Online Business Ideen: So baust du ein Geschäft im Web auf

Überlegst du gerade, ob du deine Waren bzw. Dienstleistungen online anbieten sollst? Wir haben Tipps und Ideen, wie du das umsetzen könntest.

Ein Online Business aufzubauen, kann sich sowohl persönlich als auch finanziell lohnen. Natürlich steckt eine Menge Arbeit dahinter, und ein wenig Glück ist für den Erfolg auch nötig, aber jeden Tag sprießen neue Online-Shops aus dem Boden des Internets, die ihren Anfang im Schlafzimmer, der Garage oder dem Laden ihrer Besitzer genommen haben. Damit der Anfang einfacher wird, stehen ambitionierten Unternehmern glücklicherweise jede Menge Online-Tools und -Plattformen zur Verfügung. Egal, ob du also schon traditionelle Shop-Erfahrung hast oder völliger Anfänger im Verkauf bist – wir verraten dir, wie du dein Online Business von Beginn an in Richtung Erfolg führst.

01. Definiere dein Produkt bzw. deinen Service

Ein einzigartiges Angebot zu schaffen, ist der Schlüssel zu jedem kurz- oder langfristigen Erfolg für dein Online Business. Du musst dabei nicht unbedingt das Rad neu erfinden, aber deine Kunden brauchen einen guten Grund dafür, dich deiner Konkurrenz vorzuziehen. Stell dir deshalb zwei Fragen:

  • Welches Problem löst du für deine Kunden?

Wenn das, was du anbietest, niemand so wirklich braucht, dann wird es auch niemand kaufen. Also welche Lücke füllst du? Das neuseeländische Unternehmen Xero hat sich beispielsweise darauf spezialisiert, Buchhaltungsarbeiten für kleine Unternehmen mittels einer simplen webbasierten Plattform zu vereinfachen, um so Buchhaltern das Leben leichter zu machen. Überleg dir daher, was dein Produkt von anderen hervorhebt und wie es deinen Kunden oder Klienten weiterhilft.

  • Worin unterscheidest du dich von der Konkurrenz?

Denke an deine liebsten Online Shops: Was ist an ihnen so einzigartig oder besonders? Sich als Konkurrent von Unternehmen wie Google oder Bing zu versuchen, scheint etwas überambitioniert, aber Ecosia hat beispielsweise dennoch eine Nische gefunden – als hochqualitative Suchmaschine, die mit jeder Suche Bäume pflanzt und natürliche Lebensräume erneuert. Überlege also, was du speziell anbieten könntest und stich so aus der Masse heraus.

02. Erstelle eine Website bzw. einen Webshop

Heutzutage gibt es ganz allgemein nur sehr wenige Unternehmen, die komplett ohne eine Website auskommen – als Online Business gehörst du aber ganz klar nicht dazu. Je nachdem, was du anbieten möchtest, könnte eine einfache Landingpage reichen, in den meisten Fällen wirst du als Online Business jedoch weit mehr als nur eine einzelne Seite benötigen. Wenn du handfeste Produkte anbietest, dann brauchst du vermutlich einen richtigen Online Store, um deinen Kunden den Kauf so einfach wie möglich zu machen.

Glücklicherweise gibt es viele Anbieter, die dir dabei helfen, deine Website mittels einfachen Plug-and-Play-Vorlagen zu basteln. Squarespace oder Wix sind zwei der bekanntesten darunter – beide bieten verschiedene kostenpflichtige Optionen an, bei Wix gibt es auch die Möglichkeit, kostenlos eine Website zu erstellen. Etsy ist hingegen ein Online-Markt, auf dem du dir einen Webshop einrichten kannst.

Am besten vergleichst du eine Vielzahl von Anbietern und überlegst dir, welche Funktionen du am ehesten benötigst, bevor du dich für einen entscheidest. Schau dabei auch auf das mögliche Zukunftspotenzial: Möchtest du etwa hauptsächlich nur deine eigenen Werke verkaufen, reicht möglicherweise ein einfacher Webshop, willst du aber langfristig die Produktpalette erweitern oder auch die Produktion nach erstem Erfolg vergrößern, brauchst du vielleicht eher einen Webshop, der mit dir wachsen kann. Verkaufst du hingegen Services, benötigst du womöglich gar keinen Webshop, sondern eine schicke Website (mit Blog-Funktion) reicht.

Tipps für deine Website

  • Registriere dir eine Domain, die dem Namen deines Unternehmens entspricht oder diesem zumindest so ähnlich wie möglich ist. Achte zudem darauf, dass beides sowohl kurz und einprägsam ist (wie in unserem Fall beispielsweise: Canva.com).
  • Stelle sicher, dass deine Kontaktdaten (Adresse, E-Mail, Telefonnummer) leicht zu finden sind. Features wie Click-to-call oder Google Maps (mit einer Karte zu deinem physischen Shop) erleichtern es Kunden ebenfalls, dich zu erreichen. Und vergiss auch nicht dein Impressum auf der Webseite.
  • Füge deiner Website in jedem Fall eine (oder mehrere) Seite(n) bei, die deine Produkte und/oder Services klar auflisten und beschreiben (wenn möglich auch visuell mit Bildern). Je nachdem, was du anbietest, solltest du potenzielle Kunden auch über die Features deiner Produkte sowie mögliche Zusatzoptionen (unterschiedliche Materialien, Größen, Farben,…) informieren. Online-Käufer erwarten Details, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden. Sieh dir dazu am besten an, wie ähnliche Produkte auf erfolgreichen Webshops vorgestellt werden.
  • Baue auf Kundenbewertungen, die du auf deiner Website darstellen kannst, um Vertrauen aufzubauen und deinem Online Business sofortige Legitimität zu verleihen.

Eine Website soll nicht nur praktisch sein, sondern auch positiv ins Auge stechen. Damit dir das Design leichter fällt, haben wir bei Canva ein paar praktische Vorlagen für dich, die du nach Lust und Laune als Inspiration gestalten kannst:

03. Start in die Selbständigkeit: Gewerbeberechtigung einholen

Egal, ob du Dinge online oder offline verkaufen möchtest, als richtiger Unternehmer brauchst du auch eine Gewerbeberechtigung. Melde dich also – bevor du deinen Shop eröffnest – bei allen relevanten öffentlichen Stellen an und sorge dafür, dass alles ordnungsgemäß und legal über die Bühne geht.

04. Elektronische Bezahlmöglichkeiten

Damit deine Kunden die Produkte auf deiner Website auch direkt und sicher bezahlen können, gibt es viele bewährte Plug-and-play-Zahlungsoptionen, die du ganz einfach in deinen Webshop integrieren kannst, wie beispielsweise PayPal, Klarna oder auch viele andere Anbieter, die Kreditkartenzahlungen bearbeiten.

Lies dich dazu auch in alle vorhandenen Informationen ein, die dein Webshop-Anbieter bezüglich Zahlungsmöglichkeiten bietet oder besprich die Optionen mit deren Kundenservice, falls möglich. Mach dich vor der Einbindung auch mit den jeweiligen Gebühren vertraut (oft hängen diese vom Umfang der jeweiligen Zahlung ab) und rechne die Kosten in die Preise deiner Produkte ein.

05. Versand und Lieferung

Wer liebt es nicht, sich Waren direkt nach Hause schicken zu lassen oder Dienstleistungen ganz einfach im Wohnzimmer in Anspruch nehmen zu können? Heutzutage erwarten Online Shopper aber nicht nur Bequemlichkeit, sondern hochqualitativen Service auf voller Länge.

Ein Beispiel dabei wäre etwa, dass Kunden erwarten, dass gekaufte Produkte möglichst schnell bei ihnen ankommen – und das erfordert sowohl gezielte Prozesse deinerseits, um Produkte nach der Bestellung möglichst schnell zu verschicken, als auch gute Beziehungen zur Post bzw. deinem gewählten Botendienst.

Bietest du statt handfester Produkte Serviceleistungen an, brauchst du indessen ein Buchungssystem, damit deine Kunden wissen, was sie erwarten können und vor allem wann. Die einfachste Option ist dabei ein simpler Google Kalender – es gibt aber natürlich auch weitaus komplexere Tools.

Lass deine Kunden wissen, dass dein Webshop bald online geht mit einer schicken Instagram Story, für die du eine dieser Vorlagen verwenden könntest:

06. Wie du deinen Offline-Laden in ein Online Business verwandelst

Deinem bestehenden traditionellen Laden ein Online Business hinzuzufügen, kann große Vorteile für dich haben – immerhin hast du dann gleich zwei Kanäle, über die du deine Produkte und/oder Serviceleistungen an deine Kunden bringen kannst. Bevor du diesen Schritt wagst, gibt es jedoch ein paar Dinge zu bedenken:

  • Welchen Einfluss hat dein zusätzlicher Online-Auftritt auf deine Betriebskosten?
  • Möchtest du offline und online dieselben Preise anbieten?
  • Können Kunden online gekaufte Waren in deinem Laden retournieren – und umgekehrt?
  • Welche Extra-Services kannst du online anbieten, um deine Verkäufe zu steigern, und wie bringst du Kunden dazu, in deinen Laden zu kommen?
  • Ist dein Offline-Laden nur ein Schauraum, während Produkte nach Online-Bestellung direkt an den Kundengeliefert werden, oder möchtest du auch dort verkaufen?

Abhängig von der Antwort auf diese Fragen, braucht deine Website unterschiedliche Bereiche und Unterseiten bzw. musst du auch in deinem Laden unterschiedliche Systeme einführen und die Mitarbeiter (sofern du welche hast) entsprechend einschulen.

07. Lass die Welt von deinem Online-Business wissen

Im Unterschied zu Geschäften oder Büros können Kunden auf deine Website zu wirklich jeder Zeit zugreifen – auch nachts oder am Wochenende. Dementsprechend solltest du auch deine Werbung planen und sie darauf ausrichten, einfache schnelle Kaufoptionen zu bewerben bzw. wiederholte Käufe zu fördern. Das mag auf den ersten Blick kompliziert klingen, ist es aber nicht. Hier sind ein paar einfache Mittel, die dir bei der gezielten Bewerbung deines Online-Businesses helfen können:

Social Media

Jedes Online-Unternehmen braucht eine gute Social Media Präsenz, um neue Kunden anzuziehen und sie über neue Angebote und Produkte am Laufenden zu halten. Die meisten Social Media Accounts sind dabei kostenfrei verfügbar – auch für Unternehmen.

Die meisten Firmen nutzen dabei nicht nur eine Plattform, sondern gleich mehrere, um sicherzugehen, möglichst viele (potenzielle) Kunden zur richtigen Zeit erreichen zu können. Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest sind dabei die gängigsten, wobei Instagram und Pinterest sich vor allem für ästhetisch ansprechende Produkte oder für Services, die sich an die Leidenschaften und den Lifestyle deiner Kunden – beispielsweise Mode, Beauty- und Fitness-Produkte, aber auch Deko und Haushaltswaren oder künstlerische Werke – richten.

Social Media-Konten brauchen auch ansprechende Profil- und Bannerbilder sowie natürlich visuell ansprechende Posts – hier sind ein paar Facebook Cover-Vorlagen dafür:

E-Mail-Newsletter

Egal, ob du mittels Anmeldung schon vor dem Start deines Online Businesses E-Mail-Adressen sammeln möchtest, um alle Interessenten auf den großen Launch aufmerksam zu machen, oder aber deine existierenden Kunden per E-Mail up-to-date halten möchtest, ein Newsletter ist ein bewährtes und verlässliches Marketing-Tool, das bei keinem erfolgreichen Online-Business fehlen darf. In Sachen Anbietern kannst du auf eine ganze Reihe von einfach zu integrierenden Tools zurückgreifen, wobei viele auch kostenfreie Optionen (oft an eine maximale Abonnentenzahl gebunden) beinhalten. Die bekanntesten sind beispielsweise Mailchimp oder Hubspot. In Sachen Newsletter-Inhalt haben wir hier noch ein paar simple Hilfestellungen für dich:

  1. Lege fest, ob du deinen Newsletter regelmäßig (idealerweise wöchentlich oder monatlich) verschicken möchtest oder immer nur dann, wenn es gerade News zu teilen gibt, beispielsweise über neue Produkte oder spezielle Angebote.
  2. Achte darauf, dass der Betreff deines Newsletters zwischen 60 und 80 Zeichen ausmacht und deine Leser dazu motiviert, ihn auch zu öffnen. Der Betreff sollte den Inhalt ganz oder zumindest teilweise zusammenfassen.
  3. Du kannst den Betreff ein wenig erweitern, indem du den „Preheader” ausfüllst. Dieser wird in der Vorschau der meisten E-Mail-Provider angezeigt und kann deine Leser ebenfalls dazu motivieren, in die Mail selbst zu schauen.
  4. Je nachdem, was du in deinen Newsletter packst, solltest du ihm auch einen klaren Call-to-Action (CTA – also eine Aufforderung, etwas bestimmtes zu tun, beispielsweise einen Button zu klicken) hinzufügen, sodass deine Leser direkt aus der E-Mail auf deine Website bzw. in deinen Webhop und damit zu deinen Angeboten kommen können.

E-Mail-Marketing-Tipp: Die meisten E-Mails werden nicht von allen Empfängern gelesen. Wenn du eine Öffnungsrate von mehr als 30% erreichst, bist du super unterwegs.

Damit dein Newsletter so richtig einschlägt, braucht er ein schönes Headerbild – hier sind ein paar passende Vorlagen für dich:

Search Engine Optimization (SEO) und Search Engine Marketing (SEM)

Oft finden Kunden Produkte und Services über eine simple Google-Suche – mitunter suchen sie sogar direkt nach dir und deinem Unternehmen. Die meisten Website-Plattformen kommen mit zumindest grundlegenden SEO-Funktionen, die dabei helfen, dass dein Online-Business von Google auch tatsächlich gefunden werden kann.

Search Engine Marketing oder SEM sorgt indessen dafür, dass deine Website unter allen relevanten Ergebnissen einer entsprechenden Suche möglichst weit oben in der Liste aufscheint – beispielsweise über die Nutzung von Google AdWords. Grob erklärt platziert Google dabei eine Anzeige für dein Online Business bzw. deine Website in relevanten Suchen und hilft dir somit, dich gegenüber der Konkurrenz zu profilieren. Die Preise dafür variieren je nach Suchbegriffen (Produktkategorie, Produkt, Anwendungsgebiet, etc.), insofern solltest du vor Kampagnenstart ein fixes Budget festlegen.

08. Lege „Öffnungszeiten” für dich fest

Webshops sperren, wie vorhin schon erwähnt, nie wirklich zu, aber du als der Inhaber brauchst dennoch Ruhezeiten. Dein eigenes Online Business von Grund auf aufzubauen, bringt eine Menge Arbeit mit sich und es passiert schnell, dass man sich dabei ein wenig verausgabt. Egal, ob du deshalb – abhängig von der Art deines Unternehmens – festlegst, nur an bestimmten Wochentagen zu arbeiten, eine bestimmte Anzahl an Arbeitsstunden pro Woche nicht zu überschreiten oder nur in bestimmten Saisonen auch Wochenendschichten einzulegen (beispielsweise rund um Weihnachten oder im Sommer) – stelle sicher, dir für dich selbst „Öffnungszeiten” festzulegen und dich auch daran zu halten, um sicherzustellen, dass weder dein Business noch dein Wohlbefinden zu kurz kommen.

09. Denke langfristig

Pläne aufzustellen ist ein integraler Teil eines jeden Unternehmens. Wenn du ein Online-Business neu aufbaust, plane nicht nur für den Start deines Unternehmens, sondern auch dafür, wie du es durch das erste Jahr schaffst. Dann das nächste. Und schließlich plane für die nächsten fünf und dann zehn Jahre. Setze dir dabei jedes Mal klare, realistische Ziele. Selbst dann wenn du einen schlichten Ein-Personen-Online-Shop leitest, denn mit der richtigen Planung kannst du damit nicht nur schnelles Geld machen, sondern ihn zu einem langfristig erfolgreichen Unternehmen machen.

10. Bereit dich auf alle Eventualitäten vor

Es ist unglaublich wichtig, sich auf alle möglichen potenziellen Ereignisse vorzubereiten – und zwar sowohl in Sachen Unternehmensressourcen als auch mentale Gesundheit. Mach dich für umsatzschwache Tage, besonders geschäftige Tage, regnerische Tage, heiße Tage, Feiertage, Krankheitstage, lange Tage, schlechte Tage und – vielleicht besonders wichtig – Zahltage bereit. Es ist dein Online Business – und der wichtigste Faktor ist, was du in es hineinsteckst.

Fühlst du dich nun bestens darauf vorbereitet, dein eigenes Online-Business zu starten? Perfekt! Dann leg einfach gleich in Canva los lass dich nicht länger abhalten und werde zum Star des Internets – wir wünschen dir viel Erfolg dabei!

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