Aktuelle Logo Trends: Ideen für ein schickes Logo-Design

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Logos sind grafische Botschafter und oft die erste Informationsquelle, die ein Nutzer sieht. Daher müssen Logos in ihrem Design zeitgemäß bleiben. Hier ist eine Liste von Trends, die aktuell vermehrt eingesetzt werden.

Auf kein anderes Bestandteil eines Unternehmens passt der Spruch „klein, aber oho” wohl besser als auf das Logo. Es repräsentiert mit einer kleinen Grafik die Gesamtheit und den Charakter einer ganzen Person, Firma oder manchmal sogar einer ganzen Geografie. Dementsprechend müssen Logos auch regelmäßig angepasst werden, um nach wie vor repräsentativ zu sein. Welche Änderungen Einfluss auf das Aussehen eines Logos haben und welche Trends sich in dieser neuen Dekade erkennen lassen, erfährst du hier.

1. Bewegtes Logo-Design & Motion Graphic-Logos

Wer an Logos denkt, dem kommen zuerst sicher stationäre und unbewegliche Logos in den Sinn. Animierte Logos sah man bis jetzt eher in Filmen, in der Werbung oder in Videoclips. Dank der heutigen Technologie ändert sich das allerdings jetzt. Mit Augmented Reality und 3D sind Logos auf klassischen Medien, wie Visitenkarten und Briefpapier, nun animiert und verspielt. Bewegte Logos oder reaktive Grafiken sind nicht nur möglich, sondern auch nötig, um sich von der Masse hervorzuheben.

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Besonders beliebt sind GIFs, also Grafiken, die in Sequenzen abgespielt werden, wie etwa ein Daumenkino. Dieses Dateiformat eröffnet ganz neue Darstellungsmöglichkeiten für aktuelle Logos. Trotzdem besteht hier die verlockende Gefahr, dein Logo unnötig mit Animationsvorgängen und Effekten zu versehen. Weniger ist daher oft mehr bzw. macht es Sinn, sich als Laie an gängige Animationen zu halten oder einen Profi um Rat zu fragen. Online lassen sich bestehende Logos sogar innerhalb weniger Minuten zu bewegten Bildern umwandeln. Auch mit dem Canva Pro Animator besteht für dich die Möglichkeit, GIF-Logos zu erstellen.

2. Die Farbe Senf im aktuellen Logo-Design

Zwar ist derzeit das klassische Blau zu einer der Farben des Jahres gekürt worden, im Logo-Design liegt aber eine andere Farbe stark im Trend – die Farbe Senf. Gelb in Logos wird gerne da eingesetzt, wo Gold nicht angewendet werden kann, zum Beispiel im digitalen Bereich. Auch im Druck ist Gold kostenaufwendiger herzustellen und da schafft Senf einen passenden Kompromiss.

Außerdem kann Gold schnell zu opulent und veraltet wirken. Aus der Farbenlehre weiß man, dass Gelb sich gerne zu Grautönen, Schwarz und Weiß gesellt. Das ist bei Senf nicht anders, allerdings lässt sich Senf auch im Logo-Design besser zu Komplementärfarben hinzufügen als die Primärfarbe Gelb. Senf ist im Vergleich zum knalligen Sonnengelb zeitloser, wirkt reifer und ist trotz dunklerem Teint ein warmer Farbton.

In dieser Logo-Vorlage siehst du, wie der Farbton dem sonst eher schlichten Logo direkt mehr Wärme gibt:  

3. Reaktives Logo-Design

Wenn schon die Möglichkeit besteht, Logos und Grafiken leichter interaktiv und bewegend zu erstellen, dann gerne auch mit Zusatzfunktion. Insbesondere im E-Commerce und im Eventbereich trifft man auf immer mehr Logos, die der Nutzer dank eingebautem Code scannen und so Informationen abrufen kann. Basierend auf demselben Prinzip wie QR-Codes, aber mit durchaus modernerem und individuellerem Design, möchten Unternehmen nun Prozesse verkürzen.

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Warum also nicht gleich den Registrierungsprozess verkürzen und schon beim Scan des Logos dem Nutzer einen Account einrichten? Soziale Medien wie Snapchat und Facebook Messenger haben diese Technologie als eine der ersten angewandt. Richtig in Mode gekommen sind diese „Smart Logos” aber erst jetzt.

4. Naturverbundene Logos

Klimawandel, Naturschutz und umweltbewusstes Leben sind nicht nur in den Schlagzeilen, sondern auch für immer mehr Verbraucher im Vordergrund. Sowohl Groß- als auch Kleinunternehmen ziehen bei diesem Trend mit, um auf ihr Umweltbewusstsein aufmerksam zu machen. Organisch wirkendes Design lag im vergangenen Jahrzehnt schon im Trend, doch nun sind naturbezogene Designs noch stärker im Kommen.

Elemente und Symbole der Natur werden häufiger eingesetzt als Zeichen für die Verbundenheit mit dieser. Unter dem Begriff Natur gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten: von Tieren über Pflanzen bis hin zu astronomischen Symbolen, wie etwa die Sonne. Was du unter Natur verstehst oder mit dieser verbindest, ist dir überlassen. Was dabei natürlich nicht fehlen darf, ist die Farbe Grün, die dank Naturverbundenheit mit vielen Farben zusammenpasst.

Diese zwei Logo-Vorlagen zeigen, wie du die Farbe Grün stark bzw. dezent einsetzen kannst, aber auch wie breitgefächert die Symbolik und der Stil eines naturverbundenen Logos sein kann:

5. Die Farbe Minze

Gerade eben war noch die Rede von Natur und der Farbe Grün, aber speziell ein Grünton tritt nun immer häufiger auf, und zwar Minze. Die Pastellton-Variante der Sekundärfarbe Grün ist ein eindeutiger Trend im Logo-Design. Das liegt zum einen an den immer häufiger vorkommenden naturverbundenen Grafiken, zum anderen aber auch daran, weil Minze als Grünton vielseitiger eingesetzt werden kann als ein sattes Grün.

Ein weiterer Vorteil vom Farbton Minze ist, dass dieser problemlos mit metallischen Elementen und Farben kombiniert werden kann. Kupfer, Silber und Gold sieht man oft in Begleitung mit dem frischen Farbton – Marken wie Tiffany’s wissen dies schon länger. Im Allgemeinen schafft es Minze, gehobener und gelassener zu wirken. Achte mal ein wenig drauf, denn die Farbe ist unglaublich beliebt bei Logos von Wellnessanbietern, Fitnesszubehör und Gesundheitsartikeln.

Minze als Hintergrundfarbe für dein Logo wirkt dynamisch und erfrischend, ideal für schlichte Logos, wie diese zwei Vorlagen hier, die jeweils einen etwas anderen Minz-Ton einschlagen:

6. Minimalistische Logos mit dünnen Linien

Weiter geht es mit dem Thema Effizienz und Umweltbewusstsein. Ja, du hast richtig gehört, dünne Linien im Logo-Design haben tatsächlich etwas mit Naturschutz zu tun. Der Trend hat seinen Ursprung im Minimalismus, der aktuell eine sehr populäre Bewegung ist. Exzessiver und unnötiger Überkonsum wird hierbei hinterfragt und neue Wege werden eingeschlagen.

Viele Logos möchten sich dieser Bewegung anschließen und erkennen lassen, dass sie dazugehören. Das schmale Design sieht minimal aus und gleichzeitig verbraucht es, sollte es gedruckt werden, auch weniger Druckertinte.

Hier sind zwei sehr unterschiedliche Logo-Vorlagen, die sich die dünnen Linien auf ganz unterschiedliche Weise zunutze machen:

7. Die Farbe Flieder

Als das Internet in den Startlöchern stand, galt Violett als eine der Trendfarben für Logo-Design. Yahoo! machte als Vorreiter die Farbe trendy. Violett für Logo-Design war, nach Blau, eine beliebte Wahl für Tech-Unternehmen und Marken, deren Funktion etwas unkonventioneller war. Man denke hier an FedEx oder das Portal Monster. Ähnlich wie der Farbton Minze eine weiterentwickelte Form von Grün ist, so ist die Farbe Flieder quasi eine Evolution von Violett.

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Flieder in Logos trägt genauso wie Violett eine leicht geheimnisvolle Note, wirkt aber dank des helleren Tons freundlicher und weniger aufdringlich. Zudem lässt sich Flieder einfacher mit anderen Farben kombinieren, die mit einem kräftigen Violett schnell qualitativ minderwertig aussehen könnten. Auch wenn Flieder als Farbe in Logos nun häufiger anzutreffen ist, solltest du als Grafiker darauf achten, dass die Farbe in manchen Kulturen nach wie vor negative Assoziationen hat. Das gilt auch für im Kontrast abgeschwächte Variationen wie Flieder.

Diese Logo-Vorlage zeigt, dass Flieder nicht nur mysteriös, sondern auch sehr verspielt eingesetzt werden kann:

8. Custom Type/Variable Fonts

Neue Technologien bringen neben neuen Möglichkeiten auch neue Trends mit sich. Variable Fonts sind Schriften, die sich, während man sich auf einer Webseite befindet, je nach Trigger, verändern. Zum Beispiel können Schriften an Fülle zu- bzw. abnehmen, aber auch runder oder eckiger werden, womit die Form sich komplett ändert. Da viele Logos teilweise oder auch nur aus Schriften bestehen, wirkt sich dies nun auch auf deren Design aus. Dazu müssen diese Logos natürlich animiert sein, weswegen man diesen Trend momentan ausschließlich online beobachten kann.

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Ziel ist es, das Logo für mehrere Zwecke auszustatten. Zum Beispiel kann es die Farbe wechseln oder dicker werden, um etwa farbenblinden oder sehschwachen Nutzern entgegenzukommen. Viele Unternehmen lassen gerade dafür ihre eigene Schrift für die Webseite entwickeln und bestimmen somit, welche Veränderungen für diese zugelassen sind. Eins ist allerdings sicher, die Regeln der Typographie zu kennen, ist bei der Gestaltung eines solchen schriftlastigen Logos definitiv hilfreich.

9. 80er- und 90er-Jahre inspirierte Logos

Ist dir auch schon aufgefallen, wie viele Produkte der 80er- und 90er-Jahre wieder auferstanden sind und wie viele Fernsehserien momentan sich dort abspielen? Logos, wie das der Netflix-Serie Stranger Things sind ein Paradebeispiel für diesen Trend. Anders als in den Logos der 80er und 90er, bei denen extrem knallige Farbtöne verwendet wurden, sind nun deren weichere Pastell-Varianten angesagt. Nachdem nun Senf, Flieder und Minze es in diesen Logo-Design Trendreport geschafft haben, ist dir das vielleicht sogar aufgefallen. So werden die schlichten Formen der 80er- und 90er-Jahre genommen, abgerundet und mit den sanfteren Pastelltönen vereint. Aber es geht auch genau andersherum: Knallige Farben der jeweiligen Jahre kombiniert mit weicheren Formen und neuem Verhalten, wie etwa in diesem Beispiel hier.

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Falls du dich nun fragst, warum gerade diese Jahrzehnte als Inspiration herangezogen werden, dann hat das sogar einen nachvollziehbaren Grund: Die Generationen, die in diesen Jahren geboren und aufgewachsen sind, sind nun kaufkräftig. Marketer wissen dies und möchten diese Zielgruppe mit ein wenig Nostalgie ansprechen.

Diese Logo-Vorlage kombiniert grelle Neonfarben aus den späteren 80er-Jahren mit runderen, modernen Schnitten und einer serifenlosen Schrift:

10. Regenbogen-Verläufe im Logo-Design

Immer mehr Bildschirme von PCs und Handys sind mit Retina-Technologie ausgestattet und können nicht nur äußerst scharfe Bilder anzeigen, sondern auch mehr Farben darstellen. Sättigung und Kontrast von Farben sind nun auf einem so hohen Niveau wie noch nie zuvor. Dies hat zur Folge, dass Logos wieder häufiger mit Verläufen gestaltet werden.

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Warum wieder? Verläufe wurden Mitte der letzten Dekade quasi für ungeeignet erklärt und der Trend schrieb schlichte und einfarbige Logos vor. Diese Einstellung hat sich mittlerweile aber gelockert und Verläufe sind wieder vermehrt anzutreffen. Insbesondere Regenbogen-farbige in denen mehr als sechs Farben vorkommen. Diese mehrfarbigen Verläufe im Logo-Design sind auch dem 80er- und 90er-Jahre Revival zu verdanken.

Hierbei musst du gar nicht das ganze Spektrum der Regenbogenfarben nutzen. Es geht auch subtiler und weicher, wie etwa hier:

Falls du jetzt gleich loslegen möchtest mit der Logo-Gestaltung, dann findest du hier noch zahlreiche weitere Logo-Vorlagen oder du kannst direkt im Canva-Editor loslegen und dich austoben. Viel Spaß dabei!

Deine Geheimwaffe für beeindruckende Designs