Sozialer Kontakt ist für Menschen ein absolutes Muss – wir zeigen dir, wie du auch in der Selbstisolation mit Freunden und Familie verbunden bleibst.
Menschen sind sehr soziale Wesen. Daher ist es wichtig, während der aktuell empfohlenen und vorgeschriebenen Distanzierung, Kontakte auf andere Weise als durch persönliche Treffen aufrechtzuerhalten. In unserem Artikel verraten wir dir deshalb, was du tun kannst, um mit Freunden und Familienmitgliedern in Kontakt zu bleiben.
Auch wenn sowohl soziale Distanzierung als auch Selbstisolation bis zu einem gewissen Grad eine soziale Isolierung bedeuten, hilft es, beides eher als „physische Distanzierung” zu betrachten – also als körperliches Fernhalten von anderen Personen. Im Fall von COVID-19 sollte dieser Abstand zumindest rund zwei Meter betragen, aber in anderen Fällen, beispielsweise, wenn man in einem anderen Land oder in einer anderen Region als Freunde oder Familie wohnt, kann dieser Abstand noch viel größer sein.
Wenn soziale Distanzierung und Selbstisolation aus gesundheitlichen Gründen stattfinden, ist es am einfachsten, alle öffentlichen Bereiche zu vermeiden, an denen sich Leute üblicherweise in Gruppen aufhalten, darunter beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, Restaurants, Bars und Theater, aber auch Treffen mit Freunden.
Man kann den Liebsten auch aus der Ferne zeigen, wie viel sie einem bedeuten – beispielsweise mit einer Karte wie dieser hier, die sowohl elektronisch als auch auf den Postweg verschickt werden kann:
Auch wenn diese beiden Dinge auf den ersten Blick widersprüchlich wirken, ist es auf jeden Fall möglich, mit Freunden und Familie verbunden zu bleiben, während du dich gleichzeitig von ihnen fernhältst. Der wichtige Unterschied liegt dabei in der Unterscheidung von sozialer und physischer Distanz. Also auch wenn es mit gemeinsamen Drinks an Freitagabenden vorläufig mal nichts wird, kannst du problemlos deine Abende mit deinen Freunden während Video Calls(wird in einer neuen Registerkarte oder einem neuen Fenster geöffnet) genießen – und glaub uns, auch digital geteilte Cocktails und Unterhaltungen bringen jede Menge Spaß und gute Laune.
Hier sind ein paar praktische Vorschläge, wie du dich mit deinen Liebsten weiterhin verbunden fühlen kannst, ohne ihnen dabei physisch zu nahe zu kommen:
Dein üblicher Alltag hat vermutlich eine mehr oder weniger fixe Struktur, die dir vielleicht gar nicht mal so bewusst ist. Wann du für gewöhnlich aufstehst, wann du das Haus verlässt, wann du in der Arbeit ankommst, wann du zu Mittag isst oder deinen Nachmittags-Kaffee bzw. -Tee trinkst oder wann du dein Abendessen kochst, hat alles natürlichen Einfluss auf die übliche Struktur deines Tages.
Ohne all diese gewohnten Fixpunkte kann es deshalb leicht passieren, dass du dich ein wenig verloren fühlst. Auch wenn du keine festen Zeitabläufe einhalten musst (außer natürlich, du möchtest), kann dir das Aufrechterhalten einer halbwegs ähnlichen Tagesstruktur dabei helfen, in Abwesenheit deiner sonstigen Verpflichtungen und Ausgehmöglichkeiten einen klaren Kopf zu bewahren. Plane dabei auch Fixpunkte mit Freunden, Kollegen und deiner Familie ein.
Wenn du etwa ein Fan von Yoga am Morgen bist, dann mach damit am besten einfach weiter – nur ab sofort eben im Wohnzimmer und verbunden mit deinem Yoga Studio via Video Call. Wenn du von zu Hause aus arbeitest, halte dich in etwa an die gleichen Arbeitsstunden, um mit deinem Job und deinen Kollegen in gewohnter Weise verbunden zu bleiben. Wandle einfach euer morgendliches Meeting in einen Zoom-Call um oder trinke deinen Nachmittags-Büro-Kaffee wie immer mit deinen Team-Kameraden, nur aktuell eben bei einem Video-Call. Und nach Feierabend könntest du etwa ein neues Ritual anfangen, indem du regelmäßig mit jemandem aus deiner Familie oder deinem Freundeskreis telefonierst.
Umso mehr Normalität du während deiner Selbstisolation beibehalten kannst, desto eher bleibst du mit dir selbst und allem, was dich ausmacht, in täglichem Einklang.
Egal, ob du dir dafür positive (Katzen- und Hunde-)Posts auf Instagram ansiehst oder einfach die Nachrichten den Großteil deines Tages abschaltest – umgib dich mit ein wenig Sonnenschein, auch wenn du deinen realen Sonnenschein-Konsum gerade etwas einschränken musst. Seiten wie Positive News(wird in einer neuen Registerkarte oder einem neuen Fenster geöffnet) oder Matters Journal(wird in einer neuen Registerkarte oder einem neuen Fenster geöffnet) sind dabei gute Anlaufstellen, wenn die Dinge mal wieder etwas düster erscheinen.
Erstelle auch eine Liste mit Dingen, für die du dankbar bist – inklusive deiner Gesundheit, einem Heim, von dem aus du arbeiten kannst, und Familienmitglieder und Freunde, die du bei Bedarf anrufen kannst – halte (digitalen) Kontakt mit Menschen, die dich glücklich machen.
Natürlich kannst du auch selbst Positivität verbreiten, beispielsweise mit motivierenden bzw. inspirierenden Posts. Hier wäre eine Vorlage dafür:
Nur weil du jetzt mehr Zeit zu Hause verbringst, musst du deshalb nicht jede freie Minute zusammengerollt auf der Couch verbringen. Bewegung sollte nach wie vor regelmäßiger Bestandteil deines Tagesablaufs sein, ob du dich nun am Schlafzimmerboden beim Yoga verausgabst oder am Balkon Kniebeugen machst. Dank virtuellem Sportangebot musst du das auch gar nicht alleine machen – viele Fitnessstudios bieten aktuell Online-Trainings an, an denen du live teilnehmen kannst.
Südkorea genießt die Vorteile von digitaler Verbundenheit schon seit rund einem Jahrzehnt. Mukbang, eine Verschmelzung der koreanischen Wörter für ‘lass uns essen’ (mukja) und ‘ausstrahlen’ (‘bang song’) bezeichnet die Online-Übertragung von Live-Videos, die Leute dabei zeigen, wie sie eindrucksvolle Mengen an Essen verdrücken. Das Phänomen ist angeblich deshalb so populär, weil es dafür sorgt, dass sich isolierte Menschen weniger alleine fühlen. Du kannst während deiner Selbstisolation ähnliche Verbindungen mit deinen Liebsten aufbauen, trotz der physischen Distanz.
Lust darauf, deine liebste Serie zu gucken? Ruf einen Freund an, lasst das Telefon auf Lautsprecher und startet die Folge gleichzeitig, um sie quasi gemeinsam zu schauen und währenddessen miteinander plaudern zu können. Erstelle geschlossene Chat-Gruppen oder Social Media-Kanäle mit Freunden und teile dort alle täglichen Dinge, die du diesen sonst persönlich erzählen würdest. Sag deinen nächsten Buchclub-Abend nicht ab, sondern halte diesen einfach via Zoom oder Skype ab. Wenn du erst mal damit beginnst, physische Interaktionen mit digitalen zu ersetzen, wirst du dich umgehend wieder verbundener mit deinen Freunden und Familienmitgliedern fühlen.
Je nachdem, wie die aktuellen Distanzierungs-Regelungen oder -Empfehlungen in deiner Region gerade lauten, kann es sein, dass du momentan nicht unbedingt viel rausgehen solltest, falls es nicht notwendig ist. Das bedeutet aber nicht, dass du nicht auch von deinen vier Wänden aus mit der Natur verbunden bleiben kannst. Schau dir den Sonnenaufgang oder -untergang vom Fenster oder Balkon aus an, leg dich in deinem eigenen Garten ins Gras oder beobachte die Ameisen in deiner Einfahrt. All diese Dinge erinnern uns daran, dass es in der Welt weitergeht, auch wenn wir gerade ein wenig Stillstand erleben – und das alles, auch die aktuelle Phase der Selbstisolation, wieder vorübergeht.
Erinnerst du dich noch an all die Dinge, für die du nie genügend Zeit hattest? Jetzt hast du Zeit für sie. Nicht nur mit deinen Freunden, deiner Familie und der Natur solltest du nämlich während deiner Selbstisolation verbunden bleiben, auch mit deinen Zielen, damit sie dich im Hier und Jetzt verankern, dir aber auch als Wegweiser in die Zukunft nach der Isolation führen. Vergiss nicht, dass es sich bei den aktuellen Einschränkungen trotz aller Härte nur um temporäre Maßnahmen handelt. Also: Lies Krieg und Frieden, lern Spanisch, räum deine Vorratskammer auf oder sortiere deine alten Klamotten aus. Was immer du schon seit Monaten oder sogar Jahren vor dir herschiebst oder was immer zwischen all deinen sonstigen sozialen und beruflichen Verpflichtungen einfach nie Zeit fand – jetzt ist der Moment dafür gekommen.
Mach zudem eine Liste mit all deinen erledigten Vorhaben und hänge diese gut sichtbar an den Kühlschrank oder deine Pinnwand, um dich regelmäßig daran zu erinnern, dass du immer noch Dinge voranbringst, auch wenn deine Zeit draußen und mit anderen gerade stark eingeschränkt ist.
Wenn du auf der Suche nach einem hübschen Design für deine Zuhause-Bucket List oder deine generellen Ziele bist, dann haben wir hier eine passende Vorlage in Canva(wird in einer neuen Registerkarte oder einem neuen Fenster geöffnet) für dich:
Der einfachste Weg, dein eigenes Wohlbefinden zu steigern, ist anderen gegenüber freundlich und hilfsbereit zu sein. Studien zeigen, dass altruistisches Verhalten sogar gesund ist. In Zeiten, in denen wir körperlich von unseren Communities abgeschnitten sind, ist es deshalb wichtiger denn je, bedeutende Verbindungen mit jenen aufzubauen, die bereits auf die eine oder andere Art isoliert leben und womöglich zusätzliche Hilfe brauchen.
Die Kampagne #viralkindness (virale Freundlichkeit) macht es beispielsweise vor: Kreiere dazu süße Postwurfkarten oder Aushänge, die anderen vermitteln, dass du für alle, die Hilfe benötigen oder sich aus gesundheitlichen Gründen während der aktuellen Krise ganz besonders schützen müssen, zur Verfügung stehst. Du könntest dabei etwa für ältere Leute einkaufen gehen oder sie auch bloß anrufen, um ihnen ein wenig zuzuhören – all diese Dinge können das Leben von Leuten, denen es aktuell nicht besonders gut geht maßgeblich zum Positiven wenden.
Fallen dir noch mehr Tipps ein, die dir und anderen das Leben während der Selbstisolation leichter machen können? Dann teile doch auch diese mit deinen Freunden und deiner Familie. Gemeinsam stehen wir die aktuelle Krise schon durch – und zwar distanziert aber garantiert nicht isoliert!
Geschrieben von
Canva Team