16 Tipps, wie du ein tolles Portfolio erstellst

Für Designer und Kreative ist ein schickes Portfolio das A und O, um neue Klienten zu gewinnen. Wir verraten dir 16 Pro-Tipps zur Gestaltung!

Vor Zeiten des Internets mussten Designer, Künstler und andere Kreativ-Arbeitende ihre Portfolios physisch zusammenstellen und darauf hoffen, dass sie es jemandem während eines Vorstellungsgesprächs zeigen konnten. Heutzutage läuft die Sache eher umgekehrt ab: Zuerst sehen potenzielle Klienten dein Portfolio online und erst dann entscheiden sie, ob sie dir die Chance für ein Bewerbungsgespräch geben möchten.

Umso wichtiger ist es also, dass dein Portfolio nicht nur dein Können, sondern auch deine Kreativität und Professionalität allgemein widerspiegelt. Im Folgenden haben wir 16 wertvolle Tipps für dich, um dein Portfolio so richtig strahlen zu lassen.

01. Achte darauf, was du alles in dein Portfolio aufnimmst

Gib auf keinen Fall einfach alles rein, was du jemals geschaffen hast. Nimm dir stattdessen ausreichend Zeit, durch all deine Arbeiten zu gehen und nur jene Stücke auszuwählen, auf die du stolz bist oder von denen denkst, dass sie ganz besonders gut geworden sind. Die Aufmerksamkeitsspanne heutzutage ist recht kurz – vor allem online –, also zeig deinen Lesern deine besten Werke zuerst (oder sogar nur diese).

Bei dieser Broschüren-Vorlage wurden gezielt zusammenpassende Bilder zu unterschiedlichen Themen gewählt, um ein stimmiges Bild zu schaffen, das gleichzeitig ein volles Spektrum abdeckt:

Tipp: Überleg dir bei der Auswahl der Werke für dein Portfolio auch, welche Art von Klienten du ansprechen möchtest. Wenn du eine bestimmte Art von Arbeit annehmen möchtest, dann hebe vor allem jene Werke hervor, die die entsprechende Zielgruppe ansprechen könnten.

02. Setze erfolgreiche Projekte in Szene

Hattest du ein Projekt, das ganz besonders tolles Feedback bekommen oder sogar einen Preis gewonnen hat? Oder gibt es einfach Werke, auf die du so richtig stolz bist? Setze diese gezielt in Szene. Du kannst dafür entweder eine spezielle „Highlight”-Seite einfügen, oder du nutzt die entsprechenden Arbeiten als großen Blickfang auf dem Cover bzw. auf einer Intro-Seite.

03.  Zeig dich von deiner kreativsten Seite

Wer auch immer dein Portfolio ansieht, möchte auf keinen Fall genau dasselbe sehen, was sie auch schon in zehn anderen Portfolios gesehen haben – sei also so kreativ wie möglich und inkludiere deine besten, einfallsreichsten, modernsten, einzigartigsten Werke.

Online kannst du bereits auf der Homepage deiner Website gezielt deine Arbeiten als Blickfang einsetzen, wie etwa bei dieser Design-Vorlage hier:

04. Sorge für Abwechslung

Egal auf welche Kreativ-Sparte du spezialisiert bist, stell sicher, dass du in deinem Portfolio deine gesamte Bandbreite vorstellst. Es wäre schade, wenn ein potenzieller Kunde etwa auf der Suche nach einem tollen Schwarz-Weiß-Fotografen ist, du auch tolle Schwarz-Weiß-Bilder machst, aber nur farbige Fotos in deinem Portfolio auftauchen und der Kunde deshalb gar nicht erst anfragt.

Tipp: Auch wenn du viele verschiedene Stile oder Designs zeigst, sollte sich ein roter Faden durch dein Portfolio ziehen. Versuche, deine Werke zu sortieren (beispielsweise farblich oder thematisch) oder aber in kreativen Mustern anzuordnen (beispielsweise, indem du immer abwechselnd ein schwarz-weißes und dann ein farbiges Bild präsentierst).

05. Brauchst du ein Online- und ein Offline-Portfolio?

Die meisten Designer verwenden heutzutage in erster Linie Online-Portfolios, dennoch kann es von Vorteil sein, auch physische Offline-Portfolios zu erstellen – für den Fall, dass du doch mal ein persönliches Vorstellungsgespräch hast, und insbesondere dann, wenn du im Druckbereich arbeitest.

Offline-Portfolio: Zeichnungen an der Wand

06. Lege fest, wie viele Werke du in dein Portfolio aufnehmen möchtest

Wie viele Werke es genau sein sollen, darüber streiten sogar die Experten. Wir empfehlen, Qualität vor Quantität walten zu lassen und mindestens 10 Werke, aber nicht mehr als 20 mit aufzunehmen – immerhin möchtest du deine potenziellen Kunden nicht überfordern. Tatsache ist: Egal wie viele Projekte du in dein Portfolio aufnimmst, Leser werden sich immer nur ein paar davon wirklich ansehen, also halte den Zufallsfaktor möglichst klein und stelle nur deine besten Arbeiten vor.

07. Achte auf die Auflösung

Auch, wenn du dich einzig auf ein Online-Portfolio verlässt, solltest du hochauflösende Fotos deiner Kreationen haben – man weiß schließlich nie, ob ein physischer Druck nicht doch einmal gewünscht oder sogar nötig ist.

Außerdem: Klare, scharfe Detailaufnahmen einzelner Aspekte deiner Arbeiten bringen dein Können nicht nur glasklar zur Ansicht und liefern Details, die auf Gesamtaufnahmen oft untergehen, sie machen sich auch spitze auf Social Media – und schöne Detailaufnahmen gibt es eben nur, wenn die Originalbilder eine gewisse Auflösung haben.

Fotograf im Studio: Professionelle Aufnahmen fürs Portfolio

Tipp: Sollten einige (oder sogar alle) deiner Werke nur physisch existieren, mach Bilder davon, um sie in deinem Online-Portfolio zu zeigen, und achte auch hier darauf, Fotos in bestmöglicher Qualität aufzunehmen. Nutze dafür auf keinen Fall bloß dein Handy, sondern engagiere einen professionellen Fotografen.

08. Bleib aktuell

Erste Faustregel: Wenn du nicht gerade zeitlose Klassiker entwirfst, beschränke dich auf Arbeiten der vergangenen drei Jahre. Trends und Techniken kommen und gehen in Windeseile und du möchtest auf keinen Fall, dass dein Portfolio veraltet wirkt. Zudem zeigt ein aktuelles Portfolio, dass du ständig neue Projekte verwirklichst.

Auch in Sachen Präsentation solltest du up-to-date bleiben: Simple Fotos mit Schlagschatten waren beispielsweise gestern und sind unter anderem für die Darstellung von neuen technischen Geräten komplett aus der Mode – heutzutage verwendet man hierfür 3D-gerenderte Visualisierungen, die dem Betrachter geradezu lebensecht entgegenkommen.

09. Inkludiere ruhig auch persönliche Projekte

Fürs Portfolio: Schöne Blumen- und Blüten-Zeichnungen

Dein Portfolio muss nicht ausschließlich aus Projekten oder Werken bestehen, die du für Kunden erstellt hast. Wenn du nebenbei gerne auch private Arbeiten kreierst und besonders stolz auf einige davon bist, dann spricht absolut nichts dagegen, auch diese in dein Portfolio mit aufzunehmen.

10. Bring Ordnung in dein Portfolio

Hast du deine Bilder erst einmal ausgewählt, schau nochmal über alle Werke und stelle sicher, dass ein eindeutiger Stil (dein Stil!) erkennbar ist und die Stücke nicht etwa wirken, als kämen sie von verschiedenen Personen.

Sollten deine Werke sehr unterschiedlich sein, kannst du dein Portfolio auch harmonischer gestalten, indem du einen „roten Faden” hinein bringst – deine Stücke also so anordnest, dass ähnliche Arbeiten oder Arbeiten mit gemeinsamen Elementen nebeneinander platziert sind und so ein Werk zum nächsten führt.

Du kannst beispielsweise Werke von dir bündeln, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen, wie in dieser süßen Flyer-Vorlage hier:

11. Lass dich von deinen Kunden empfehlen

Solltest du bereits auf eine ganze Reihe zufriedener Kunden zurückblicken, dann lass dich doch von ihnen empfehlen. Testimonials sind eine tolle Art, um zu zeigen, dass nicht nur du selbst, sondern auch ehemalige Klienten von deiner Arbeit begeistert sind. Frage am besten auch nach, ob zufriedenen Kunden dir nicht einen kurzen Referenztext schreiben können, den du dann auf deiner Portfolio-Website präsentieren kannst.

12. Zeig auch die Resultate

Wenn du beispielsweise im Marketing arbeitest und an einer Kampagne mitgearbeitet hast, dann teile deinen potenziellen Neukunden am besten nicht nur mit, was du gemacht hast, sondern wenn möglich auch, wer sonst noch an dem Projekt beteiligt war, wie der Erfolg der Kampagne gemessen wurde und wie die Ergebnisse tatsächlich ausgesehen haben – das schafft Vertrauen darin, dass deine Arbeit auch wirklich den gewünschten Effekt haben wird.

Tipp: Frage am besten bei deinen Kunden nach, welche Arten von Informationen du über den Erfolg der Werke in deinem Portfolio darstellen darfst bzw. erarbeite mit ihnen gemeinsam Case Studies, die zeigen, warum und wie deine Arbeiten eingesetzt wurden und was dabei rauskam. Hier findest du eine schicke Projektbericht-Vorlage, die du passend dafür umgestalten kannst:

13. Verwende keine Animationen in deinem Portfolio

Halte dein Portfolio simpel und lass die Leser in ihrem eigenen Tempo durchklicken – Flash oder andere Animationstechniken lenken womöglich ab oder können technische Probleme beim Ansehen hervorrufen. Falls du deine Arbeiten dennoch etwas hipper präsentieren möchtest, kannst du stattdessen Features wie Parallex oder andere Scrolling-Mechaniken verwenden.

14. Stelle deinen Design-Prozess vor

Fashion Design Sketches fürs Portfolio

Gibt es ein Logo-Design, das dir besonders gut gefallen hat, was dein Klient dann aber für einen anderen Entwurf verworfen hat? Kein Problem, zeig einfach alle möglichen Entwürfe in deinem Portfolio und merke an, welches im Endeffekt vom Kunden ausgewählt wurde. Neue, potenzielle Klienten sollen ruhig sehen, wie vielfältig deine Ideen sind und aus wie vielen kreativen Möglichkeiten sie wählen können, wenn sie dich beauftragen.

15. Aktualisiere dein Portfolio regelmäßig

Dein Portfolio ist vollständig, sieht gut aus und steht auf deiner Website? Wenn du denkst, dass es damit getan ist, müssen wir dich leider enttäuschen. Erinnerung an Punkt 8: Bleib aktuell! Spätestens alle sechs Monate solltest du dein Portfolio wieder einmal aktualisieren, um es immer auf dem neuesten Stand zu halten.

16. Hol dir eine zweite Meinung

Bildauswahl: Finde Helfer für dein Portfolio

Wenn du an diesem Punkt angelangt bist, hast du vermutlich schon Stunden auf deine Werk-Auswahl und dein Portfolio selbst geschaut und bist mittlerweile komplett betriebsblind – also gönn dir eine Pause und hol dir Feedback von einem frischen Paar Augen. Dinge, die deine Test-Leser beachten sollten: Wirkt die Projekt/Werk-Auswahl harmonisch? Fließt sie? Sieht alles professionell aus? Gibt es Typos oder andere Fehler? Findet man sich leicht zurecht und kann einfach durch das Portfolio klicken? Fehlt etwas Wichtiges? Basierend auf ihrem Feedback kannst du dementsprechend Änderungen vornehmen.

So, hoffentlich waren ein paar nützliche Tipps für dich mit dabei. Wenn du jetzt direkt mit der Gestaltung deines eigenen Portfolios beginnen möchtest, dann klicke einfach auf eine der anpassbaren Vorlagen im Artikel oder leg direkt in Canva auf einer leeren Leinwand los!

Deine Geheimwaffe für beeindruckende Designs