So schreibst du einen erfolgreichen Lebenslauf: Tipps & Vorlagen

Wird es Zeit für einen beruflichen Tapetenwechsel? Damit bei deiner Bewerbung alles klappt, zeigen wir dir hier, wie du einen Top-Lebenslauf dafür schreibst.

Neben Bewerbungsschreiben und Zeugnissen ist der Lebenslauf das wohl wichtigste Element einer jeden Bewerbung. In ihm sollten alle relevanten Angaben zu deiner Person bündig und übersichtlich zusammengefasst werden, um potenzielle neue Arbeitgeber in kürzester Zeit davon zu überzeugen, dass du alle Voraussetzungen für den angebotenen Job erfüllst und sie dich für ein persönliches Gespräch einladen. Wie du deinen Lebenslauf möglichst effektiv gestaltest, was du darin auf jeden Fall erwähnen solltest, und was es dabei sonst noch alles zu beachten gilt, erfährst du in unserem Artikel.

01. Was gehört alles in deinen Lebenslauf?

Wie anfangs schon erwähnt, soll dein Lebenslauf eine kurze – im Idealfall ein-, maximal zweiseitige – Zusammenfassung all deiner relevanten Daten und Fertigkeiten sein. Im Genauen inkludiert das vor allem folgende Dinge:

  • deine persönlichen Angaben (Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse…)
  • deine Ausbildung
  • dein bisheriger beruflicher Werdegang
  • etwaige zusätzliche Kenntnisse (Fremdsprachen, Führerscheine, außerschulische Kurse und Zertifikate, selbst erlernte Fähigkeiten wie IT-Kenntnisse, Auszeichnungen, etc.)
  • relevante Hobbys freiwillige Tätigkeiten (Theatergruppe oder Sport für Teamfähigkeit, Kunst oder Musik für Kreativität, Vereins- oder Freiwilligenarbeit für Engagement und auch Fähigkeiten, etc.)

Wichtig ist dabei, dass du deinen Lebenslauf auf jene Dinge beschränkst, die tatsächlich relevant sind. Beispielsweise macht es wenig Sinn, deine Grundschuljahre sowie die drei Schulwechsel zwischen Grundschule und Abitur im Detail aufzulisten. Hier genügt ein Eintrag zum Abitur selbst.

Bei den Hobbys sieht es ähnlich aus: Alle Hobbys, die dafür sprechen, dass du dir während ihrer Ausübung wertvolle Kenntnisse erarbeitet hast – beispielsweise Teamwork und Verlässlichkeit als Teil eines Vereins oder einer Sportmannschaft, Konzentration und Strategiefähigkeit durch das Antreten bei Schachturnieren oder besondere kreative Fertigkeiten, die du beim Schreiben, Malen, Fotografieren, Musizieren und mehr förderst – sollten in den Lebenslauf. Alle anderen Freizeitbeschäftigungen lässt du indessen besser weg. Im möglichen Interview kannst du immer noch spontan passende Themen und Erfahrungen einfließen lassen.

Auch in Sachen persönliche Angaben solltest du dich auf tatsächlich Relevantes beschränken. Während dein vollständiger Name, deine E-Mail-Adresse und deine Telefonnummer (bzw. möglicherweise auch deine Adresse) im Lebenslauf durchaus sinnvoll sind, sind Angaben wie religiöse Zugehörigkeit oder Familienstand mittlerweile überholt. Das Geburtsdatum war früher ebenfalls üblich, muss aber auch nicht mehr unbedingt in einen Lebenslauf mit rein.

Anders sieht es beim beruflichen Werdegang aus: Hier solltest du lückenlos Angaben zu deinen vorigen Positionen machen, um nicht den Eindruck entstehen zu lassen, du hättest zwischendurch nicht gearbeitet. Um wichtige Anstellungen in den Fokus zu rücken, kannst du weniger relevante einfach zusammenfassen – beispielsweise könntest du deine Jugend-Jobs neben der Schule oder Uni unter “Diverse geringfügige Tätigkeiten” oder Positionen in anderen Bereichen unter “Weitere Arbeitserfahrung” angeben.

Die Sache mit dem Foto im Lebenslauf ist im deutschsprachigen Raum übrigens dir überlassen. Bei englischen Lebensläufen sind sie normalerweise nicht erwünscht, daher lieber weglassen. In vielen europäischen Ländern, so auch in der DACH-Region, sind sie aber durchaus immer noch üblich (und werden vielleicht sogar erwartet), also kannst du selbst entscheiden, ob du eines hinzufügen möchtest oder nicht.

Für noch mehr Infos zum Inhalt deines Lebenslaufs, empfehlen wir dir, auch einen Blick in diesen Artikel hier zu werfen: Modernes Lebenslauf-Design: Was gehört rein und wie?

Diese schlichte Vorlage hier listet beispielsweise alle wichtigen Elemente schön angeordnet auf und müsste von dir nur noch angepasst werden:

02. Achte auf die richtige Struktur

Während Lebensläufe früher oft in langen Textblöcken geschrieben wurden, präsentieren sich moderne Lebensläufe heutzutage vor allem stichwortartig mit starkem Fokus auf übersichtliche Strukturen. Jeder der oben genannten Punkte sollte somit seinen eigenen Bereich haben, abgegrenzt durch Absätze, Trennlinien oder unterschiedliche Hintergrundfarben.

Innerhalb der Absätze solltest du die wichtigsten Infos zudem durch den Einsatz von farbigen bzw. unterschiedlichen Fonts sowie die Nutzung verschiedener Schriftgrößen hervorheben. Ein Beispiel: In der Liste deiner bisherigen Anstellungen könntest du etwa den Positionsnamen samt Unternehmen, bei dem du tätig warst, etwas größer und fett schreiben, während du zusätzliche Infos, wie etwa deinen genauen Tätigkeitsbereich, in einem kleineren Font (bündig) darunter auflistest.

Wenn du deinen Lebenslauf besonders hervorstechen lassen möchtest, dann kannst du zudem für einzelne Bereiche auch ungewöhnlichere Design-Methoden nutzen. Etwa könntest du deine Fertigkeiten als Punktesystem oder kleine Icons darstellen.

Diese moderne Lebenslauf-Vorlage hier macht vor, wie Symbole sofort einen Blickfang im Design kreieren:

03. Wichtiges zuerst

Unser nächster Tipp ist eigentlich noch Teil der richtigen Struktur, dabei allerdings so wichtig, dass er seinen eigenen Punkt verdient hat: Wichtiges muss im Lebenslauf unbedingt zuerst kommen.

Es gibt unzählige Studien darüber, wo das menschliche Auge beim Blick auf unterschiedliche Texte zuerst hinfällt, aber um es kurz zu machen: Umso weiter oben auf der Seite Informationen stehen, umso eher werden sie beachtet. Viele moderne Lebenslauf-Vorlagen teilen die Seite deshalb in zwei Bereiche auf: eine schmale Spalte links, mit deinen persönlichen Daten und Hobbys (bzw. deinem Foto), sowie eine breitere Spalte rechts, die mit deinen bisherigen beruflichen Erfahrungen beginnt und dann zu deiner Ausbildung und deinen speziellen Fertigkeiten kommt.

Natürlich kannst du den Fokus mit kleinen Tricks auch auf andere Elemente lenken – beispielsweise durch kleine Grafiken wie die vorhin genannten Icons oder durch farbliche Hervorhebungen. Prinzipiell sollten die wichtigsten Infos aber in jedem Lebenslauf klar zuerst aufgelistet werden.

Hier wäre eine Vorlage, die die erwähnte Zwei-Spalten-Struktur einsetzt:

04. Verschicke einen persönlichen Lebenslauf

Wer auch immer im Unternehmen deiner zukünftigen Job-Träume für die Durchsicht der Bewerbungen zuständig ist, eines trifft garantiert zu: Sie sehen unzählige Lebensläufe, die sich allesamt zum Großteil nur im Detail unterscheiden werden.

Aus genau diesem Grund ist es für erfolgreiche Lebensläufe unumgänglich, durch personalisierte Inhalte und Designs hervorzustechen und sich somit aus der grauen Masse abzuheben.

Das wichtigste Element hierfür ist zunächst einmal dein Foto, falls du deinem Lebenslauf eines hinzufügen möchtest. Such dir ein schönes Bild aus, das dich so präsentiert, wie es der Job, für den du dich bewirbst, verlangt – sei das nun in Anzug und Krawatte, mit der Kamera in der Hand, beim Zeichnen an deinem Arbeitsplatz oder einfach schick gestylt mit einem gewinnenden Lächeln im Gesicht. Achte darauf, dass dein Bild Professionalität, Begeisterung und Sympathie vermittelt, aber auch authentisch und ehrlich wirkt.

Aber nicht nur dein Foto soll für einen persönlichen Touch sorgen, auch der Rest des Designs deines Lebenslaufs: Bist du etwa Fotograf und bekannt für Schwarz-Weiß-Fotografien? Dann halte deinen Lebenslauf doch auch in Grautönen und verwende mitunter sogar eines deiner Bilder als schicken Blickfang. Bewirbst du dich hingegen für einen Job, bei dem du mit Kindern arbeitest, dann setze auf einen bunten, freundlichen Lebenslauf mit grafischen Elementen wie Buntstiften, Spielzeug und mehr.

Dein Lebenslauf sollte nicht bloß eine Liste deiner Daten und Fähigkeiten sein, sondern dich und deine Werke repräsentieren. Nutze also Farben, Formen, passende Fonts, dein Foto und mehr, um deine Persönlichkeit und deine Arbeit zu unterstreichen.

Diese Lebenslauf-Vorlage hier präsentiert neben Fakten auch erste Eindrücke zur Arbeit des Bewerbers: 

05. Andere Länder, andere Sitten

Alles, was wir dir bislang über Lebensläufe erzählt haben, bezieht sich speziell auf Lebensläufe, die du im deutschsprachigen Raum verschicken möchtest. Während viele Aspekte dabei auch international gültig sind, gibt es dennoch einzelne Dinge, die in manchen Ländern anders gehandhabt werden. Bei Bewerbungen im Ausland ist es deshalb notwendig, sich vorab über eventuelle Unterschiede zu informieren.

So ist es beispielsweise – wie anfangs schon kurz erwähnt – in einigen Ländern (wie etwa in Großbritannien oder in den USA) unüblich, dem Lebenslauf ein Foto beizulegen. Auch die Länge und Struktur variiert von Region zu Region, daher solltest du definitiv auf landestypische Beispiele setzen und den Lebenslauf vor dem Versenden vielleicht sogar jemandem zeigen, der aus dem jeweiligen Land stammt oder dort lebt.

Hier findest du schon mal ein wenig Hilfe bei der Erstellung eines Lebenslaufs in Englisch.

Und diese hübsche Lebenslauf-Vorlage hier verwendet anstatt eines Fotos ein Initialsiegel:

06. Abschließende Hinweise Tipps

Zum Schluss noch ein paar allgemeine Tipps für deinen Lebenslauf:

  • Halte dich kurz. Selbst wenn du Dinge etwas genauer ausführen möchtest, schreibe immer nur so viel wie nötig und verwende Stichworte, wann immer es möglich ist.
  • Achte darauf, dass alles gut lesbar ist. Schicke Fonts und unterschiedliche Schriftgrößen können deinen Lebenslauf ansprechend und einzigartig machen, sie sollten aber niemals dafür sorgen, dass er schlecht lesbar wird.
  • Bleib ehrlich. Gerade, wenn sich in der beruflichen Laufbahn unliebsame Job-Lücken auftun oder falls du die eine oder andere Position schon nach sehr kurzer Zeit wieder verlassen musstest, möchtest du diese Tatsachen vielleicht etwas kaschieren. Tatsächlich sind falsche Angaben im Lebenslauf allerdings, selbst nach Jahren, ein Grund zur fristlosen Kündigung und das Risiko somit nicht wert. Falls vorhanden und zweckdienlich, füge stattdessen lieber einen kurzen Hinweis ein, der die damalige Situation erklärt. Und manche Lücken, wie zum Beispiel lange Reisen oder Zeiten, in denen du etwas ausprobiert hast (wie etwa ein künstlerisches Projekt oder Freiwilligenarbeit) lesen sich sogar ganz spannend und werden wahrscheinlich gar nicht negativ aufgefasst.
  • Ein neuer Lebenslauf für jede Bewerbung. Wann immer du dich für eine neue Stelle bewirbst, solltest du deinen Lebenslauf überarbeiten – nicht nur, um sicherzustellen, dass die Angaben aktuell sind, sondern auch, um die Liste deiner Ausbildungen, sonstigen Kenntnisse und Hobbys gezielt an die jeweilige Position, für die du dich bewirbst, anzupassen.
  • Ort, Datum und Unterschrift nicht vergessen. Um den Lebenslauf am Ende quasi zu beglaubigen, also zu versichern, dass alle Angaben darin vollständig und korrekt sind, wird der Lebenslauf am Ende mit Ort, Datum und Unterschrift versehen. Das verleiht ihm Professionalität und Glaubhaftigkeit. Auch wenn das in Zeiten von digitalen Bewerbungen immer weniger erwartet wird, kann es deinem Lebenslauf eine persönliche Note verleihen.

Und hier ist noch eine letzte hübsche Lebenslauf-Vorlage, mit der du bei deiner nächsten Bewerbung positiv auffallen kannst:

Wenn du dich jetzt voller Tatendrang gleich an die Erstellung deines eigenen Lebenslaufs machen möchtest, dann kannst du entweder direkt unser kostenloses Design-Tool starten, oder du scrollst dich hier durch unsere Lebenslauf-Vorlagen und passt deinen Favoriten darunter einfach an. Und falls du stattdessen noch ein wenig mehr Inspiration wünscht, dann schau doch in unserem Artikel hier vorbei, in dem wir dir 30 kreative und moderne Lebenslauf-Vorlagen etwas genauer vorstellen. Viel Erfolg bei deiner Bewerbung!

Deine Geheimwaffe für beeindruckende Designs