10 Tipps für cleveres Speisekarten-Design

BANNER Canva - White Printed Menu on Gold Tray

Man isst auch mit den Augen – das gilt nicht nur für Gerichte, sondern auch für die Speisekarte. Hier sind 10 praktische Tipps für dein perfektes Speisekarten-Design!

Egal ob du einen kleinen Imbiss oder ein edles Nobel-Restaurant betreibst – das Design deiner Speisekarte ist immer mitverantwortlich dafür, ob deine Gerichte bei den Gästen gut ankommen oder nicht. In unserem Artikel zeigen wir dir clevere Tipps, die dir dabei helfen, deine Speisekarte genauso geschmackvoll zu gestalten wie deine kulinarischen Kreationen selbst.

01. Mache einen starken ersten Eindruck

Speisekarten-Designer studieren die Gewohnheiten der Gäste, um herauszufinden, welche Bereiche der Karte sie in den kurzen 109 Sekunden vor allem anschauen – und damit auch, welche Gerichte wohl besonders oft gesehen und infolge bestellt werden. Die Schlussfolgerung? Wenn Kunden vertikal angeordnete Speisekarten überfliegen, tendieren sie dazu, die meiste Zeit auf die ersten und letzten Einträge zu schauen – aus diesem Grund sind die Gerichte, die dort gelistet werden, üblicherweise auch die größten Renner.

Hier haben wir eine klar strukturierte Canva-Vorlage für dich, auf der du deine Top-Gerichte gut sichtbar platzieren kannst:

02. Beachte die Lesegewohnheiten deiner Gäste

Die meisten Verkaufspsychologen sind sich darin einig, dass Gäste beim Überfliegen der Speisekarte zunächst in die rechte obere Ecke sehen – den sogenannten „Sweet Spot”. Daraus ergibt sich, dass viele Restaurants in diese Ecke genau jenes Angebot packen, das sie viel verkaufen wollen (zum Beispiel saisonale Gerichte, profitablere Speisen oder Getränke, die gerne nachbestellt werden). 

Diese Speisekarten-Vorlage hier präsentiert etwa zwei der teuersten Gerichte in der rechten oberen Ecke und markiert diese zusätzlich noch mit einer eigenen Schriftfarbe:

03. Hebe bestimmte Menüpunkte besonders hervor

Genau wie Zeitungen manchmal einzelne Zeilen groß hervorheben, kannst du in deiner Speisekarte auch besondere Gerichte speziell präsentieren und zu sogenannten „Augenmagneten” machen. Ein Augenmagnet ist genau das, wonach es auch klingt: Etwas, das das Auge anzieht. Dabei kann es sich um das Foto eines Gerichts, eine Grafik oder Illustration, eine kolorierte oder mit Schatten versehene Box, einen Rahmen oder andere Aufmerksamkeit erregende Elemente handeln.

Aber Achtung: Man kann auch zu viel des Guten tun – leg dir also am besten eine bestimmte Strategie zurecht, der du in Sachen Hervorhebungen folgen kannst, denn je öfter du etwas betonst, desto weniger Effekt erzeugst du damit. Beschränke dich daher idealerweise darauf, nur ein Gericht pro Menü-Kategorie herausstechen zu lassen.

Diese Speisekarten-Vorlage setzt auf farbliche Akzente und eine Box, um die Tagessuppe hervorzuheben:

04. Verwende Farben, um bestimmte Gefühlsstimmungen zu erzeugen

Eine weitere Möglichkeit, um Gerichte hervorzuheben, ist die Verwendung von gezielt eingesetzten Farben– insbesondere deshalb, da Menschen auf Farben (oft unbewusst) emotional reagieren. Aus diesem Grund wird Farblehre in allen möglichen Bereichen eingesetzt – vom Marketing und Verpackungsdesign über die Entscheidung, in welcher Farbe dein Büro gestrichen werden sollte, bis hin zum Farbton des Shirts, das du beim nächsten Vorstellungsgespräch trägst. Für Speisekarten gelten in der Regel Rot und Blau als gute Farben, da sie appetitanregend sind.

Du kannst die ausgewählten Farben dabei als Hauptfarbe nutzen oder setzt bloß bestimmte Akzente damit. Achte auch darauf, dass die Farbe zum jeweiligen Thema deines Restaurants passt – für Fisch-Restaurants eignen sich zum Beispiel blau akzentuierte Speisekarten, da die Farbe mit dem Meer und damit frisch gefangenen Meeresfrüchten in Verbindung gebracht wird. Rot wird hingegen wohl eher mit Fleischgerichten assoziiert, was beispielsweise Steakhäuser gerne einsetzen.

Bei dieser BBQ-inspirierten Vorlage wird etwa passend Rot eingesetzt, aber schön dezent:

05. Verwende Fotos mit Maß und Ziel

Ob es sinnvoll ist, Fotos deiner Gerichte in die Speisekarte mit aufzunehmen, hängt in erster Linie von der Art des Restaurants ab. Zu jedem Menüpunkt ein eigenes Foto zu präsentieren, wird im Allgemeinen eher mit günstigeren Imbissen verbunden, weshalb edlere Restaurants diese Praxis generell vermeiden. Andererseits zeigen Studien aber auch, dass zumindest ein Foto pro Seite die Verkäufe der so präsentierten Gerichte um bis zu 30% steigern kann.

Da Illustrationen eine gute Alternative zu Fotos sind, greifen einige Restaurants darauf zurück, um einzelne Gerichte herausstechen zu lassen. Diese Praxis sieht man übrigens bei teureren Restaurants genauso wie bei günstigeren.

Diese Speisekarten-Vorlage setzt auf ansprechende Illustrationen, um die einzelnen Kategorien auf der Seite klar und visuell zu kennzeichnen:

06. Verwende blumige Beschreibungen

Die Namen und Beschreibungen der Gerichte kann man ohne Weiteres als das Herz der Speisekarte bezeichnen – immerhin sind sie die Basis, auf der die Gäste ihre Entscheidungen treffen. Ganz genau aus diesem Grund bemühen sich Speisekarten-Designer und -Texter auch ganz besonders, den Gästen schon beim Lesen der Karte das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen – mit Phrasen, die ansprechend sowie appetitanregend klingen und so richtig Lust auf die Gerichte machen.

In Feldstudien hat sich so beispielsweise herausgestellt, dass Bezeichnungen wie „saftiges Fischfilet” im Vergleich zu lediglich „Fischfilet” dafür gesorgt haben, dass sich die Gäste zufriedener mit ihrem gewählten Gericht fühlten und es auch positiver kommentierten – natürlich vorausgesetzt, das Gericht entsprach dann tatsächlich den Erwartungen (war also nicht deutlich schlechter als erwartet).

Aber nicht nur Sinneseindrücke in den Beschreibungen, wie beispielsweise “zart” oder „saftig”, wirken sich positiv auf das Genusserlebnis der Gäste aus, auch kulturelle/geografische Bezeichnungen wie „italienisch” oder „asiatisch” bzw. nostalgische Ergänzungen wie „hausgemacht”, „traditionell” oder „Omas [Kuchen]” riefen bei den Gästen gute Gefühle hervor.

Kurz gesagt: Einiges an Zeit und Mühe in die Gestaltung der Namen der Gerichte sowie deren Beschreibungen zu stecken, lohnt sich in jedem Fall!

Ausgefallene Namen, wie bei dieser Vorlage einer Pizza-Speisekarte, machen neugierig und Lust aufs Essen:

07. Erwecke in deinen Gästen Kindheitserinnerungen und Nostalgie

Wir haben es zwar gerade schon angesprochen, aber dieser Punkt verdient aufgrund seiner ganz besonderen Bedeutung noch einen eigenen Absatz mit zusätzlichen Erklärungen, denn kaum eine Technik in Sachen Bezeichnungen ruft in den Gästen so starke positive Gefühle hervor wie Referenzen an die Kindheit in Kombination mit der zugehörigen Nostalgie.

Wer die Speisekarte mit Namen und Phrasen à la „wie in guten alten Zeiten”, „traditionell” oder „hausgemacht” füllt, vermittelt den Gästen, dass sie hier Speisen serviert bekommen, die ihnen ein Gefühl von Geborgenheit und Wärme geben werden – genau wie die Erinnerungen an früher.

Auch die Verbindung von Gerichten mit Personen, etwa Familienmitgliedern, dem Restaurantbesitzer oder dem Rezept-Erfinder, rufen Gefühle der Vertrautheit und Nostalgie hervor – beispielsweise in Phrasen wie “nach Art des Hauses”, „wie bei Oma” oder „Fredos Lieblingspizza”. Wer seine Gerichte personifiziert, macht sie von einem bloßen Ding zu etwas Lebendigem und erinnert die Gäste zudem an die Zeit, als sie als Kinder sonntags bei den Großeltern gegessen oder vor Weihnachten mit der Familie Kekse gebacken haben. Die positiven Gefühle, die diese Erinnerungen wecken, werden dann oft direkt auf die Speise übertragen.

Diese schön gestaltete Speisekarten-Vorlage beginnt mit hausgemachten Spezialitäten:

08. Verwende keine Währungszeichen

Die Preise sind eines der am schwierigsten zu perfektionierenden Elemente der Speisekarte, denn immerhin gilt es, genau den richtigen Mittelweg zu finden zwischen genug Profit machen und Kunden bei Laune halten. Einer der ersten Schritte, die ihr dabei beachten solltet, ist das Weglassen des Währungszeichens –  in unseren Breitengraden eben das Euro-Zeichen. 

Jegliche Referenz an Währung erinnert nämlich auch an den „Schmerz”, der mit dem Ausgeben von Geld einhergeht, und könnte dazu führen, dass deine Gäste sich ihre Gerichte einzig aufgrund der Kosten auswählen, anstatt auf Zutaten, Qualität und sonstige Merkmale zu achten. Das Währungszeichen wegzulassen, entschärft diesen „Schmerz” und Studien zeigen, dass Gäste tatsächlich etwas spendabler sind, wenn das kleine Euro-Symbol nicht neben der Zahl steht.

Ganz ohne Währungssymbole kommt dieses moderne Speisekarten-Design aus: 

09. Platziere deine Preise in den Beschreibungen

Einen weiteren Punkt, den es in Sachen Preis zu bedenken gibt, ist die Tatsache, dass Preise, die in einer Spalte an der Seite der Speisekarte stehen, Gäste dazu verleiten, sich nur auf diese zu fokussieren, anstatt auf die Gerichte selbst. Unser Tipp daher: Platziere die Preise geschickt am Ende der Beschreibungen und lass dabei – wie oben schon angesprochen – das Euro-Zeichen weg.

Noch ein Preis-Trick ist ein sogenannter „Ablenkungspreis” in der Karte. Hierbei geht es darum, ein Gericht zu wählen, das du als ganz besonders gut, aber auch teuer anpreist, um anderen Speisen in der Speisekarte vergleichsweise günstig aussehen zu lassen. So könntest du beispielsweise ein Rindersteak mit etwa 40€ anschreiben, um im Vergleich ein Schweinefilet für 24€ oder ein Hühnerfilet für 20€ günstiger zu verkaufen.

Bei dieser Getränkekarten-Vorlage sind die Preise in den Beschreibungen der Drinks eingebunden:

10. Verwende freundliche Nummern

Viele Firmen verlassen sich bei der Preisgestaltung auch auf die Zahlenpsychologie – und du bist sicher auch schon in ihren Einfluss geraten, etwa beim Einkaufen oder bei einer größeren Anschaffung wie beim Kauf eines Autos oder einer Eigentumswohnung. 

Verschiedene Zahlen haben dabei verschiedene Konnotationen – Preise, die auf --,99 enden, suggerieren zum Beispiel „günstig” (aber nicht unbedingt Qualität), während Preise, die auf --,95 enden, Freundlichkeit suggerieren. Gerade bei Preisen in einer Speisekarte wirken Zahlen, die auf --,00 enden eher knausrig, während Preise, die auf --,95 enden, netter und einladender wirken.

Bei dieser bunten Vorlage könnt ihr ganz einfach für euch passende Preise setzen:

Na, wie viele dieser Tipps und Tricks waren dir bereits bekannt? Am besten setzt du dich gleich hin und versuchst, so viele der oben genannten Kniffe wie möglich in dein eigenes Speisekarten-Design mit einzubauen, um eine ansprechende Menükarte zu kreieren, die deinen Gästen schon beim Durchlesen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Und hier geht’s gleich zu Canvas Speisekarten-Gestalter!

Deine Geheimwaffe für beeindruckende Designs