Visitenkarten selbst gestalten: Der ultimative Guide

Ob ein gutes Meeting auch zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit führt, hängt oft von der im Anschluss überreichten Visitenkarte ab. Hier geht es zum ultimativen Design-Guide!

In einer Welt, in der es immer wichtiger wird, sich auf Instagram, Facebook und Co. zu vermarkten, haben Visitenkarten einen ganz speziellen Platz eingenommen und erzeugen mehr Resonanz als jemals zuvor. Tatsache ist, dass selbst weltbekannte Geschäftsleute wie beispielsweise Apples Steve Jobs oder Twitters Evan Williams ihre ganz speziellen Visitenkarten gestalteten und die kleinen physischen Kärtchen viel eher im Gedächtnis bleiben als der x-te Link zu einem ungreifbaren Online-Profil.

Damit auch du dir deine perfekte Visitenkarte selber machen und künftig bleibenden Eindruck auf wenigen Quadratzentimetern hinterlassen kannst, haben wir hier den ultimativen Visitenkarten-Guide für dich zusammengestellt, in dem wir dir alles über die wichtigsten Design-Elemente der Kärtchen erzählen und auch Visitenkarten-Design-Vorlagen zum Gestalten zusammengesucht haben.

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A post shared by Canva (@canva) on Sep 11, 2017 at 12:52pm PDT

Sind Visitenkarten (immer noch) von Bedeutung? 

Visitenkarten sind aus mehreren Gründen wichtig – heutzutage mitunter noch mehr als früher:

  • Deine Visitenkarte informiert andere auf einen Blick über deine Markenpersönlichkeit und die Dienstleistungen, die du anbietest.
  • Sie dient als physisches „Souvenir”, das deinen Gesprächspartnern noch lange nach eurem ersten Treffen erhalten bleibt.
  • Sie zeugt von Professionalität und Vorbereitung.

Egal ob du dein eigenes Unternehmen leitest oder für eine große Firma arbeitest, Visitenkarten dienen nach wie vor dazu, dich professioneller wirken zu lassen, anderen deine Arbeitsbereiche auf einen Blick näherzubringen, und somit deine Erfolgschancen gezielt zu erhöhen.

Welchen Zweck erfüllt eine Visitenkarte? 

Am besten siehst du deine Visitenkarte als ein kleines Stück Marketing, das du jedem existierenden oder potentiellen Kunden mitgeben kannst.

Visitenkarten vermitteln dabei ein Gefühl von Sicherheit an den Empfänger und zeigen ihm, dass du Teil eines etablierten Unternehmens bist, das bereit und willens für eine Zusammenarbeit ist.

Visitenkarten sind, zusammen mit E-Mail-Signaturen, Briefköpfen und bedruckten Briefumschlägen, eines der besten Hilfsmittel, um die eigene Marke deinen Kunden als professionell und seriös zu präsentieren. Außerdem helfen sie dir dabei, deine Markenpersönlichkeit, zusammen mit bestimmten Emotionen, zu übermitteln, indem du Dinge wie dein Logo, deine Markenfarben und -fonts oder spezielle Bilder für das Design nutzt.

Tipp: Vergiss nicht, dass eine Visitenkarte dabei auch eine tolle Art sein kann, deine Social Media-Profile gesammelt zu präsentieren, sollte sich deine Tätigkeit hauptsächlich im Internet abspielen. Nutze dazu am besten Kurz- und Custom-URLs für Links wie facebook.com/deinfirmenname oder bit.ly/deinfirmenname.

Hier hätten wir gleich zwei professionelle Visitenkarten-Vorlagen, die du für deine Marke personalisieren kannst:

Was sollte alles auf deine Visitenkarte?

Bevor du mit dem eigentlichen Design deiner Visitenkarte beginnst, solltest du zuerst einmal festlegen, welche Elemente du darauf platzieren möchtest. Wofür auch immer du dich dabei entscheidest, einige Dinge sollten auf jeden Fall mit auf das Kärtchen:

  • Dein Name. Dein Name sollte unbedingt klar und in einem gut lesbaren Font auf der Visitenkarte erscheinen.
  • Deine Firma. Du möchtest schließlich, dass der Empfänger der Visitenkarte deinen Namen sofort mit dem Namen deines Unternehmens in Verbindung bringt.
  • Dein aktueller Jobtitel. Für den Kartenempfänger ist es wichtig, sofort zu wissen, mit welchen Dingen du bei einer Zusammenarbeit behilflich sein kannst. Egal ob du der Geschäftsführer oder der Marketing Manager bist, es empfiehlt sich, so viel Kontext wie möglich zu deiner aktuellen Position/Tätigkeit zu geben.
  • Deine Kontaktdaten. Ein weiteres wichtiges Element sind deine Kontaktdaten – immerhin macht es nicht viel Sinn, wenn jemand deinen Namen kennt und gerne mit dir zusammenarbeiten möchte, aber keine Ahnung hat, wie er dich nun tatsächlich erreichen kann. Möglichkeiten hierbei sind deine Telefonnummer, E-Mail-Adresse und/oder Website.

Weitere Elemente, die du auf die Visitenkarte geben kannst, umfassen:

  • Dein Firmenlogo. Viele Leute entscheiden sich dafür, auch das Logo ihres Unternehmens auf ihre Visitenkarte zu drucken, um visuellen Kontext zu geben. Ist der Firmenname im Logo enthalten, kann es ihn auch ersetzen.
  • Relevante Social Media-Profile. Gerade in kreativen Bereichen sind Social Media-Profile heutzutage nicht mehr wegzudenken und sollten auf keiner Visitenkarte fehlen. Ein schön gestaltetes und gut geführtes Social Media-Profil spricht für Beliebtheit unter deinen „Fans” bzw. Kunden und steht für Autorität und Erfolg. Wenn du deine Social Media-Profile auf der Visitenkarte besonders schön in Szene setzen möchtest, verwende am besten die entsprechenden Logos der Plattformen in Kombination mit Kurz- oder Custom-URLs.

Für ein außergewöhnliches Visitenkarten-Design, kannst du dir die folgenden Vorlagen zum Gestalten vornehmen:

Was macht ein gutes Visitenkarten-Design aus?

Wenn du mit dem Design deiner Visitenkarte beginnst, fängst du am besten damit an, dir eine kleine Farbpalette (wir empfehlen maximal zwei bis drei Farbtöne), ein Font-Paar sowie die Kern-Elemente deiner Karte zurechtzulegen.

Die Farben deiner Visitenkarte

Farben sehen nicht nur hübsch aus, sie rufen auch Emotionen und Konnotationen hervor – Dinge, die unter dem Thema Farbpsychologie zusammengefasst werden. So steht Gelb etwa für Optimismus und Positivität, während Grün mit Gesundheit und Frieden verbunden wird und Violett Gedanken an Luxus und Eleganz, aber auch Design und Technik wachruft.

Wenn es also darum geht, die Farben für deine Visitenkarte auszuwählen, beginne am besten damit, dir zu überlegen, welche Stimmung du mit dem Kärtchen (bzw. deiner Firma) vermitteln möchtest. Solltest du dir diese Gedanken schon beim Markendesign deiner Firma gemacht haben, macht es natürlich Sinn, einfach die Farben deiner Marke bzw. deines Firmenlogos zu verwenden.

Tipp: Du kannst natürlich auch Farben kombinieren oder zusätzlich zu farbigen Hintergründen auch Bilder, Illustrationen oder einfache Formen nutzen. Siehe hierfür etwa das zweite Beispiel unten.

Die Schriftarten deiner Visitenkarte

Die Fonts, die du auf deiner Visitenkarte verwendest bzw. die Schriftarten deiner Marke, helfen dir dabei, Persönlichkeit und Professionalität zu vermitteln. Je nachdem, welche Art von Font du dabei nutzt, vermittelst du andere Eindrücke.

Script-Schriftarten (Handschrift-Schriftarten) wirken klassisch, elegant, stilsicher und persönlich:

Serifen-Schriftarten wirken traditionell, formell, respektabel und zeitlos:

Sans-Serifen-Schriftarten wirken modern, simpel, unkompliziert und zielsicher:

Die Schriftgrößen auf deiner Visitenkarte

Die Schriftgrößen auf deiner Visitenkarte sollten in erster Linie von der Art deiner Karte sowie dem Eindruck, den du vermitteln möchtest, bestimmt werden. Eine „richtige” oder „falsche” Wahl gibt es in Sachen Schriftgröße also nicht (solange alles gut lesbar ist) – vielmehr kommt es auf die richtige Balance an.

Möchtest du beispielsweise mehr in Bildern als in Worten sprechen (passend etwa für Design-Unternehmen, Marketer, Event-Planer,…), dann kannst du das Logo deiner Visitenkarte groß hervorheben und den Text ruhig kleiner gestalten. Soll hingegen der Text die meiste Aufmerksamkeit bekommen (passend beispielsweise für Autoren, Texter, Vortragende,…), solltest du diesen größer machen und kannst dafür andere Elemente, wie das Logo, kleiner gestalten oder sogar weglassen.

Achte auch darauf, wichtigere Informationen prominenter darzustellen. Dein Name sollte beispielsweise immer einer der größten Textbausteine sein, während andere, für dein Unternehmen weniger wichtige Daten ruhig kleiner dargestellt werden können. Überlege dir hierfür am besten, welche Elemente du dem Empfänger der Karte auf jeden Fall vermitteln möchtest und welche bloß als nette Ergänzungen dienen.

Tipp: Solltest du sehr viele Informationen vermitteln, die Karte aber nicht zu voll schreiben wollen, kannst du auf einen alten Trick zurückgreifen: Bringe dein Logo und eventuell auch deine Website oder Social Media-Profile bzw. alternativ deinen Namen und deinen Jobtitel (abhängig davon, welches Element du mehr betonen möchtest) dabei auf einer Seite der Karte an und nutze den Platz auf der anderen Seite für die restlichen Informationen.

Die Größe des Logos auf deiner Visitenkarten

Genau wie bei der Schriftart, gibt es auch beim Logo keine eindeutige Antwort auf die Frage, wie groß es auf der Visitenkarte dargestellt werden soll. In jedem Fall gilt aber: Je größer das Logo, umso weniger prominent wirken andere Elemente. Möchtest du das Logo also in den Vordergrund stellen, sei ruhig mutig und lass es mitunter schon mal eine ganze Visitenkarten-Seite ausfüllen. Soll es hingegen bloß als visuelle Ergänzung dienen, bringe es lieber klein in einer Ecke oder gemeinsam mit anderen Elementen (wie beispielsweise der Website oder dem Firmennamen) auf der Rückseite an.

Die Dimensionen & das Format deiner Visitenkarte

Die meisten Visitenkarten werden in der Standardgröße, also 85 mm x 55 mm, gedruckt. Dieses Visitenkartenformat stellt sicher, dass die Karten problemlos in die Kartenfächer von Brieftaschen oder auch Standard-Kartenhalter passen.

Möchtest du andere Größen verwenden (etwa, um spezielle Design-Ideen umzusetzen), stelle sicher, dass die Karte trotz allem nicht zu groß wird, um sie ohne Schwierigkeiten in einer gewöhnlichen Brieftasche zu verstauen.

Tipp: Eine einfache Art, deine Karte besonders zu machen, ohne von der Standardgröße abzuweichen, ist es, sie einfach im Hochformat zu bedrucken.

Ein paar Ideen für deine Visitenkarte

Hier gehen wir nun speziell auf bestimmte Berufsgruppen ein und wollen dir ein paar Ideen und Inspirationen mitgeben, wie du deine Visitenkarte speziell gestalten könntest.

Visitenkarten für Designer und Kreative

Wenn du selbst Designer oder in einer kreativen Branche tätig bist, dann kannst du dich ruhig auch bei deiner Visitenkarte etwas kreativer austoben, beispielsweise indem du vom klassischen Visitenkartenformat abweichst oder geschickt Farben, Schriftarten, Zeilenabstände und Hintergrundbilder bzw. Illustrationen einsetzt. So wie etwa bei den folgenden Design-Vorlagen hier:

Visitenkarten für Fotografen

Solltest du als Fotograf tätig sein, dann bietet es sich natürlich an, eines deiner Bilder mit auf die Visitenkarte zu geben, um den Kartenempfängern sofort deine Fähigkeiten und deinen Stil zu präsentieren. Hier sind drei Visitenkarten-Vorlagen für Fotografen:

Visitenkarten für Repräsentanten großer Firmen

Wenn du im betrieblichen Bereich arbeitest, ist es wichtig, dass deine Visitenkarte Design-Elemente nutzt, die Professionalität vermitteln und mit der Marke einher gehen. Nutze dazu am besten klare, simple Schriftarten, eher gedämpfte Farben und lasse größere einfärbige Flächen auf der Karte.

Visitenkarten für Freelancer

Wenn du für dich selbst arbeitest, solltest du auf deiner Visitenkarte unbedingt deinen Namen besonders betonen. Ebenso solltest du darauf achten, deine Persönlichkeit und deinen persönlichen Stil beim Design der Karte zu berücksichtigen.

Bereit dazu, deine eigene Visitenkarte zu gestalten? Dann starte doch gleich in Canva und leg los! Und solltest du noch mehr Inspiration benötigen, dann klick dich doch einfach durch die vielen anderen Visitenkarten-Vorlagen auf unserer Seite und passe diese nach Lust und Laune deinen Wünschen und Bedürfnissen an.

Deine Geheimwaffe für beeindruckende Designs