14 Tipps für einen erfolgreichen Studienbeginn

Sobald du an der Uni eingeschrieben bist, stellt sich die Frage: Was brauche ich alles zum Studienanfang? Hier sind ein paar Tipps für einen erfolgreichen Studienbeginn.

Der Übergang von Schule auf Universität ist oft ziemlich krass – während man in der Oberstufe noch durch das Jahr begleitet wird, sieht die Sache an der Uni ganz anders aus. Als Student musst du alles selbst organisieren und möglicherweise auch in eine neue Stadt umziehen. Um dir den Studienbeginn etwas einfacher zu machen, haben wir hier ein paar Tipps und auch ein paar hilfreiche Canva-Vorlagen für dich.

Online findest du viele Studienführer, die sich vor allem mit der Finanzierung, Wohnungssuche und den bürokratischen Dingen des Studenten-Daseins beschäftigen. Hier wollen wir eher auf die ersten Schritte als Student eingehen und dir praktische Tipps geben, die wir gerne zu unserem Studienbeginn gewusst hätten.

01. Zuallererst: Lass dich feiern

Oft wird im Trubel des Umzugs und mit den vielen Vorbereitungen fürs Studium ganz vergessen, den Beginn des Studiums gebührend zu feiern. Der Schulabschluss ist ebenso eine Errungenschaft, wie ein Platz im Studium deiner Wahl, daher darfst du dich ruhig auch ordentlich darüber freuen und mit Familie und Freunden ein wenig feiern.

Von witzigen Schultüten für Studenten bis hin zu vielen anderen thematischen Geschenken zum Studienbeginn, ist es heute ganz einfach, sich zu diesem Anlass beschenken zu lassen. Du kannst aber auch um Dinge bitten, die du im Studium benötigen wirst, wie etwa Terminkalender, schicke Notizbücher, Stifte und Schreibzeug, aber auch Einrichtungs- und Dekogegenstände für die erste Wohnung oder das Studentenwohnheim.

Lust darauf, eine Feier zu schmeißen? Hier findest du eine Canva-Vorlage für deine Abschiedsparty vor dem Umzug:

02. Gut geplant, ist halb gewonnen

Sobald du weißt, dass du deinen gewünschten Studienplatz hast, macht es Sinn, dich noch vor Studienbeginn auf der Homepage deiner Uni, in Studenten-Foren und bei Studienführern genau zu informieren, was wann passiert und wann du was genau brauchst bzw. einreichen musst. Bei deiner Recherche kannst du alles Relevante von LV-Anmeldungsterminen über Studienbeitragsfristen bis hin zu ersten Veranstaltungen für Studienanfänger festhalten und dir so einen Zeitplan bzw. eine To-Do-Liste bis zum ersten Unitag erstellen und auch gleich fürs ganze erste Semester vorplanen.

Am besten verwendest du dazu einen Terminkalender, in dem du alle wichtigen Fristen übersichtlich festhalten kannst und schreibst dir auch regelmäßige Erinnerungen, um alle Termine immer vor Augen zu haben.

Hier haben wir gleich eine Wochenplaner-Vorlage für dich zum Gestalten, noch mehr findest du übrigens, wenn du hier klickst:

03. Geh offen auf deine Kommilitonen zu

Falls du nicht gerade mit deiner Schulclique gemeinsam weiter zur Uni gehst, kann es durchaus einschüchternd sein, in einen Hörsaal voll mit hunderten unbekannten Mitstudenten einzutreten und niemanden zu kennen. Aber: Es geht nicht nur dir so, die meisten in dem Hörsaal werden etwas unsicher sein und sich über einen Gesprächspartner freuen.

Frag also am besten, ob der Platz neben jemanden, der vielleicht auch alleine sitzt, noch frei ist und stell dich einfach vor. Schon werdet ihr schnell ins Gespräch kommen und wer weiß, vielleicht schließt du so ja bereits zum Studienbeginn deine erste Uni-Freundschaft fürs Leben. Oder auch nicht und das ist auch okay, du wirst während deiner Studienzeit noch so viele Leute kennenlernen, nicht jeder muss auf deiner Wellenlänge schwimmen.

04. Second Hand ist dein Freund

Mithilfe früher Planung sparst du dir nicht nur späteren Ärger, falls du irgendwelche Fristen versäumst, du sparst dir womöglich auch noch Geld. Du zahlst nämlich beim Kauf von Unibüchern deutlich weniger, wenn du sie gebraucht kaufst. Allerdings sind diese oft schnell weg, daher am besten, sobald du weißt, welche Literatur du für deine LVs brauchst, gleich bei Schnäppchen zuschlagen.

Aber Achtung: Vor dem Kauf von einem gebrauchten Buch erst den Zustand überprüfen und auch, ob es sich um die Auflage handelt, die du benötigst, bzw. falls du eine ältere Auflage kaufen möchtest, unbedingt vorher klären, inwiefern diese sich zur aktuellen verändert hat. So ersparst du dir, möglicherweise Bücher zu kaufen, die du nicht verwenden kannst.

Bonus-Tipp: Second Hand ist nicht nur praktisch für die Unibücher, auch das Budget für die erste Wohnung und den Inhalt deines Kleiderschranks kannst du zum Studienbeginn deutlich niedrig halten, falls du nach gebrauchten Schnäppchen Ausschau hältst. Vor allem Einrichtungsgegenstände ohne Stoff, die man einfach reinigen kann (wie Tische oder Regale), sind ideale Second Hand-Funde. Frag auch ruhig im Bekannten- und Verwandtenkreis nach, ob jemand Möbel herumstehen hat, die nicht mehr gebraucht werden.

05. Halte nach Studenten-Rabatten Ausschau

Deine Studienzeit währt nicht ewig und du bekommst nur in diesen paar Jahren Rabatte wie sonst kaum mehr in deinem Leben. So gibt es etwa Vergünstigungen für Öffis-Fahrkarten, Laptops, Software, Eintritte in Sehenswürdigkeiten und Museen, bei Bankkonto-Eröffnungen, aber auch in Restaurants, Cafés, vielen Shops und mehr. Nutze, was du kannst und was Sinn macht, denn so schnell bekommt man leider im Leben nicht mehr die Chance, so viele Dinge zu Rabattpreisen zu erleben und zu tun.

06. Finde Gleichgesinnte & dich selbst

Kaum eine Zeit ist spannender als die Unizeit, da du dich selbst mehr und mehr kennenlernen wirst und auch auf Menschen triffst, die so denken wie du und ähnliche Interessen bzw. Hobbies haben. Dabei hilft auch das breit gefächerte Angebot an Kursen und Initiativen, wie etwa zahlreiche Sportkurse zum Ausprobieren oder kreative Gruppen zum künstlerischen Austoben. Auch außergewöhnliche Wahlfächer bieten oft ganz neue Einblicke und Ansichten. Universitäten und deren Umfeld haben üblicherweise eine breit gefächerte Auswahl an Aktivitäten, die du oft kostenlos oder günstig bzw. als Teil deiner Ausbildung ausprobieren kannst.

Probier daher als Teil deines Studienbeginn mal was Neues und trag dich in Kurse ein, die vielleicht etwas außerhalb deiner Komfortzone liegen, um so ein wenig mehr über dich selbst zu erfahren. Wie wäre es beispielsweise mit einem Design-Kurs für Anfänger (falls du nicht schon etwas im Zusammenhang mit Design studierst)?

Falls du dich schon mal kreativ austoben möchtest, bietet Canva auch professionelle Präsentations-Vorlagen, die du für einen Uni-Vortrag umgestalten kannst:

07. Stell dich auf einen (kleinen) Kulturschock ein

Ein Kulturschock trifft dich nicht nur, wenn du im Ausland studierst, auch wenn du in die nächst größere Stadt oder quer durchs Land ziehst, kann dich das zum Studienbeginn ein wenig aus den Fugen bringen. Ein Kulturschock ist nämlich nichts anderes, als ein Vergleich deiner bisherigen gewohnten Umgebung mit dem neuen Gebiet, in dem du dich ab sofort befindest. Je stärker der Unterschied, desto intensiver erlebt man diesen Wandel. Hinzu kommt, dass du vielleicht das heimische Nest zum ersten Mal verlässt, ab sofort auf eigenen Beinen stehst und auf einmal viel Verantwortung trägst.

Wenn du dich ein bisschen mit dem Thema Kulturschock auseinandersetzt, bzw. dich etwas darauf einstellst, kann das schon helfen. Anfangs mag alles noch aufregend und spannend sein, aber ein paar Wochen später, wenn der neuen Alltag einsetzt, können durchaus Gefühle wie Heimweh oder ein Genervt-sein von der neuen Umgebung entstehen. Das ist meist ganz normal und gehört auch zu einem gewissen Grad dazu. In diesen Zeiten kann es helfen, den ein oder anderen Lieblingssnack aus der Heimat bei der Hand zu haben oder einfach mal die Eltern oder Freunde zu Hause anzurufen. Aber bloß nicht aufgeben, ein Kulturschock dauert üblicherweise nur ein paar Wochen und höchstens Monate, wobei letzteres eher auf Umzüge nach Übersee zutrifft.

08. Stell viele Fragen

Ein hilfreicher Tipp, der anfangs etwas Mut erfordert, falls du nicht gerne vor anderen Leuten sprichst, wäre, etwaige Fragen offen und sofort im Hörsaal zu stellen. Viele Menschen scheuen davor zurück, Fragen direkt zu stellen, aus Angst nicht intelligent genug oder komisch zu wirken. Dabei ist die Chance wirklich sehr groß, dass einige Mitstudenten genau dieselbe Frage im Kopf haben und dich vielleicht sogar für den Mut bewundern, eine Frage vor größerem Publikum zu stellen.

Listener raising hand to ask

Abgesehen davon, dass du sofort eine Antwort erhältst, hat das sofortige Fragen den positiven Nebeneffekt, dass du von den Professoren und Vortragenden mehr wahrgenommen wirst. So kannst du ganz einfach ein paar Pluspunkte für die Mitarbeit sammeln.

09. Party hard, aber nicht zu hart

Klar, ein netter Nebeneffekt vom Studium sind natürlich die vielen Parties, bei denen man etwas Abstand vom ständigen Lernen nehmen kann. Allerdings kann man sich bei zu viel Happy Hour auch leicht mal verzetteln. Vor allem falls du in einem Studentenheim wohnst oder in einer großen WG mit anderen Studenten, ist ein wenig Disziplin nötig, um auch wirklich im Studium voranzukommen.

Falls du nicht gut Nein sagen kannst, gibt es ein paar Tricks: Setze dir fixe Lernzeiten und Zeiten zum Feiern mit den Freunden. Du könntest zum Beispiel jeden Nachmittag von 16-19 Uhr nach den LVs noch Aufgaben machen bzw. lernen und danach steht Freizeit am Programm. Das kannst du so auch deinen Freunden mitteilen, damit sie dich nicht stören. Sollte aber die Selbstdisziplin nicht groß genug sein oder die Musik, die von draußen in dein Zimmer dringt, zu verlockend sein, dann such dir am besten einen ruhigen Ort, an dem du alles Notwendige abarbeiten kannst. Bleib zum Beispiel etwas länger an der Uni, setz dich in eine Bibliothek (muss auch nicht die Bibliothek deiner Uni sein) oder finde ein ruhiges Café. Sobald du mit allem durch bist, kannst du ohne schlechtes Gewissen feiern.

10. Brich den Lernstoff und Aufgaben in Teile runter

Die Menge des Lernstoffs pro LV ist natürlich erst einmal gewöhnungsbedürftig, vor allem zum Beginn des Studiums, wenn man noch den direkten Vergleich zur Schule hat. Hunderte Seiten aufbereiten hier, eine Arbeit schreiben dort,... Auch wenn alles erst mal unmöglich erscheint, ist das Lernen und Aufgaben machen an der Uni ein bisschen wie regelmäßig Sport zu treiben. Anfangs ist man etwas überfordert und man weiß nicht, wie man das alles schaffen soll, aber wenn man sich vorbereitet und dran bleibt, gewöhnt man sich rasch daran.

Bei viel Lernstoff oder bei umfangreichen Aufgaben macht es Sinn, sich den gesamten Stoff in Teilbereiche runterzubrechen und sich so Schritt für Schritt vorzuarbeiten. Alternativ kannst du dich auch mit anderen zusammentun und so Stoff gemeinsam aufbereiten. Das kann je nach Fach relativ gut funktionieren, falls du gerne mit anderen lernst.

Mit dieser schicken Tagesplaner-Vorlage kannst du dir täglich To-Do-Listen schreiben und so Schritt für Schritt alles Getane abhaken:

11. Halte nach Zusatzangebot Ausschau

Je nach Studienfach kann es schonmal passieren, dass du nach ein paar Wochen merkst, dass ein Kurs einfach zu schwierig ist. Falls du also Angst hast, die LV am Ende nicht zu schaffen, halte früh Ausschau nach Zusatzangebot. Sowohl die Universität, als auch Studentenvereinigungen bieten oft Lerngruppen oder gar Zusatzkurse an, die dir helfen können, schwierigere Kurse doch noch zu schaffen. Je früher im Semester du solche Angebote annimmst, desto einfacher ist es, die Lehrveranstaltung doch noch zu meistern.

Sobald du auch schon ein paar Mitstudenten im jeweiligen Problemkurs kennst, ist auch nichts dabei, mal nach einer Vorlesung zu fragen, ob dir nicht jemand ein wenig behilflich sein könnte. So finden sich oft auch schnell einige zusammen, die dasselbe Problem haben, was dann wiederum gemeinsam mit dem Vortragenden besprochen werden kann, um möglicherweise den bestimmten Stoff nochmal durchzuarbeiten.

12. Ernähre dich gut

Dank des unregelmäßigen Lebensstils, den man während der Unizeit aufgrund wechselnder Stundenpläne und stressiger Prüfungsphasen lebt, werden oft Fast Food, Fertigpizza und Soft Drinks mit dem Studentenleben in Verbindung gebracht. Klar, meist wird man keine Zeit haben, stundenlang vorm Herd zu stehen, um frische, gesunde Mahlzeiten zuzubereiten, aber mit etwas Planung, kommt man auch ohne viel ungesundes Fast Food gut aus. Zum Studienbeginn könntest du dich etwa mal nur auf eine wirklich gesunde Mahlzeit fokussieren und versuchen, jeden Tag zumindest ein nährreiches Frühstück zuzubereiten. Später kannst du dir dann über die nächste Mahlzeit Gedanken machen, sobald du eine erste Routine hast.

Falls du eine gut ausgestattete Küche hast, wäre Vorkochen ein Tipp: Anstatt jede Mahlzeit frisch zuzubereiten, koche ein- oder zweimal pro Woche eine größere Menge und friere sie portionsweise ein oder halte sie im Kühlschrank ein bis zwei Tage frisch. Und wenn es doch mal schnell gehen muss, hilft es auch, immer ein paar praktische Zutaten zu Hause zu haben, wie Vollkornpasta, Couscous, Knäckebrot, ein paar Dosen Kichererbsen, Bohnen und passierte Tomaten und schon lässt sich daraus etwas Gesundes und Leckeres zaubern (vor allem falls du noch frisches Gemüse mit nach Hause nimmst).

Wenn es noch schneller gehen muss, kannst du dir immer noch überlegen, wie du Fast Food mit etwas Gesundem aufpeppen oder kombinieren kannst: Wie wär’s mit nur einer halben Pizza und Salat dazu oder Burger mit Röstgemüse anstatt Pommes. Falls du hauptsächlich mit einer Mikrowelle auskommen musst, lerne damit zu kochen – online gibt es zahlreiche Mikrowellen-Rezepte. Nicht unbedingt ideal, aber besser als nur Fertigprodukte zu essen.

Bonus-Tipp: Greif im Supermarkt zu den gesünderen Varianten: Frisches Obst und Nüsse sind ideale Snacks (auch zwischen LVs, um bei der Sache zu bleiben) und falls dich beim Lernen der Heißhunger auf Süßes überfällt, belohne dich mit ein wenig dunkler Bitterschokolade anstatt süßen Keksen.

Du kannst auch deine Mahlzeiten wöchentlich etwas vorplanen, hier wäre eine passende schicke Vorlage dazu:

13. Behalte das große Ganze im Auge

Zum Schluss noch ein kurzer, aber wichtiger Tipp: Bei all den Lehrveranstaltungen, Kursen, Workshops und Übungen denkt man oft nur noch von Semester zu Semester, vor allem dank des Prüfungsstresses. Falls du also mal überhaupt keinen Bock mehr auf das Studium hast, erinnere dich daran, warum du dein Fach ausgewählt hast bzw. was du erreichen möchtest. Du könntest dir sogar vor Beginn des Studiums selbst einen Brief schreiben, in dem du die Leidenschaft für dein Fachgebiet darlegst und den du immer bereit hältst, falls mal Selbstzweifel oder Unmut auftauchen sollten. Auch motivierende Poster und Postkarten im Zimmer, erinnern dich daran, worum es dir hierbei wirklich geht.

Wie wäre es mit dieser motivierenden Poster-Vorlage hier, die du ganz einfach für dich selbst umgestalten kannst:

14. Genieße die Studienzeit

Aber jetzt handelt es sich wirklich um den letzten Tipp: Genieße die Studienzeit, auch wenn es oftmals sehr viel zu tun gibt und du wahre Höchstleistungen erbringen musst. Es ist trotz allem eine Zeit voll Flexibilität und Selbsterkenntnis und du kannst sie zumeist so gestalten wie du möchtest – etwa mit interessanten Praktikas und Nebenjobs oder neuen Hobbies und Freizeitaktivitäten.

Hoffentlich helfen dir einige dieser Tipps dabei, den Studienbeginn erfolgreich über die Bühne zu bringen, sodass du das Studieren auch tatsächlich genießen kannst. Wir wünschen dir viel Erfolg mit dem Studium und vor allem viel Spaß!

Deine Geheimwaffe für beeindruckende Designs