So erstellst du ein erfolgreiches Infografik-Design

Wer Daten kompakt und übersichtlich präsentieren möchte, der erstellt am besten schlaue Infografiken – und wir verraten dir, wie’s geht!

Falls du große Mengen an Infos leicht verdaulich und effektiv präsentieren willst, dann gibt es dafür keine bessere Möglichkeit als den Einsatz von Infografiken. Wenn du deine Botschaft also klar, übersichtlich und interessant vermitteln möchtest, dann lies am besten einfach weiter und lerne, ansprechende Infografiken schnell und einfach selbst zu erstellen!

Was ist überhaupt eine Infografik?

Es gibt viele Möglichkeiten, Daten und Informationen mit Lesern zu teilen: Listen, Word-Dokumente, E-Mails, Tabellen – die üblichen Verdächtigen eben. Wenn du deine Infos allerdings optisch eindrucksvoll vermitteln möchtest, dann gibt es dafür keinen besseren Weg als den Einsatz von Infografiken.

Infografiken verwandeln Daten in visuell ansprechende Geschichten und sind genau deshalb auch so effektiv. Sie hauchen langweiligen Informationen Leben ein und können komplexe Daten einfach verständlich aufbereiten und deinem Publikum so in leicht verdaulichen Häppchen präsentieren.

Beim Erstellen einer Infografik geht es somit auch um mehr, als bloß Daten auf eine Seite zu klatschen und auf das Beste zu hoffen. Vielmehr soll deine Infografik mächtig Eindruck schinden und muss dafür einzigartig, schön designt und auffallend genug sein, um dein Publikum zu fesseln. Auf keinen Fall soll sie deine Leser mit einer undurchdringlichen Flut an Fakten überfordern.

Aber wie genau schaffst du das? Was ist das Geheimnis von toll gestalteten Infografiken? Im Folgenden haben wir für dich einen Schritt-für-Schritt-Guide zusammengestellt, der dir verrät, wie du schöne, effektive Infografiken ganz leicht von Grund auf selbst gestalten kannst.

Hier sind gleich einmal zwei Vorlagen als Inspiration für deine eigene Infografik:

Schritt 1: Wähle dein Thema

Bevor du überhaupt damit beginnen kannst, erinnerungswürdige Infografiken zu erstellen, musst du dir zunächst einmal ein gutes Thema (samt informativen Daten oder einzigartigen Informationen) überlegen, das die Aufmerksamkeit deiner Leser auf sich ziehen soll.

Auch wenn es offensichtlich erscheinen mag: Der richtige Content ist essentiell dafür, dass deine Infografik so richtig einschlagen kann. Was genau nun „der richtige Content” ist, variiert natürlich von Unternehmen zu Unternehmen, und hängt davon ab, was du mit deiner Infografik erreichen möchtest, es gibt allerdings ein paar Themen, die sich generell gut anbieten:

  • Jahresberichte. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in deinem Unternehmen am Jahresende eine ganze Menge an interessanten Infos zu teilen gibt, ist sehr hoch, und Infografiken bieten sich dafür bestens an. Mit ihnen kannst du Dinge wie Verkaufszahlen, das jährliche Wachstum und andere Firmendaten auf eine Art und Weise darstellen, die deine Angestellten, Kunden und Investoren auch sicher erreicht.
  • Umfrageergebnisse. Infografiken bauen in erster Linie auf die visuelle Aufbereitung von Daten und bieten sich somit für Umfrageergebnisse perfekt an. Anstatt bloß langweilige Zahlenreihen zu verschicken, kannst du die gesammelten Daten in Infografiken ansprechend präsentieren und es deinen Lesern somit auch einfacher machen, diese wirklich zu verstehen.
  • Zeitachsen und -pläne. Anstatt die Geschichte deines Unternehmen oder die Entwicklung deines Projekts in Worte zu fassen, kannst du sie im Rahmen einer Infografik auch ansehnlich illustrieren – schließlich sind Infografiken, wie bereits erwähnt, bestens dafür geeignet, Informationen in visuelle Storys zu verwandeln.

Welche Informationen du in deiner Infografik veranschaulichen möchtest, liegt natürlich bei dir; stelle aber in jedem Fall sicher, dass sie interessant und für dein Publikum wertvoll sind.

Um es dir beim Infografik-Design besonders einfach zu machen, kannst du zunächst einmal nachsehen, ob es nicht vielleicht schon eine Vorlage gibt, die deinem Thema bereits mehr oder weniger entspricht. Hier sind zwei Infografik-Vorlagen, die du für historische Rückblicke aller Art bzw. zur Vorstellung wohltätiger Zwecke nutzen könntest:

Schritt 2: Skizziere dein grundsätzliches Layout

Sobald du festgelegt hast, welche Infos deine Infografik beinhalten soll, wird es Zeit, dir zu überlegen, wie du diese Infos am effektivsten präsentieren kannst. Soll die Infografik eher text- oder bildlastig werden? Sollen Daten mittels Diagrammen oder Aufzählungen dargestellt werden? Was soll der Fokus deiner Infografik sein?

Das von dir gewählte Layout hat dabei großen Einfluss darauf, wie die Informationen deiner Infografik letztendlich von deinem Publikum verarbeitet werden. Wenn du so also beispielsweise eine Infografik erstellst, um die Verkaufszahlen deiner Firma zu präsentieren, wird ein textlastiges Layout mit einer Aufzählung der Zahlen pro Quartal einen ganz anderen Effekt erzielen als Diagramme, die die Schwankungen der Verkaufszahlen pro Quartal bildlich darstellen.

Das Layout deiner Infografik muss also immer an deren Inhalt angepasst werden – so etwas wie das „ultimative” Layout, das immer und überall funktioniert, gibt es nicht. Für Infografiken, die viele Infos vermitteln müssen, bieten sich textlastige Layouts an; für Infografiken, die vor allem Zahlen (wie Jahresumsätze, wirtschaftliches Wachstum, Umfragedaten, etc.) und deren Verläufe über bestimmte Zeiträume hinweg darstellen sollen, eignen sich eher bildlastige Designs mit Tabellen, Diagrammen und sonstigen Grafiken. Wofür auch immer du dich entscheidest, denke darüber nach, welche Art der Präsentation im jeweiligen Fall am ehesten Sinn macht.

Glücklicherweise ist das alles aber gar nicht so schwierig, wie es vielleicht klingen mag, denn immerhin gibt es viele tolle Vorlagen, von denen du dich inspirieren lassen und die du auch selbst anpassen kannst.

Hier findest du je eine Infografik-Vorlage mit text- bzw. bildlastigem Layout:

 

Schritt 3: Strukturiere den Inhalt deiner Infografik

Das Wichtigste, das es beim Anordnen aller essentiellen Informationen zu beachten gilt, ist die sogenannte visuelle Hierarchie. Unter visueller Hierarchie versteht man die Anordnung von visuellen Elementen entsprechend ihrer Wichtigkeit, beginnend mit den essentiellsten. Indem du auf diese Weise vorgehst, stellst du sicher, dass dein Publikum auf keinen Fall die wichtigsten Teile deiner Infografik verpasst.

Als allgemeine Regel gilt: Je größer das visuelle Element, desto eher sieht man hin. Insofern sollten die wichtigsten Infos in deiner Infografik auch am größten dargestellt werden – egal, ob als Text, Diagramm, Bild oder sonstiges Element.

Wenn du beispielsweise eine Infografik designst, die die Umsatzentwicklung deines Unternehmens im vergangenen Jahr veranschaulicht, sollte eine Grafik, die die Entwicklung der Verkäufe darstellt, größer ausfallen als andere, weniger wichtige Informationen wie beispielsweise zusätzliche Erklärungen dazu, wie die Daten erfasst wurden. Ist es hingegen besonders wichtig, die Meilensteine des vergangenen Jahres hervorzuheben, dann könnte sich eine groß dargestellte Zeitachse bewähren, auf der wichtige Ereignisse in fetter Schriftart markiert sind.

Siehst du, wie auf der untenstehenden Vorlage die wichtigsten Informationen quasi wortwörtlich am roten Faden entlang aufbereitet wurden? Wenn du eine Vorlage nutzt, die bereits eine für dich passende Struktur verwendet, ersparst du dir die Planung dieser.

Schritt 4: Designe deine Grafiken

Wenn du deine Inhalte erst einmal organisiert hast und weißt, was wohin soll, geht es daran, deine eigentlichen Grafiken zu designen, um deine Infografik damit zum Leben zu erwecken.

Dir steht hierbei eine ganze Reihe an möglichen Elementen zur Auswahl, beispielsweise:

  • eigene Illustrationen
  • Diagramme
  • Tabellen
  • Graphen
  • Symbole und Piktogramme
  • Überschriften und Texte

Welche Arten von Grafiken sich dabei am besten anbieten, hängt einmal mehr von der Art des Themas, deines Unternehmens und dem Fokus deiner Infografik ab. Ist dein Unternehmen witzig und jugendlich oder soll ein kinderfreundliches Thema angesprochen werden, können beispielsweise Cartoon-artige Grafiken super passen, während traditionelle Diagramme womöglich viel zu langweilig und steif wirken. Umgekehrt würden gezeichnete Grafiken mit lustigem Twist in einem seriösen Business-Report unpassend wirken, während traditionelle Diagramme sich perfekt in das Design einfügen.

Da Infografiken üblicherweise nur begrenzten Platz bieten, sollte jede Grafik zudem einen klaren Sinn haben, also entweder selbst Inhalte vermitteln oder aber andere Inhalte visuell unterstützen.

Bonus-Tipp: Überlege dir, ob deine Grafiken selbst der Hauptfokus sein oder stattdessen lediglich andere, beispielsweise textliche, Elemente unterstützen sollen. Je nachdem sollten sie auffälliger oder subtiler, größer oder kleiner bzw. bunter oder einfarbig ausfallen.

Diese zwei Infografik-Vorlagen hier nutzen Grafiken auf vollkommen unterschiedliche, aber in beiden Fällen effektive Weise:

Schritt 5: Wähle die Farben für deine Infografik

Als Nächstes solltest du deine Farbpalette festlegen, denn der Einsatz der richtigen Farben kann den Erfolg deiner Infografik stark beeinflussen.

Wenn du dich schon einmal mit dem Thema Farbpsychologie beschäftigt hast, dann solltest du wissen, dass bestimmte Farben automatisch mit bestimmten Gefühlen und Themen assoziiert werden. Grün steht dabei etwa für Natürlichkeit, Heilung und Ruhe, während Rot lebhaft, leidenschaftlich und energetisch wirkt. Präsentationen für Investoren sollten hingegen in Blau gehalten sein, da Blau mit Vertrauen und Stabilität in Verbindung gebracht wird.

Wenn du also die Farbpalette für deine Infografik festlegst, dann überlege nicht nur, welche Farben besonders miteinander harmonieren, sondern auch, welche Emotionen du vermitteln möchtest, und wähle sie dementsprechend aus. Zu viele Farben wirken chaotisch, deshalb solltest du die dich dabei auf maximal drei bis vier beschränken.

Hier siehst du zwei Vorlagen, die Farben wundervoll einsetzen, um ihre jeweiligen Botschaften an ihr Publikum zu übermitteln:

Schritt 6: Wähle die Schriftarten für deine Infografik aus

Abschließend vermitteln natürlich nicht nur die Farben deiner Infografik unterbewusste Botschaften, sondern auch die verwendeten Fonts – idealerweise passt du also auch deine Schriftarten an das Thema und die allgemeine Stimmung deiner Infografik an.

Seriöse, ernste Berichte verwenden demnach am besten schnörkellose Sans-Serifen-Schriften, während du für Infografiken für persönliche oder besonders traditionelle Produkte, Themen und Unternehmen auf handschriftlich aussehende Script-Fonts zurückgreifen kannst.

An diesen beiden Vorlagen hier siehst du, wie verschiedene Schriftarten für vollkommen unterschiedliche Stimmungen sorgen können:

 

Schritt 7: Teile deine Infografik

Hast du deine Infografik schließlich fertig designt, musst du sie natürlich noch in die Welt tragen. Du kannst sie dafür direkt über das Canva Design-Tool herunterladen und dann auf deiner Website, deinen Social Media Kanälen oder auch in Mail- und Print-Aussendungen teilen.

Hier sind zum Abschluss noch zwei schicke Infografik-Vorlagen, die du je nach Bedarf anpassen kannst:

Fühlst du dich jetzt bestens dafür vorbereitet, deine eigene Infografik zu erstellen? Dann klicke doch einfach auf eine der Vorlagen oben und passe sie nach deinen Vorlieben an oder browse dich hier noch durch viele weitere Infografik-Vorlagen.

Manche der professionellen Design-Vorlagen von Canva, wie auch ein paar in unserer Liste oben, beinhalten kostenpflichtige Elemente (wie Illustrationen oder Fotos), die du entweder kaufen oder gegen andere bzw. eigene Bilder austauschen kannst.

Du kannst aber auch ganz einfach unser Design-Tool starten, mit deinem Design von ganz vorne anfangen und so selbst eine Infografik entwerfen. So oder so, wir wünschen dir viel Spaß beim Gestalten!

Deine Geheimwaffe für beeindruckende Designs