Blick widersprüchlich wirken, ist es tatsächlich möglich, mit Freunden und Familie verbunden zu bleiben, während du dich gleichzeitig von ihnen fernhältst. Der wichtige Unterschied liegt dabei in der Unterscheidung von sozialer und physischer Distanz. Hast du diesen Unterschied erst mal verinnerlicht, wird alles schnell viel klarer.

Zur Erläuterung: Auch wenn es mit gemeinsamen Drinks an Freitagabenden vorläufig mal nichts wird, kannst du problemlos Drinks mit deinen Freunden über Video Calls genießen – und glaub uns, auch digital geteilte Cocktails und Unterhaltungen bringen jede Menge Spaß und gute Laune.

Hier sind ein paar praktische Vorschläge, wie du dich mit deinen Liebsten weiterhin verbunden fühlen kannst, ohne ihnen dabei physisch zu nahe zu kommen:

01. Plane deinen Tag

Dein üblicher Alltag hat vermutlich eine mehr oder weniger fixe Struktur, die dir vielleicht gar nicht mal so bewusst ist: Wann du für gewöhnlich aufstehst, wann du das Haus verlässt, wann du in der Arbeit ankommst, wann du zu Mittag isst oder deinen Nachmittags-Kaffee bzw. -Tee trinkst oder wann du dein Abendessen kochst hat alles natürlichen Einfluss auf die übliche Struktur deines Tages.

Ohne all diese gewohnten Fixpunkte kann es deshalb leicht passieren, dass du dich ein wenig verloren fühlst. Auch wenn du keine festen Zeitabläufe einhalten musst (außer natürlich, du möchtest), kann dir das Aufrechterhalten einer halbwegs ähnlichen Tagesstruktur dabei helfen, in Abwesenheit deiner sonstigen Verpflichtungen und Ausgehmöglichkeiten einen klaren Kopf zu bewahren.

Wenn du ein Fan von Yoga am Morgen bist, dann mach damit also am besten einfach weiter – nur ab sofort eben im Schlafzimmer. Wenn du von zu Hause aus arbeitest, halte dich in etwa an die gleichen Arbeitsstunden, um mit deinem Job und deinen Kollegen in gewohnter Weise verbunden zu bleiben (wandle euer morgendliches Meeting einfach in einen Zoom-Call um oder trinke deinen Nachmittags-Büro-Kaffee wie immer mit deinen Team-Kameraden, nur aktuell eben während eines Skype-Anrufes).

Umso mehr Normalität du während deiner Selbstisolation beibehalten kannst, um eher bleibst du mit dir selbst und allem, was dich ausmacht, in täglichem Einklang.

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02. Umgib dich mit Positivem

Egal, ob du dir dafür positive (Katzen- und Hunde-) Posts auf Instagram ansiehst oder einfach die Nachrichten den Großteil deines Tages abschaltest – umgib dich mit ein wenig Sonnenschein, auch wenn du deinen realen Sonnenschein-Konsum gerade etwas einschränken musst. Seiten wie Positive News oder Matters Journal sind dabei gute Anlaufstellen, wenn die Dinge mal wieder etwas düster erscheinen.

Erstelle auch eine Liste mit Dingen, für die du dankbar bist – inklusive deiner Gesundheit, einem Heim, von dem aus du arbeiten kannst, und Familienmitglieder und Freunde, die du bei Bedarf anrufen kannst – halte (digitalen) Kontakt mit Menschen, die dich glücklich machen.

Natürlich kannst du auch selbst Positivität verbreiten, beispielsweise mit motivierenden bzw. inspirierenden Posts. Hier sind ein paar Vorlagen dazu:

03. Bleib in Bewegung

Nur weil du jetzt mehr Zeit zu Hause verbringst, musst du deshalb nicht jede freie Minute zusammengerollt auf der Couch verbringen. Bewegung sollte nachwievor regelmäßiger Bestandteil deines Tagesablaufs sein, ob du dich nun am Schlafzimmerboden beim Yoga verausgabst oder am Balkon Kniebeugen machst.

04. … und in sozialem Kontakt

Südkorea genießt die Vorteile von digitaler Verbundenheit schon seit rund einem Jahrzehnt. Mukbang, eine Verschmelzung der koreanischen Wörter für ‘lass uns essen’ (mukja) und ‘ausstrahlen’ (‘bang song’) bezeichnet die Online-Übertragung von Live-Videos, die Leute dabei zeigen, wie sie eindrucksvolle Mengen an Essen verdrücken. Das Phänomen ist angeblich deshalb so populär, weil es dafür sorgt, dass sich isolierte Menschen weniger alleine fühlen. Du kannst während deiner Selbstisolation ähnliche Verbindungen mit deinen Liebsten aufbauen, trotz der physischen Distanz.

Lust darauf, deine liebste Serie zu gucken? Ruf einen Freund an, lasst das Telefon auf Lautsprecher und startet die Folge gleichzeitig, um sie quasi gemeinsam zu schauen und währenddessen miteinander plaudern zu können. Erstelle geschlossene Chatgruppen oder Social Media Kanäle mit Freunden und teile dort alle täglichen Dinge, die du diesen sonst persönlich erzählen würdest. Sag deinen nächsten Buchclub-Abend nicht ab, sondern halte diesen einfach über Zoom ab. Wenn du erst mal damit beginnst, physische Interaktionen mit digitalen zu ersetzen, wirst du dich umgehend wieder verbundener mit deinen Freunden und Familienmitgliedern fühlen.

05. Suche die Nähe zur Natur

Rausgehen solltest du im Moment ja besser nicht, solange es nicht unbedingt sein muss, aber du kannst auch von deinen vier Wänden aus mit der Natur verbunden bleiben. Schau dir den Sonnenauf- oder -untergang vom Fenster oder Balkon aus an, leg dich in deinem eigenen Garten ins Gras oder beobachte die Ameisen in deiner Einfahrt. All diese Dinge erinnern uns daran, dass es in der Welt weitergeht, auch wenn wir gerade ein wenig Stillstand erleben – und das alles, auch die aktuelle Phase der Selbstisolation, wieder vorübergeht.

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06. Ordne deine Gedanken neu

Erinnerst du dich noch an all die Dinge, für die du nie genügend Zeit hattest? Jetzt hast du Zeit für sie. Nicht nur mit deinen Freunden, deiner Familie und der Natur solltest du nämlich während deiner Selbstisolation verbunden bleiben, auch mit deinen Zielen, damit sie dich im Hier und Jetzt verankern, dir aber auch als Wegweiser in die Zukunft nach der Isolation führen. Vergiss nicht, dass es sich bei den aktuellen Einschränkungen trotz aller Härte nur um temporäre Maßnahmen handelt. Also lies Krieg und Frieden, lern Spanisch, räum deine Vorratskammer auf oder sortiere deine alten Klamotten aus. Was immer du schon seit Monaten oder sogar Jahren vor dir herschiebst oder was immer zwischen all deinen sonstigen sozialen und beruflichen Verpflichtungen einfach nie Zeit fand – jetzt ist der Moment dafür gekommen.

Mach zudem eine Liste mit all deinen erledigten Vorhaben und hänge diese gut sichtbar an den Kühlschrank oder deine Pinnwand, um dich regelmäßig daran zu erinnern, dass du immer noch Dinge voranbringst, auch wenn deine Zeit draußen und mit anderen gerade stark eingeschränkt ist.

Wenn du auf der Suche nach ein paar hübschen Designs für deine Zuhause-Bucket List oder generellen Ziele bist, dann haben wir hier ein paar passende Vorlagen für dich:

07. Praktiziere Freundlichkeit

Der einfachste Weg, dein eigenes Wohlbefinden zu steigern, ist anderen gegenüber freundlich zu sein. Studien zeigen, dass altruistisches Verhalten die eigene Sterblichkeitsrate um bis zu unglaubliche 44% senken kann. In Zeiten, in denen wir körperlich von unseren Communities abgeschnitten sind, ist es deshalb wichtiger denn je, bedeutende Verbindungen mit jenen aufzubauen, die bereits auf die eine oder andere Art isoliert leben und womöglich zusätzliche Hilfe brauchen.

Die Kampange #viralkindness (virale Freundlichkeit) macht es beispielsweise vor: Schaffe dazu süße Postwurfkarten, die anderen vermitteln, dass du dich für all jene zur Verfügung stellst, die Hilfe benötigen oder sich aus gesundheitlichen Gründen während der aktuellen Krise ganz besonders schützen müssen. Du könntest dabei etwa für ältere Leute einkaufen gehen oder sie auch bloß anrufen, um ihnen ein wenig Gesellschaft zu leisten – all diese Dinge können das Leben von Leuten, denen es aktuell nicht besonders gut geht maßgeblich zum Positiven wenden.

Wenn du gerne deine eigene virale Freundlichkeitskampagne starten möchtest, dann findest du bei Canva ein paar tolle, fröhlich wirkende Vorlagen, die dir beim Design deiner Karten helfen können. Sie etwa hier:

Fallen dir noch mehr Tipps ein, die dir und anderen das Leben während der Selbstisolation leichter machen können? Dann teile doch auch diese mit deinen Freunden und deiner Familie und gemeinsam stehen wir die aktuelle Krise schon durch – sozial distanziert aber garantiert nicht mental isoliert und einsam.

Deine Geheimwaffe für beeindruckende Designs