16 Methoden, um den Unterricht kreativ zu gestalten

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Möchtest du deine Schüler mit Kreativität motivieren? Wir verraten dir, wie du ganz einfach deinen Unterricht kreativ gestalten kannst.

Mehr Kreativität im Klassenzimmer kann ganze Berge versetzen: Kreativer Unterricht fördert freies Denken, hilft Schülern, ihre Meinung frei auszudrücken und fordert alternative Denkweisen – und das Wichtigste: Er sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche mit mehr Begeisterung und somit auch effektiver lernen. Im Folgenden haben wir für dich 16 Tipps, wie du den Unterricht kreativer, farbenfroher und motivierender gestalten kannst.

01. Schaffe Raum für Brainstorming

Brainstorming ist eine tolle Lernmethode, um deine Schüler anzuregen, kreativ zu werden, neue Denkansätze zu finden und den Lernstoff auf ihre eigene Weise zu verinnerlichen. Unterstützen kannst du diese Technik, indem du sie mit visuellen Hilfsmitteln kombinierst – also beispielsweise die Ergebnisse in Präsentationen, auf Plakaten oder Post-it-Boards festhältst. So können deine Schüler immer wieder darauf zurückgreifen.

Hier sind zwei schicke Vorlagen, die fürs Brainstorming hilfreich sind und die du je nach Thema einfach umgestalten kannst:

02. Setze auf praktisches Lernen

Dinge selbst auszuprobieren hilft dabei, die Theorie zu verstehen und das Gelernte langfristig zu behalten. Hier sind ein paar Tipps, wie du deinen Unterricht praktischer gestalten kannst:

Sprachunterricht: Anstatt deine Schüler Texte alleine zu Hause lesen zu lassen, baue gemeinsame Lesungen in deine Stunden ein. Stelle dabei sicher, dass jeder Schüler zumindest eine kurze Passage vorliest. Alternativ kannst du mit deiner Klasse auch ein Theaterstück durchgehen, bei dem jeder Schüler eine Rolle zum Lesen bekommt bzw. könnt ihr die Rollen auch immer wieder neu vergeben.

Medien & Design: Wann immer es darum geht, „praxisnahe“ Dinge zu lernen, lass deine Schüler diese doch selbst ausprobieren, anstatt ihnen nur davon zu erzählen. Wenn es um Webdesign geht, könntest du sie beispielsweise eine eigene Website bauen lassen, anstatt ihnen bloß die Theorie von Websprachen beizubringen.

Mathe: Mathematik hat zahlreiche reale Anwendungsmöglichkeiten, die du in den Unterricht einbauen kannst. Ein besonders witziger ist es etwa, deine Schüler Papierflugzeuge bauen zu lassen und sie dann Berechnungen anstellen zu lassen, um deren Geschwindigkeit vorauszusagen.

Hier ist eine Vorlage, die dich (und deine Schüler) immer wieder daran erinnert, den Unterricht möglichst aktiv zu gestalten:

03. Überdenke das Klassenzimmer

Im Laufe eines Schuljahres werden deine Schüler alleine arbeiten, in Gruppen Projekte durchführen, als gesamte Klasse Diskussionen führen, auch mal Präsentationen vor ihren Mitschülern halten und dank aktuellem Anlass auch alleine zu Hause lernen und Stoff erarbeiten. Damit der Lernfluss bei all diesen Aktivitäten optimal bleibt, empfiehlt es sich, die Einrichtung der Klasse möglichst flexibel zu halten, damit Tische, Stühle und mehr bei Bedarf schnell anders angeordnet werden können.

Die amerikanische Lehrer-Plattform TeachThought haben eine interessante Infografik der USC Rossier zum dem Thema geteilt und auch generell viele Infos zum Thema Klassenzimmer-Layout. Sollte es nötig sein, am Ende des Tages wieder alle Tische zurück in die ursprüngliche Position zu bringen, dann könnt ihr als Klasse gemeinsam jede Woche neue Helfer einteilen, die dir nach Unterrichtsende kurz damit helfen.

Gerade jetzt, da Abstand ein wichtiges Thema geworden ist, könntest du dir zudem überlegen, ob Teile des Unterrichts nicht auch draußen abgehalten werden können. Solange die Temperaturen und das Wetter es zulassen, kannst du so ganz praktisch die Natur miteinbeziehen und deine Schüler bleiben außerdem mehr in Bewegung.

Hier ist eine Vorlage, die du als wöchentliches Design immer neu anpassen könntest:

04. Verwende ungewöhnliche Lernmaterialien

Schulbücher, Stundenpläne und Hand-outs sind eine großartige Lerngrundlage, wenn du aber zusätzlich außergewöhnliche Lernmaterialien einführst, hältst du den Unterricht nicht nur frisch, sondern ermutigst deine Schüler auch dazu, auf andere Arten zu denken und neue, kreative Ansätze zu entwickeln.

Hier sind ein paar Beispiele für solche alternativen Materialien:

  • TED-Talks: Vorbilder und Experten spielen in der kreativen Entwicklung von Jugendlichen eine wichtige Rolle – TED-Talks können dabei ein hilfreiches Mittel im Unterricht sein. Auf der offiziellen Website findest du zahlreiche Videos zu allen möglichen Themen. Du kannst sie auch nach Sprachen filtern und so zahlreiche deutschsprachige bzw. Videos mit deutschen Übersetzungen finden. Auch regionale TEDx-Veranstaltungen bringen immer wieder spannende Videos hervor.
  • Podcasts: Egal, welches Thema du gerade behandelst, du findest bestimmt einen Podcast dazu. Diese vorab aufgezeichneten Sendungen behandeln Themen mit Humor, untermalen sie mit Musik und Soundeffekten und machen das Lernen kreativer und spaßiger. Zudem erreichst du damit auditive Lerntypen bzw. förderst diese Fähigkeit in deiner Klasse.

Hier sind zwei Arbeitsblatt-Vorlagen für Buchvorstellungen, die du aber auch für Podcasts und Videos umgestalten kannst, um zu sehen, welche davon wie ankommen:

05. Ermutige freundliche Diskussionen

Deine Schüler davon abzuhalten, während des Unterrichts zu quatschen, kann manchmal eine ziemliche Herausforderung sein – aber anstatt sie dazu zu bringen, nichts zu sagen, kannst du sie auch einfach dazu ermutigen, zum Thema beizutragen.

Diskussionen bereichern den Unterricht, indem sie die Schüler dazu bringen, sich aktiv mit einem Thema und ihrer Meinung dazu auseinanderzusetzen, anderen zuzuhören und das Gehörte kritisch zu reflektieren und eine gute Gesprächskultur zu entwickeln. Außerdem hilft es ihnen dabei, sich von den Ideen der anderen inspirieren zu lassen, diese auszubauen und sich somit gegenseitig kreativ anzufeuern.

Hier sind zwei Arbeitsblatt-Vorlagen, die du als Grundlage für spannende Diskussionen mit deiner Klasse nutzen kannst:

06. Ersetze Hierarchie durch gemeinschaftliches Lernen

Traditioneller Unterricht folgt einer Art Hierarchie: Der Lehrer steht vorne und spricht, die Schüler sitzen gegenüber und hören zu oder tun, was von ihnen gerade verlangt wird. Das Machtgefälle hier ist definitiv spürbar und kann die Kreativität und Motivation deiner Schüler negativ beeinflussen. Bezieh deine Schüler also am besten aktiv in den Lernprozess mit ein und gib ihnen das Gefühl, auf einer Ebene, nicht nur untereinander, sondern auch zum Teil mit dir, zu stehen und sprich ihnen so etwas Kompetenz zu.

Schaffe dafür beispielsweise Zonen in der Klasse: für Brainstorming, kreative Umsetzung und mehr. Du selbst bist genauso Teil dieser Zonen wie die Schüler selbst, führst in die richtige Richtung, aber lässt ihnen die Freiheit, ihre eigenen Wege und Methoden zu finden.

Hier sind ein paar Poster-Vorlagen, die gemeinschaftliches Lernen fördern und für die richtige Stimmung sorgen:

07. Bring mehr Farbe in den Unterricht

Farbe im (virtuellen) Klassenzimmer macht auch nach der Grundschule noch Freude. Nutze hübsche Poster an den Wänden, thematische Ecken im Raum oder einfach farbige Designs im (Online-)Unterricht, um das Lernerlebnis bunter und fröhlicher zu gestalten und für eine allgemein bessere Stimmung zu sorgen.

Farbe kann übrigens auch den Lernprozess selbst unterstützen – beispielsweise kannst du thematisch ähnliche Dinge in all deinen Unterlagen farbcodieren und so einen roten (oder blauen, gelben, grünen, ...) Faden durch das gesamte Thema ziehen.

Aber Achtung: Ein nicht zu unterschätzender Teil der Bevölkerung ist – oft lange unwissend – synästhetisch. Das bedeutet, dass diese Personen diverse Sinneseindrücke, wie Klänge, Gerüche oder sogar Berührungen, unterbewusst bzw. automatisch mit anderen Sinneseindrücken – zumeist speziell Farben – assoziieren.

Als Beispiel: Für viele Synästhetiker ist der Buchstabe „A“ unweigerlich mit der Farbe Rot verbunden. Für synästhetische Kinder und Jugendliche kann der Einsatz von zu vielen oder den „falschen“ Farben (sprich anderen Farben als sie automatisch mit Dingen verbinden) demnach auch verwirrend bzw. ablenkend sein. Wir empfehlen deshalb, alternativ auch immer Schwarz-weiß-Ausdrucke anzubieten, den Einsatz von farbigen Stiften (statt den traditionellen blauen) zu erlauben sowie deinen Schülern die Auswahl von Farben generell – wann immer möglich – selbst zu überlassen.

Hier sind zwei bunte, inspirierende Poster für dein Klassenzimmer, die einen Klecks Farbe mitbringen und auch motivierend sind:

08. Lass deine Schüler ihr liebstes Format wählen

Wenn du deinen Schülern die Freiheit lässt, Aufgaben ihren persönlichen Vorlieben anzupassen, motivierst du sie dazu, ihrer Kreativität und Leidenschaft freien Lauf zu lassen. Wenn es also etwa darum geht, Themen kritisch zu betrachten, dann lass ihnen doch die Wahl, ob sie etwa ein Buch, das zum Thema gelesen werden sollte, in Form eines Aufsatzes, einer visuell unterstützten Präsentation oder eines Referats vor der Klasse behandeln wollen. In allen drei Formaten müssen sie das Material studieren, sich mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Gedanken formulieren – jedoch auf jeweils komplett andere Art präsentieren, was ihren jeweiligen Stärken und Vorlieben zugutekommen kann.

Hier ist fröhliche Präsentationsvorlage, die sich einfach für jeden Zweck und jedes Thema umgestalten lassen kann:

09. Nimm’s mit Humor

Humor ist essenziell, um eine lockere, freundliche Atmosphäre zu schaffen, die zu Kreativität und dem Ausleben eigener Ideen anregt. Außerdem: Studien beweisen, dass gemeinsames Lachen den Teamgeist stärkt. Verwende deshalb Anspielungen an die Popkultur, Wortspiele, geschmackvolle Witze und mehr, um deinem Unterricht eine gewisse Note Spaß zu verleihen.

Diese beiden Vorlagen hier könnten deine Schüler mit etwas Humor aufheitern:

10. Motiviere deine Schüler mit Anerkennung und Auszeichnungen

Wenn positive Leistungen anerkannt werden, motiviert das dazu, weiterhin gute Arbeit zu leisten. Vergib deshalb ruhig Auszeichnungen für besondere Leistungen und hänge diese öffentlich in der Klasse aus, um zu zeigen, dass du stolz auf deine Schüler und ihre Erfolge bist und sie das selbst auch sein können.

Achte dabei aber darauf, die Auszeichnungen so breit wie möglich zu fächern, um nicht immer nur dieselbe Schüler auszuzeichnen bzw. ihre Klassenkollegen zu demotivieren, falls sie nie eine Auszeichnung bekommen. Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, könnten beispielsweise Gruppen-Auszeichnungen sein oder Auszeichnungen für positives Verhalten und nicht nur besondere Leistungen.

Hier findest du zwei Vorlagen für Auszeichnungen, die du an deine Schüler vergeben kannst:

11. Filmt Videotagebücher

Manchmal fühlt man sich, als würde man beim Lernen auf der Stelle treten – blickt man dann aber zurück, sieht man erst, wie weit man es tatsächlich schon geschafft hat. Um deinen Schülern ihren eigenen Fortschritt motivierend vor Augen zu halten, kannst du regelmäßige Videotagebücher filmen und diese dann ausschnittsweise am Semester- oder Schuljahresende mit ihnen und auch ihren Eltern anschauen.

Einige Dinge, auf die du dabei speziell eingehen kannst:

  • Was begeistert deine Schüler im Moment am meisten?
  • Was sind ihre aktuell größten (schulischen) Herausforderungen?
  • Wer oder was hat ihnen diese Woche dabei geholfen, etwas zu lernen?

Diese Vorlage hier kannst du am Semesterende als Ankündigung für die (Online-)Filmvorführung umgestalten:

12. Visualisiere Ziele mit Meilensteinlisten

Es Schülern selbst zu überlassen, eigenen Ziele zu setzen, kann unglaublich motivierend wirken. Diese Ziele können dabei projekt- oder zeitbasiert sein und sollten immer erreichbar sein. Wenn deine Schüler eine klare Vorstellung davon haben, wo sie ihre Lernreise hinführen soll, tendieren sie ganz automatisch dazu, kreative Lösungen zu finden und Meilensteine auch tatsächlich zu erreichen.

Falls du generell merkst, dass einige oder viele deiner Schüler auf strukturierte Projektplanung oder Zielsetzung gut ansprechen, dann setze doch alle möglichen Arten von Checklisten im Unterricht ein.

Mit diesen zwei Vorlagen können sich deine Schüler realistische Ziele setzen und deren Erreichung festhalten:

13. Schmücke dein Klassenzimmer mit Motivationspostern

Es mag ein wenig klischeehaft sein, aber der richtige Motivationsspruch im richtigen Moment kann einen tatsächlich motivieren – oder zumindest davor bewahren, demotiviert zu sein. Schöne Designs mit motivierende Sprüchen machen sich nicht nur schön auf Instagram, sondern auch auf der Wand oder als virtueller Hintergrund. Vielleicht möchte deine Klasse ja die inspirierenden Poster selbst gestalten oder aus einer kleinen Auswahl die beliebtesten auswählen?

Hier wäre zum Beispiel ein tolles Motivationsposter für dein Klassenzimmer, das ihr auch gemeinsam umgestalten könnt, falls ihr wollt:

14. Setze Teambuilding-Übungen ein

Die wichtigste Regel für Teambuilding-Übungen: Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten, nur unterschiedliche Strategien. Kooperative Spiele ermöglichen es deinen Schülern, Entscheidungen basierend auf kreativem Denken, Kommunikation und Zusammenarbeit zu treffen. Außerdem helfen sie ihnen durch die gemeinsame Erfahrung sowie das Teilen von Erfolgen, aber auch Niederlagen, bessere Beziehungen zueinander aufzubauen und gezielter aufeinander einzugehen. Eine Aufgabe für deine Schüler könnte es etwa sein, gemeinsam eine Facebook-Veranstaltungsseite für ein Online-Event zu erstellen, bei dem die Eltern die Fortschritte der Veranstaltung mitverfolgen können.

Hier findest du eine passende Facebook-Event-Cover-Vorlage, die du entsprechend anpassen kannst:

15. Erkunde andere Kulturen

Deinen Schülern neue Perspektiven zu eröffnen, ist ein essenzieller Teil ihrer kreativen Entwicklung, und andere Kulturen sind ein wundervoller Weg, damit zu beginnen: Sprich mit ihnen über andere Bräuche und Gepflogenheiten, bringe ihnen Grüße, Glückwünsche und Ähnliches in anderen Sprachen bei (und achte darauf, wie andere Kulturen diese Dinge formulieren) oder erkunde die Modetrends, Speisen oder wichtigsten Feste anderer Länder.

Unterstützend kannst du Dinge in deinem Klassenzimmer in verschiedenen Sprachen beschriften, entsprechendes Lesematerial zur Verfügung stellen oder auch mal einen Projekttag einlegen, an dem ihr beispielsweise Gerichte aus anderen Kulturen nachkocht bzw. Menschen aus dem entsprechenden Kulturkreis einlädt, um so noch mehr über ein Land und seine Traditionen zu erfahren.

Falls du eine bunt gemischte Klasse mit Schülern aus verschiedenen Bundesländern, Ländern und Kulturkreisen hast, kann dies auch ein kreativer Weg sein, um regelmäßig neue Gegenden kennenzulernen und das gegenseitige Verständnis und Interesse deiner Schüler füreinander zu fördern.

Gestaltet doch gemeinsam verschiedene Rezeptkarten, auf denen jeder Schüler ein Lieblingsgericht vorstellt – nachkochen ist natürlich erwünscht:

16. Fördere gegenseitiges Lernen

Die meisten Schüler werden sich freuen, wenn sie zeigen dürfen, was sie können. Wenn du also mit deinen Schülern mal Themen durchnimmst, bei denen du einzeln am Platz aushelfen musst, dann hol dir ruhig auch Unterstützung aus den Reihen der Schüler, die es bereits verstanden haben. Im nächsten Fach glänzen dann vermutlich wieder andere Schüler und so kommt jeder mal an die Reihe, Hilfestellung zu geben.

Mit dieser Hausaufgaben-Vorlage hier kannst du festhalten, welche Aufgaben deine Schüler bereits erledigt haben:

Und? Waren ein paar Tipps dabei, die du fortan gerne selbst im Unterricht ausprobieren möchtest? Canva hat übrigens eine ganze Menge an hilfreichen Vorlagen für Lehrer, Schüler und Eltern, die du je nach Bedarf anpassen kannst. Manche davon (wie auch ein paar in unserer Liste) haben kostenpflichtige Design-Elemente, die du aber ganz einfach gegen eigene oder andere Bilder austauschen kannst.

Für Lehrer bietet Canva auch eine auf Bildungseinrichtungen zugeschnittene Version des Editors. Lies hier weiter für mehr Infos: Canva for Education.

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