So nutzt du Marketing-Grundlagen für dein Kleinunternehmen

Marketing Grundlagen für Kleinunternehmen

Wie kann man in der riesigen Flut an Online-Anbietern heutzutage noch hervorstechen und Kunden gewinnen? Wir verraten es dir.

Das Internet im Jahr 2020. Eine schier endlose Zahl an Unternehmen kämpft in den Weiten der Online-Märkte um Aufmerksamkeit und – in erster Linie – um immer neue Käufer und Klienten. Der Trick, um als neues Unternehmen dabei dennoch zu bestehen? Sich nicht darauf zu verlassen, dass die Kunden zu einem kommen, sondern stattdessen direkt auf die Kunden zugehen. In unserem Artikel haben wir hilfreiche Marketing-Tipps für dich, die dir dabei helfen, dich von der Konkurrenz abzuheben und deine Waren im Nu an die Kunden zu bringen.

01. Beschäftige dich mit Search Engine Optimization (SEO)

Einfach ausgedrückt, ist SEO (auf Deutsch: Suchmaschinenoptimierung) der Prozess der Optimierung deiner Website, um organischen, unbezahlten Traffic über Suchmaschinen zu generieren. Deine Website ist ein wichtiges Marketing-Tool und genau deshalb solltest du sicherstellen, dass sie über Suchmaschinen gut auffindbar ist und ein hohes Google-Ranking erzielt (besonders deshalb, da rund 75% aller Suchenden nur die erste Seite der Suchergebnisse ansehen).

Seo

Bild via Canva Photos

SEO ist essentiell, weshalb Unternehmen oft ganze Teams – teilweise sogar ganze Abteilungen – anstellen, die sich ausschließlich damit befassen. Lass dich davon aber nicht entmutigen. Als Inhaber eines kleinen Unternehmens, reicht es zunächst, dich an folgende Dinge zu halten:

  • Optimiere deine Website sowohl für PCs und Laptops als auch mobile Geräte. Mehr als die Hälfte aller Besucher erreichen heutzutage deine Website via Smartphones – deine Website muss also auf allen Plattformen und Geräten schick aussehen und nutzerfreundlich aufgebaut sein. Über die Google Search Console kannst du die Mobilversion deiner Website testen und verbessern bzw. kleinere Fehler, wie fehlende Abstände oder unpassende Schriftgrößen, direkt korrigieren.
  • Recherchiere deine Keywords. Versetz dich in deine Kunden hinein. Was würdest du an ihrer Stelle für Suchphrasen eingeben? Bei welchen Suchbegriffen möchtest du gerne gefunden werden? Wenn du beispielsweise ein Online-Florist bist, solltest du Phrasen wie „Blumenhandlung in [Stadt, Region]” zu deinen Keywords hinzufügen. Keywords sollten in deinen Title Tags (also im Titel deiner Website), den Meta Tags (in deinem Backend) sowie Überschriften, Zwischenüberschriften und den Fließtexten deiner Website vorkommen.
  • Konzentriere dich auf Funktionalität. Ist es einfach, durch deine Seite zu navigieren? Können gewünschte Infos schnell gefunden werden? Und laden alle Seiten schnell genug? Die Geduld der meisten Online-Kunden ist heutzutage sehr schnell an ihrem Ende angelangt. Verkürze eventuelle Ladezeiten, indem du wirklich nur jene Plug-ins nutzt, die du wirklich brauchst, und indem du sicherstellst, dass deine Bilder nur so groß sind, wie sie sein müssen, um hübsch auszusehen (unter 500KB pro Bild ist ideal, aber je kleiner desto besser). Nutze zudem das PageSpeed Insights Tool von Google, um dir weiteres Feedback und mehr Hilfe zu holen.
  • Poliere dein Design auf. Deine Website spiegelt deine Werte wieder – und ist zu einem großen Teil dafür entscheidend, ob ein potenzieller Kunde dein Unternehmen für glaub- und vertrauenswürdig befindet oder nicht. Kurzum: Stelle sicher, dass sie zu jeder Zeit top aussieht.

02. Probiere dich im Remarketing und Retargeting

Ist dir schon mal aufgefallen, wie dir diese süße Teekanne, die du dir auf dieser einen Seite angesehen hast, plötzlich überall im Internet entgegen leuchtet? Das ist Remarketing. Oder wie es noch genannt wird: „Retargeting”. Diese Werbeanzeigen werden von Google Ads verwaltet und folgen Leuten online, die Interesse an einer bestimmten Seite bekundet (etwa durch einen Besuch der Website), aber noch keine „Conversions” erzeugt haben (also beispielsweise durch einen Kauf). Sie sollen dazu dienen, deine potenziellen Kunden daran zu erinnern, wie super du und deine Angebote sind. Zudem könntest du mit dieser Art von Werbung auch einen Rabatt anbieten, der sie im besten Fall dazu bewegt, das betrachtete Produkt doch noch zu erwerben.

Richtig eingesetzt ist Remarketing eine großartige Möglichkeit, deiner Zielgruppe relevante, hilfreiche Inhalte zu zeigen und ihnen einen freundlichen Schubs zu geben, um Dinge, für die sie sich interessieren, zu kaufen. Praktischerweise lenkt es zudem die Aufmerksamkeit auf dein Unternehmen und hält es in den Köpfen deiner potenziellen Kunden.

Remarketing-Anzeigen müssen nicht unbedingt teuer sein, denn Google Ads verlangt vor allem für Resultate Gebühren (üblicherweise Klicks auf die Anzeige oder Anrufe, die an deine Telefonnummer getätigt werden). Du kannst traditionelle Remarketing-Anzeigen übrigens auch mit „dynamischen Produkt-Anzeigen” auf Instagram oder Facebook kombinieren.

Design-Tipp: Nutze Canvas kostenlosen Drag-and-drop-Banner-Editor, um tausende professionell designte Web-Banner-Vorlagen anzupassen und erstelle so deine eigenen Remarketing-Anzeigen für diverse Plattformen. Die Banner können zudem auch als Social Media Headerbilder, für deinen Etsy-Shop oder als ansprechende Grafik auf deiner Website genutzt werden.

Ob simpel oder voller Details – auf Canva findest du Banner-Vorlagen in jeglichem Stil und für jegliches Unternehmen. Hier wäre zwei Cover-Vorlagen für deine FB-Präsenz:

03. Tob dich beim Content Marketing kreativ aus

Kostenloser, hochqualitativer Content eignet sich fantastisch dafür, potenziellen Kunden zu zeigen, dass du eine Ahnung von deiner Materie hast, ohne zu verkäuferisch zu wirken. Bei Content Marketing geht es darum, deinen Wert zu zeigen und das Vertrauen deiner Zielgruppe zu gewinnen. Mach dir Gedanken darüber, wie du ihnen helfen und ihre Probleme lösen kannst, noch bevor sie einen Cent ausgegeben haben.

Dein Content sollte authentisch, spannend und leicht teilbar sein. Einige Beispiele, was du alles machen könntest, wären etwa:

  • Blog-Beiträge
  • Newsletter
  • Podcasts
  • Video-Beiträge (z.B.: Workshops oder Anleitungen)
  • Gratis E-Books und E-Zines
  • Planer und Kalender
  • Herunterladbare Arbeitsbücher und andere Ressourcen (wie Gutscheine und Geschenkkarten sind großartige Marketing-Tools!)

Was auch immer du an Inhalten bereitstellst, vergiss dabei nicht, einen Call-to-Action hinzuzufügen – beispielsweise einen Aufruf dazu, deinen Newsletter zu abonnieren, oder eine Einladung an deine Leser, auf dein bezahltes Service-Modell umzusteigen bzw. deine Produkte und Dienstleistungen zu erwerben.

Design-Tipp: Kreiere dein eigenes gratis E-Zine, E-Book oder andere herunterladbare Ressourcen mit den personalisierbaren Magazin- und Buchcover-Vorlagen von Canva oder designe sogar einen mehrseitigen E-Katalog mit unseren Präsentations-Vorlagen.

Hier sind ein paar stilsichere Vorlagen, die du direkt öffnen und anpassen kannst:

04. Sei wirklich sozial beim Social Media Marketing

Social Media ist jener Ort, an dem viele kleine Unternehmen den Großteil ihrer Marketing-Energie (und ihres Marketingbudgets) fokussieren – und das mit gutem Grund: Hier hast du einen direkten Draht zu deinem Publikum und kannst zudem geschickt Aufmerksamkeit rund um deine Marke aufbauen bzw. potenzielle Kunden und Klienten zum Kauf motivieren.

Bei der Wahl deiner Social Media Plattform(en), mach dir darüber Gedanken, wo dein Zielpublikum wohl am ehesten zu finden ist. Sind deine potenziellen Kunden auf Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest,…? Wie interagieren sie auf Social Media? Und, ebenfalls wichtig, wann sind sie üblicherweise online? Sonntag gegen 17 Uhr scheint etwa ein besonders beliebter Zeitpunkt zu sein.

Sobald du dir deine sozialen Plattformen ausgesucht hast, sei auch tatsächlich sozial. Interagiere mit gleichgesinnten Unternehmen, starte Unterhaltungen, höre auf das Feedback deines Publikums und antworte stets (höflich und respektvoll) auf sämtliche Fragen und Kommentare – selbst die negativen.

Was deine eigentlichen Posts anbelangt, leg dich auf einen klaren Ton fest, bringe deine Feeds in Ordnung (beispielsweise kannst du damit beginnen, dich an eine fixe Farbpalette zu halten) und leg einen Posting-Zeitplan fest. Schau dir an, wie oft deine Konkurrenz Neues teilt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie oft du selbst posten solltest. Aber bleib auch realistisch – besser, du postest regelmäßig zwei bis drei Mal die Woche als anfangs täglich und dann kaum noch.

Design-Tipp: Ein sicherer Weg, um deine Header, Profilbilder und Posts stets markenbezogen zu halten und somit für Wiedererkennungswert zu sorgen, ist es, Canva-Vorlagen für deren Erstellung zu nutzen – so kannst du gezielte Facebook-Anzeigen, Instagram-Stories sowie alle anderen möglichen Grafiken für deine Kanäle erstellen und dabei immer auf die gleichen Ressourcen bzw. Vorlagen zurückgreifen.

Jede unserer Social Media Vorlagen kannst du dir als Grundlage aussuchen und nach Belieben anpassen – beispielsweise diese beiden Instagram-Post-Vorlagen hier:

05. Bleib mit deinen Kunden via E-Mail-Marketing in Kontakt

Ganz allgemein geht es beim E-Mail-Marketing darum, dir eine Datenbank aus all deinen existierenden sowie potenziellen neuen Kunden aufzubauen. Du kannst diese Daten entweder via Lead Marketing – also dem Sammeln von E-Mail-Adressen online (beispielsweise über eine Newsletter-Anmelde-Box auf deiner Website) – oder traditionell bei Networking-Events bzw. durch Empfehlungen von bestehenden Kunden an Freunde und Bekannte zusammentragen.

E-Mail-Marketing mag vielleicht etwas altmodisch wirken, aber es haben immer noch mehr Leute E-Mail-Konten als Social-Media-Konten, und zudem schauen wir üblicherweise auch alle unsere E-Mails (zumindest schnell) durch, während wir einen guten Teil der Posts in unseren Feeds nie zu Gesicht bekommen. Deshalb sind Newsletter immer noch effektive Mittel, um dein Kleinunternehmen und seine Produkte gezielt zu vermarkten.

Zudem ist E-Mail-Marketing im Gegensatz zu Social Media, wo du mit einer Menge anderer Posts stark konkurrieren musst, ein vergleichsweise sehr direkter Kanal. Und falls dich das noch nicht überzeugt: Unterschiedliche Studien zeigen, dass wir volle 28% unseres Arbeitstages in unserer E-Mail-Inbox verbringen und 66% aller Konsumenten geben an, Käufe getätigt zu haben, die direkt aus Marketing-E-Mails resultierten. Im Gegensatz dazu gaben bloß 20% bzw. 6% an, auch schon über Facebook- bzw. Twitter-Anzeigen gekauft zu haben.

E-Mail-Marketing kann in unterschiedlichen, Inbox-freundlichen Formen erfolgen:

  • Newsletter sind großartig, um Vertrauen aufzubauen und um Leser, die bereits aktiv Interesse bekundet haben (durch ihr Newsletter-Abo) an deine Marke zu erinnern.
  • Gezielte, personalisierte E-Mails können an Kunden verschickt werden, die dir ihre Daten willentlich zur Verfügung gestellt haben. Beispiele wären Geburtstagsrabatte oder E-Mails mit Empfehlungen, basierend auf ihrem Kaufverhalten.
  • Freundliche Erinnerungen können Kunden dazu bringen, zurück zu deiner Website zu kommen. Denke an E-Mails mit Inhalten wie „Hey, uns ist aufgefallen, dass du noch Items in deinem Einkaufswagen liegen hast. Hier ist eine Rabattcode für dich!”
  • Follow-up E-Mails sind dafür da, um herauszufinden, wie zufrieden Kunden mit einer bereits gekauften Leistung oder einem bereits gekauften Produkt sind, und bieten ihnen zudem Mehrwert. Du kannst in diesen E-Mails beispielsweise Empfehlungen für weitere Produkte (ähnlich den bereits gekauften) einfügen, oder auch darum bitten, dass sie eine kurze Zufriedenheitsumfrage ausfüllen.

Design-Tipp: Nutze Canva Flyer-Vorlagen oder E-Mail-Header-Vorlagen, um E-Mails zu designen, die dazu einladen, sich auch wirklich mit dem Inhalt zu beschäftigen und Call-to-Action-Links zu folgen. Hast du eine Vorlage erst mal personalisiert, kannst du sie ganz einfach jederzeit überarbeiten, um neue Newsletter zu erstellen, während du das Look and Feel beibehältst und somit für Wiedererkennungswert sorgst. Canva-Designs können übrigens auch in diverse Online-Marketing-Plattformen wie beispielsweise Mailchimp eingebunden werden.

Hier haben wir zwei ansprechende Newsletter-Header-Vorlagen für dich, die dir bei der Gestaltung deiner eigenen Aussendungen helfen sollen:

 

Machst du einiges davon schon? Oder war, etwas dabei, das dich vielleicht sogar ein wenig überrascht hat? Wenn du diese Tipps hier beachtest, kann bei deinem Start ins Marketing nichts mehr schiefgehen und du kannst auch gleich in Canva mit dem Gestalten deiner Posts, Markendokumente und mehr beginnen. Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg beim Auf- und Ausbauen deines Unternehmens.

Deine Geheimwaffe für beeindruckende Designs